23:23 am 23.

Nachdem ich ja gestern den langen Lauf „geschwänzt“ habe, haben meine Frau Gabi, mein Triathlon-Sohn Pascal und ich uns entschlossen, noch am kurzen ABTEI-LAUF in Brauweiler teil zu nehmen.
Die 10 Kilometer Distanz konnten wir nicht laufen, weil Gabi einen Anschlusstermin hatte. Also nur die kurze Distanz von 5 Kilometern. Wie ich die Kurzstrecke hasse!

Pascal Ruppichteroth

Pascal auf der Strecke zur persönlichen Bestzeit (19:02 Min. auf 5.000 Mtr.) in Ruppichteroth 2009 (Archivfoto)

Zwischen den 171 Kilometern des KÖLNPFADS und den 166 Kilometern des UTMB eben mal ein kurzer Lauf, der mir zeigen soll, dass ich einfach nicht mehr schnell sein kann.

Der Lauf begann schon wenig verheißungsvoll. Nicht nur, dass ich das Startband, die GARMIN Uhr, das Singlet, die Brille und die Kappe vergessen habe, ohne die ich wirklich selten unterwegs bin, es war auch mal wieder vor allem eines, nämlich heiß, sehr heiß sogar! Aber im Hinblick auf den MdS muss ich ja froh sein um jeden Lauf in der Hitze, oder?
Und es ging wenig verheißungsvoll weiter. Nach dem Aufwärmen waren die vorderen Startplätze alle belegt, rappelvoll war es da vorne. Glücklicherweise hat Pascal einen Platz an der Sonne erobert, das hat mich sehr gefreut, weil für ihn dieser Lauf naturgemäß wichtiger war als für mich.
Also von hinten starten. „Dann aber wirklich ganz von hinten“, dachte ich mir und tippelte so langsam los, dass noch vor der ersten Startzeitnahme alle anderen vor mir waren.

Das Hauptproblem des Laufs war gleich nach etwa 50 Metern der Knick nach rechts. Und dann folgten enge und volle Wege im Stadtpark. Es staute sich schon in der ersten Kurve und ich musste immer wieder den Körper einsetzen, um ein kleines Stück weiter nach vorne zu kommen. Etliche Ellenbogen hatte ich im Gesicht oder auf der Brust gefühlt, aber ich kam nach vorne, sukzessive, Stück für Stück.
Und ich rief: „Mitte!“ oder „Rechts!“, wenn ich passieren wollte.

Es war ein Lauf über zwei Runden mit jeweils 2.500 Metern. Mitte der ersten Runde wurde die Situation mit den vollen Wegen erträglicher, das Feld zog sich zunehmend auseinander und die zweite Runde war dann fast ohne Behinderungen zu laufen. Aber wegen des holprigen Starts, der verlorenen Zeit am Anfang und der Motivationsprobleme für diesen kleinen Lauf brauchte ich deutlich länger, als ich es erhofft hatte.
Ich wollte unter 21 Minuten bleiben, das war aber nicht drin heute.

Mein Trost ist, dass Pascal, der schon zwei Mal die 5.000 Meter in 19:02 Minuten gelaufen ist auch mehr als eine Minute hinter „seiner“ Zeit geblieben ist. Trostreich war zudem, dass ich immerhin noch einen 40. Platz erlaufen konnte und sogar 3. Sieger der Altersklasse M45 geworden bin, bei insgesamt rund 220 männlichen Teilnehmern ein akzeptables Resultat. Das trägt mich dann am Freitag Abend locker und leicht auf die bescheidenen Anhöhen des MontBlanc.

Lustig fand ich aber dann die Endzeit, auf der bei mir die offizielle Uhr des Veranstalters stehen geblieben ist: 23 Minuten, 23 Sekunden – und das am 23. August!

Abtei-Lauf

Als dann einige Minuten später Gabi eingelaufen kam, da war auch sie mehr als eine Minute hinter ihrem Zeitziel zurück geblieben. Für uns drei war es also der Tag der verlorenen 75 Sekunden, 15 Sekunden pro Kilometer, ganz schon viel!

Pascal erreichte insgesamt einen hervorragenden 7. Platz von allen, aber ich wei ja längst, dass ich zu ihm den Anschluss längst verloren habe, zumindest auf der Kurzstrecke. Sein Sieg in der Altersklassen-Wertung war ja fast schon erwartet worden. Chapeau, junger Mann, weiter so!

Auch Gabi kann mit ihrem 5. Platz in der AK W45 zufrieden sein, ein schönes Event also für den läuferischen Teil der Familie.

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