Alles Mainz!

Wenn ich schon Geschichten und Geschichtchen vom SwissJuraMarathon schreibe, dann dürfen zwei nicht unerwähnt bleiben:

Antje und Achim Knacksterdt.

Achim ist schon lange ein lieber Lauffreund gewesen. Wir sind zum ersten Mal beim 65km langen Eisweinlauf von Offenburg nach Baden-Baden zusammen gelaufen. Fasziniert haben mich dabei von Anfang an seine Marathonzeiten: unter drei Stunden!

Als bekennende Marathonschnecke mit einer Bestzeit von 3:38:30 Stunden ist es unvorstellbar, dass jemand in meinem Umfeld, der auch ungefähr so alt ist wie ich, solche Zeiten läuft!
Daraus entwickelte sich eine langjährige Lauffreundschaft, die im gemeinsamen Ziel „SwissJuraMarathon 2009“ gipfelte.

Antje, seine kluge Frau, kennt jeder der vielen SMJ-Läufer: sie war Supporterin bei der 3. Verpflegungsstelle und hat sich stets liebevoll um die einzelnen Läufer gekümmert.

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Die Hinreise nach Genf durfte ich mit den beiden erleben, da war viel Zeit zum Reden und planen. Ich war sehr froh über das Angebot, mit den beiden diese Autofahrt zu machen und eben nicht wie geplant den Flieger zu nehmen. Das dauerte zwar erheblich länger, dafür war schon das Problem gelöst, wie ich vom Genfer Flugplatz zur ersten Übernachtung nach Saint-Cergue komme. Es hat sich dabei gezeigt, dass das weiter war, als ich dachte.

Für mich hatte diese „Dreier-Beziehung“ einen weiteren Vorteil: wenn ich irgendwann einmal von meinen Etappen zurück kam, hatten Antje und Achim meist schon mein Gepäck gesichert, hatten mir eine Matratze reserviert – so einen Service hätte ich bei anderen Etappenläufen gerne wieder!

Nur ein Mal, am Mittwoch, bei der 4. Etappe, durfte ich mich revanchieren. Achims schwächster Tag und mein bester Tag fielen zusammen, wie Weihnachten und Ostern auf einen Tag – und ich kam vor Achim ins Ziel. Das war meine Chance, für die beiden die Matratzen zu platzieren und das Gepäck zu betreuen.

Achim hatte sich am Vortag bei einem Sturz eine Rippe gebrochen. Das war zumindest seine eigene erste Diagnose. „Es hat richtig gekrackt!“ sagte er zu mir. Und meine Leiden begannen ja erst am Donnerstag, also einen Tag später. Alles passte und ich war schneller als Achim! Hurra!

Aber ich durfte nicht mehr allzu viele Witze machen, die gebrochene Rippe tat immer weh, wenn ich Achim zum Lachen gebracht habe. So richtig ernst bleiben ist aber nicht meine Stärke. Und spätestens, als meine Sehnenscheiden-Entzündung aufkam und ich zu Achim sagte, dass ich bis dahin immer dachte, eine Sehnenscheiden-Entzündung gäbe es bei Männern nur im rechten Arm, musste er sich halten vor Lachen und es tat höllisch weh.

Antje und Achim stammen aus Mainz und sind Mainzer mit Haut und Haar. Dazu gehört natürlich auch eine Dauerkarte bei den 05ern im Mainzer Stadion. Ich finde Mainz 05 auch ohne „Kloppi“ einen tollen Verein, das verbindet. Fußball ist ja sowieso mein Thema, also gingen uns die Gesprächsthemen nie aus.

Ganz am Ende, im Ziel in Basel, haben die Mainzer dann noch einmal bewiesen, dass Mainzer etwas ganz Besonderes sind: eine große Delegation von 6 Läufern machten sich auf den Weg, ihre Helden des SwissJuraMarathon in Basel zu begrüßen. „DIE BRETZELWETZER“ heißt diese Laufgruppe und „DIE BRETZELWETZER“ haben bewiesen, dass Mainzer die ihren nie alleine lassen!

Nach der Rückfahrt von Basel nach Mainz ging es schon einen Tag später für Antje, Achim, deren Tochter Hannah und deren Freundin wieder Richtung Genf – in den Urlaub. Gerne rufe ich Euch zu:
„Schönen Urlaub, danke für die gemeinsame Zeit und spielt zu viert eifrig Skip-Bo – nur nicht allzu viel laufen!“

skipbo

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2 Kommentare zu “Alles Mainz!

  1. Es macht Spass, deine kleinen Geschichten rund um den SJM zu lesen…so erfahr ich wenigsten wieder etwas über dich ;-)… es ist schon toll was du dabei alles so erlebt hast…. aber komisch , das mit der Sehnenscheiden-Entzündung bei Männern hab ich nicht verstanden…. erklärst du es mir mal irgendwann 🙂 ????????

    Lieben Gruß von deiner Fee !!!

    • Etwas über mich … na ja, das mit der Sehnenscheiden-Entzündung im rechten Arm verstehe ich auch nicht wirklich.
      Aber wir können das ja in Berlin mal diskutieren …

      Schön, dass Du so aktiv meinen kleinen BLOG begleitest.
      Wir werden wohl nie wirklich weit von einander entfernt sein, oder?

      Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin … !

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