Ölziehen – nach vielen Jahren endlich wieder …

In der Abendsitzung des 3. Tages unserer Heilfasten-Gruppe hat die Gruppenleiterin, die Heilpraktikerin Barbara Retterath, kurz über Ölziehen gesprochen. Während alle Teilnehmer des Abends ungläubig den Kopf geschüttelt haben, fiel mir sofort wieder ein, dass ich Ölziehen schon zwei Mal gemacht habe, wenngleich schon vor einigen Jahren.
Beim ersten Mal habe ich vier Monate lang das tägliche Löffelchen Öl genommen, beim zweiten Mal habe ich das Ölziehen drei Monate lang zelebriert. Und wie lang soll ich es dieses Mal machen?

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich das erste Mal vom Ölziehen gehört habe. Ich war skeptisch und ich wunderte mich, warum ich noch nie darüber gelesen oder gehört hatte. Und ich surfte googelte und stellte fest, dass es unendlich viele Seiten über dieses Thema gibt. Und ich erinnere mich auch noch an einen Vortrag, den ich bei einem Kommunikationskurs über dieses Thema gehalten habe. Kein einziger der Zuhörer kannte Ölziehen vorher. Aber einmal davon gehört findet Ölziehen schnell viele Freunde.

Ölziehen

Ein Löffelchen Sonnenblumen-, Oliven- oder Sesamöl reinigt den gesamten Organismus

Ölziehen, was ist das eigentlich genau?

Das Ölziehen ist eine traditionelle Methode der russischen Volksheilkunde. Sie bewirkt eine gründliche Entgiftung und wirkt heilend auf den ganzen Organismus. Die einfache Methode des Ölziehens wurde durch Dr. F. Karach, Sprecher auf der Tagung des Verbandes der Onkologen und Bakteriologen an der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, in Westeuropa bekannt. Die Wirkung dieses Heilverfahrens entsteht durch die intensive Bewegung von Sonnenblumenöl in der Mundhöhle.

 

Hintergrund: Bei vielen chronischen Erkrankungen und Beschwerden spielen Keim- und Entzündungsherde, die sich bevorzugt an den Zahnwurzeln festsetzen, eine bedeutende Rolle. Die Zähne reichen mit ihren Wurzeln bis in die Kieferknochen und deren Hohlräume hinein. Diese Hohlräume werden vom körpereigenen Abwehrsystem nur schlecht erreicht. Mikroben, die über die Zahnhälse in diese Hohlräume gelangen, finden in diesem feuchten, warmen und schlecht durchbluteten Milieu die idealen Bedingungen vor, um sich festzusetzen. Es entstehen sogenannte „Zahnherde“, die den Körper mit ihren Stoffwechselprodukten schädigen. Ist das Immunsystem schwach, so werden die Herde größer und belastender. Größere Herde sind röntgenologisch sichtbar, sie schädigen nicht nur die angrenzenden Zähne und belasten den Stoffwechsel und das Immunsystem, sondern sie haben auch noch Fernwirkungen auf alle inneren Organe. So belastet jeder Zahnherd ein speziell diesem Zahn zugeordnetes inneres Organ. Das Sanieren solcher Herde spielt in der Naturheilkunde eine große Rolle.

Wirkung: Die Bewegung des Sonnenblumenöls im Mundraum bewirkt eine deutliche Schleimhaut- und Gewebedurchblutung. Vitamine und Mineralstoffe des Sonnenblumenöls werden von den Schleimhäuten aufgenommen, während das Öl gleichzeitig Keime an den Zahnhälsen und dem Zahnfleisch aufnimmt und sie aus dem Körper entfernt. Das Ölziehen stellt das Gleichgewicht in der Mikroflora wieder her, Zellen, Gewebe und Organe können regenerieren.

Technik der Anwendung:
Pflanzenöl, am besten kaltgepreßtes und unraffiniertes Sonnenblumenöl, wird in den Mund genommen und in der Mundhöhle, bei geschlossenem Mund ohne Hast und ohne besondere Anstrengung etwa  15 bis 20 Minuten lang gespült, gesaugt und durch die Zähne gezogen. Zu Beginn ist das Öl dickflüssig, wird aber durch die intensive Bewegung im Mund und durch das Beimischen des Speichels dünnflüssiger. Die ausgespuckte Flüssigkeit sollte von milchigweißer Farbe sein. Wenn sie gelb bleibt, war die Zeit des Ölbewegens im Mund nicht lange genug.
Ganz wichtig ist dabei: Das Sonnenblumenöl darf nicht geschluckt werden, da es mit Bakterien, Toxinen und Schadstoffen aus Schleimhäuten und Geweben angereichert ist! Nach dem Ausspucken die Mundhöhle gründlich mit warmem Wasser spülen und die Zähne mit der Zahnbürste reinigen.

