Davos K78 – da wo’s schön ist!

K78, C42, K42, K31, K21, K11, dazu noch Walk K11 und Mini A, Mini B und Mini C
… so viele Zahlen!

Und gleich noch eine: die 75!

Davos

An den legendären Lauf in Davos habe ich eigentlich keine guten Erinnerungen.
Im Vorjahr war ich für den K78 angemeldet, aber ich wurde eine Woche davor beim Nachtlauf Baiersbronn nach Baden-Baden krank, richtig krank.
Von Versorgungsstelle zu Versorgungsstelle wurde es schlimmer, ich wurde schlapper, die Augen wurden glasiger und das Fieber stieg.
Getröstet hat mich nur der Umstand, dass ich mal wieder mit meinem Lauffreund Dirk Joos laufen durfte. Da er am Bodensee wohnt und zudem meist eher kürzere Rennen absolviert, ist es eher selten, dass wir uns live beim Laufen sehen.
So bleibt mir nur, ihn aus der Ferne zu beobachten, seine ständig neuen persönlichen Bestzeiten zu bewundern und zu hoffen, ihn hin und wieder irgenwo zu treffen.

Ein weiterer Motivator war, dass ich bei diesem Lauf nach Baden-Baden den „Cool Runner“ Bernie Conradt kennen gelernt habe. Und gleich haben wir uns schon zu Beginn des Laufs für Davos K78 verabredet.

Aber meine Krankheit war so schlimm, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Drei Tage musste ich anschließend im Bett verbringen und ich blieb schwach bis Davos.
Mein Büro und alle Freunde rieten mir dann dringend, auf den Start in Davos zu verzichten und ich stimmte zu. Am Freitag Nachmittag, also direkt vor dem Lauf, war ich dann dabei, meine gepackten Laufsachen wieder auszupacken, als sich Träne um Träne aus den Augen schlich. Da wusste ich, dass ich einfach starten muss.

Also fuhr ich um 16 Uhr los Richtung Davos und erreichte Davos kurz vor Mitternacht. Ich glaube, ich habe das letzte freie Zimmer bekommen, nachdem mir ein Mitarbeiter der Reception eines großen Davos Hotels einen Tipp gegeben hat. Das letzte Zimmer, bezogen endlich um 0.30 Uhr, aufstehen um 5 Uhr!
Viel Geld für wenig Schlaf, aber ich war glücklich. Und das TURMHOTEL hatte ein Läuferfrühstück mit Nudeln und Tomatensauce und allem, was das Läuferherz erfreut.

Beim Start ging es mir noch gut. Schon bald fand ich Bernie Conradt und dort lernte ich auch Kurt Süsser kennen, den ich dann spätestens beim TransAlpineRun 2008 (TAR) noch viel besser kennen und schätzen gelernt habe. Ich schloss mich den beiden an, bis zu der „Stelle der Entscheidung“ kurz vor dem km 30. Da geht es nach links ab in die Berge. Ich fühlte mich schwach und hatte Angst, noch nicht wieder fit zu sein, die Zeitlimite nicht zu schaffen oder sogar ein echtes körperliches Problem zu bekommen.
Da geht es nach rechts das Tal entlang, das ist der C42, die Versuchung. Ich bin ihr erlegen. Geärgert habe ich mich aber spätestens im Ziel, weil ich in einem kleinen Dörfchen ohne Atmosphäre ankam, mit dem Züglein wieder nach Davos gebracht wurde und das schönste des Davoser Laufs, den Einlauf ins Stadion, nicht erleben durfte.
Und mir fehlten die Höhenmeter für das Training für den bald folgenden TAR, auch etwas, was mir Sorgen machte.

Diesem Umstand ist zu verdanken, dass ich das GONDO EVENT kennen gelernt habe. Genau eine Woche später und der schönste Lauf, den ich in 2008 gemacht habe. Viele Läufer des folgenden TAR waren da und ich konnte die Höhenmeter in die Beine bekommen, die mir eine Woche zuvor in Davos abgegangen sind. Für mich war das das große Glück und ich bedauere, dass ich dieses Jahr dort nicht mehr dabei sein kann. Wirklich schade!

Der legendäre Berglauf in der Schweiz

Der legendäre Berglauf in der Schweiz


Und dieses Jahr? Die Geschichte wiederholt sich. Wieder habe ich glasige Augen, ich huste sehr viel und ich schwitze in der Nacht drei Garnituren Nachtwäsche durch.

Ob mich das wieder den K78 kostet?

Aber eines weiß ich sicher: wenn ich mir den K78 nicht zutraue, dann starte ich nicht in Davos, sondern in Bergün.
Dort startet der K42, eine Marathon wie der C42, aber eben gebirgig und wunderschön – und der Zieleinlauf findet auch da im Davoser Stadion statt.

Ich will, ich will, ich will!

Mal sehen, wie ich mich entscheide. Leider werde ich Dich vermutlich lange nicht darüber informieren können, weil meine liebe Familie und ich direkt im Anschluss an den Zieleinlauf weiterfahren nach Istrien / Kroatien, um den Urlaub dort zu verbringen. Kein Asien, kein Amerika, mal wieder Europa.

Ob ich dort häufig online gehen kann und will?

Was aber war mit der Zahl 75?

Na ja, Davos wird ein kleines Jubiläum sein, es ist mein 75. Marathon und länger … ach was, jetzt schon?

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