Mail-Splitter …

Mein Freund Wolfgang Bernath hat mir eine Mail geschickt über eine Läuferin, die den berühmten Himalaya-Marathon gelaufen ist. Ich finde den Bericht interessant und lehrreich, aber lies bitte selbst …

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Westerwälderin nimmt am höchstgelegenen Marathon der Welt teil – Extremlauf im Himalaya als eigenes Geschenk zum 60. Geburtstag

Brigitta Biermanski aus Steimel (Kreis Neuwied) kann das Laufen nicht lassen. Mal sind es nur zehn Kilometer, mal legt sie pro Tag gleich zwei Marathonstrecken zurück. Beim Trans-Europa-Marathon zwischen Lissabon und Moskau im Jahr 2003 brachte sie 4600 Kilometer in nur 64 Tagen hinter sich. Pünktlich zu ihrem 60. Geburtstag in diesem Jahr machte sie sich ihr eigenes und ganz besonderes Geschenk: die Teilnahme am Mount-Everest-Marathon, nach Angaben der Veranstalter der höchstgelegene Lauf der Welt über die klassische Distanz von 42,195 Kilometern.

„Dieser Marathon war wirklich mit Extremen verbunden“, berichtet Biermanski. Man müsse es nur wollen, dann könne man es schaffen, war ihre Zielvorgabe. „Da spielt eine gesunde Psyche eine wichtige Rolle“, sagt sie selbstbewusst.

Nach der Landung im nepalesischen Lukla, mit 2840 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchstgelegenen Flughäfen der Welt, sei die Stimmung der Teilnehmer zunächst noch gut gewesen, erzählt die Extremsportlerin. Doch kurze Zeit später hätten sich bei den ersten Mitläufern aufgrund der dünnen Luft bereits erste Übelkeitsgefühle eingestellt.

Es folgte ein 14-tägiger Trekking-Marsch vom Flughafen aus zum eigentlichen Startort des Marathons, dem Mount-Everest-Basiscamp in 5300 Meter Höhe. Mehr als 2500 Höhenmeter mussten dabei überwunden werden. Der Weg führte über Geröllstrecken und vereiste Pisten. So mussten unter anderem mehr als 18 Kettenbrücken überwunden werden, die über tiefe Schluchten führten. „Mir machte das nichts aus“, berichtet Biermanski. Sie sei absolut frei von Höhenangst. Auch sonst habe sie nicht mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt.

Bei einigen Teilnehmern war dies anders. Je höher die Gruppe kam, desto stärker wurden die Beschwerden. Nachts sanken die Temperaturen bis auf minus 20 Grad. Geschlafen wurde in Hütten oder Zelten. Eimer, die im Schnee eingelassen wurden, dienten als Toiletten.

„Einige klagten über Atemnot und Husten, andere bekamen aufgrund der Höhe Kopfschmerzen und Brechdurchfall“, erzählt Biermanski. Sie wisse nicht, ob dieser eine medizinische Ursache hatte oder ob es nicht ganz einfach „die Angst war, hier heil wieder runterzukommen“.

Von manch einem sei bereits zu diesem Zeitpunkt das Ziel, am eigentlichen Marathon teilzunehmen, aufgegeben und der Rückmarsch ins Tal angetreten worden, sagt Biermanski. Sie selbst sei noch topfit gewesen und habe es sich nicht nehmen lassen, am letzten Tag des Anmarsches den Gipfel des 5545 Meter hohen Kala Patthar zu besteigen. „Von hier aus gibt es einen einmaligen Blick auf das Mount-Everest-Massiv“, schwärmt sie.

Beim eigentlichen Marathon starteten dann noch 113 Läufer, von denen 86 schließlich das Ziel erreichten, darunter auch Biermanski. Mit einer Zeit von etwas mehr als zehn Stunden legte sie als beste Europäerin die extreme Marathonstrecke zurück. „Ich würde es jederzeit gerne wiedermachen“, blickt sie zurück.

Für das laufende Jahr hat sie sich vorgenommen, noch an dem einen oder anderen Marathon in Deutschland teilzunehmen. Aber ein solcher Straßenlauf sei ja ohnehin nur „larifari“, sagt die 60-Jährige.

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2 Kommentare zu “Mail-Splitter …

  1. Lieber Tom,
    interessante Sachen hast Du da zusammengestellt, die werde ich mir mal in aller Ruhe anschauen. Wo Du die nur immer her hast… 🙂
    Hoffentlich laufen wir bald mal wieder zusammen!
    Liebe Grüße, auch an Gabi
    Wolfgang

    • Mit Dir erneut zu laufen, lieber Wolfgang, lieber Laufkollege und Freund, wäre auch für mich eine große Freude.
      Aber wir sind dieses Jahr schon zwei Mal gemeinsam gelaufen. Erst in Bad Neuenahr beim Staffel-Marathon, dann in Dernau am wohl heißesten Wochenende des Jahres bei dem eher kleinen Lauf durch die Weinberge.

      Besonders in Erinnerung sind mir aber die beiden Läufe in Schwäbisch Gmünd („Schwäbische Alb Marathon“) und vor allem in Sondershausen („Unter-Tage-Marathon“).

      Dort werde ich dieses Jahr im Dezember erneut mein Glück versuchen, vielleicht mit Dir… ?

      KEEP ON RUNNING

      TOM

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