Zeit der Anwendung: Am sinnvollsten sollte diese Therapie morgens vor dem Frühstück angewendet werden. Um den Heilungsprozeß zu beschleunigen, kann der Vorgang auch dreimal täglich durchgeführt werden, immer jedoch vor dem Essen, mit leerem Magen. Die beschriebene Anwendung sollte zumindest so lange täglich vorgenommen werden, bis eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens spürbar ist. Ein gesunder Hunger und ein guter Schlaf sollten sich eingestellt haben. Gut bewährt haben sich 4 – 6 Wochen im Frühjahr und im Herbst, chronische Krankheiten brauchen länger, bis zu einem Jahr.

Das ist Ölziehen, viel Erfolg bei Deinen Versuchen!


Edit am 01. Juni 2014: Ich habe diesen Artikel auf einer eigenen Unterseite “Ölziehen” auf diesem Blog untergebracht, auch deshalb, weil ich seit dem 01. Juni 2014 für zwei Monate wieder ölziehe.
Wenn es Dich interessiert, was ich darüber dieses Mal zu teilen habe, dann klicke einfach hier …

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3 thoughts on “Ölziehen – nach vielen Jahren endlich wieder …

  1. Hallo. Hab das Ölziehen auch vor kurzem entdeckt. Hätte da eine Frage. Ist es wichtig nur Sonnenblumenöl zu nehmen, oder kann man auch Olivenöl dafür nehmen? Ich habs bisher nur mit Olivenöl gemacht, da dies mein bevorzugtes Öl ist. Ich hab meißtens so 15 minuten im Mund, aber so richtig weiß ist es beim ausspucken nie. Sollte ich es länger ziehen oder kann das evtl auch am Öl liegen?
    Und warum ist es besser am Morgen als Abends und warum ist es so wichtig auf nüchternen Magen? Fragen über Fragen. ;-)

    • Hallo Max,
      erst einmal beste Grüße nach Österreich!

      Schön, dass Du “open minded” bist, besser als ich das am Anfang war. Ich muss ja gestehen, ich hielt diejenigen, die mir zuerst vom Ölziehen erzählt haben, für vollkommen “durchgeknallt”. Und nun bin ich seit so vielen Jahren glücklich dabei …
      Sonnenblumenöl ist OK, Olivenöl ist aber auch meine Wahl. Einfach, weil es besser schmeckt. Ich habe auch mal Sesamöl und auch mal Distelöl genommen, egal, Hauptsache BIO, Hauptsache, es ist ein wirklich gutes Öl.
      Olivenöl wird nicht ganz weiß, da brauchst Du Dir keine Gedanken machen. 15 Minuten sind auch OK. Ich mache es meist zwischen 15 und 30 Minuten und dann ab mit dem Zeug in die Toilette.

      Warum auf nüchternen Magen und warum morgens? Beides hängt zusammen. Über Nacht isst Du nichts und viele werden Dir bestätigen, am Morgen so einen “blöden Geschmack” im Mund zu haben. Die Gifte sammeln sich in der Mundhöhle und werden dann mit dem Essen wieder in den Körperkreislauf zurückgeschickt. Vor dem Essen hast Du also die größte Chance, viele zu erwischen.
      Und alle Gifte, die Du ins Öl bekommst, fehlen schon dem “ewigen Kreislauf” im Körper. Es geht ja vor allem um die fettlöslichen Gifte. Die wasserlöslichen Gifte scheidest Du sowieso aus, vor allem, wenn Du sehr viel trinkst. Aber die fettlöslichen Gifte erreichst Du eben nur mit Fett, mit Öl.

      Weiter so!

      Herzlichst
      TOM

  2. Hallo liebe Ölzieher,

    heute kam ich zufällig auf diese Seite. Ölziehen ist eine super Sache und Thomas beschreibt es sehr gut.

    Gerade für Menschen, die Ölziehen gerne praktizieren würden, dies jedoch wegen dem Ölgeschmack nicht können, habe ich eine tolle Alternative- nämlich das Zahnöl! Ihr findet es auf meiner website

    http://www.vitawell-ringana.de

    unter Frische Kosmetik, Waschpflege, Zahnöl.

    Das angenehme am Zahnöl ist, dass es mit natürlichen Kräuterauszügen versetzt ist und dadurch sehr wohlschmeckend ist. Und es ersetzt gleichzeitig die Zahnpasta (nicht jedoch die Zahnbürste) – Öl statt Schaum, Natur statt Chemie ……

    Ich verwende seit fast 10 Jahren nur noch das Zahnöl, morgens und abends, und zwischendurch mal ein Tropfen für einen frischen Atem – sensationell!

    Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung:

    Cornelia Meyer, www. vitawell-ringana.de

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