Molekularküche als Messe-Event …

Am Dienstag Abend waren meine Frau Gabi und ich eingeladen auf die „Citroen Connaisseur Lounge“ in der Halle 8 auf der IAA in Frankfurt.

Eine "Connaisseur Lounge" zum Relaxen!

Eine "Connaisseur Lounge" zum Relaxen!

IAA? Ich war noch nie auf dieser Messe gewesen und ich war sehr erstaunt, was da so alles angeboten wird. Von Krise jedenfalls war keine Spur zu sehen.
Ein von Brabus getuntes Mercedes G-Klassemodell für unglaubliche 535.000 EUR hat mich dabei am meisten entsetzt.

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Aber alles andere als entsetzlich war das, was uns dort auf der „Citroen Connaisseur Lounge“ kredenzt wurde. Es war ein Erlebnis für viele Sinne, für die Augen, die Ohren und nicht zuletzt auch für den Geschmack. Diese Kochrichtung „Molekularküche“ wurde eigentlich vor 15 Jahren in Spanien erfunden und bekommt hier immer mehr Anhänger. In Spanien heißt diese Art der Küche auch Avantgarde Küche“, ich finde, das klingt einfach besser als der technische Begriff „Molekularküche“, der in Deutschland verwendet wird.

Grundsätzlich wird bei dieser Art von Küche versucht, Aggregatszustände von Speisen anders zu verändern als gewöhnlich. Dabei erinnert der Einsatz von Spritzen durchaus auch an die Drogenabhängigen auf dem Bahnhofsklo. Hier werden flüssige Dinge beim Erhitzen fest, andere Leckerchen werden in Stickstoff in Sekundenschnelle geräuchert, da gibt es einen luftigen Schaum, der in der Optik an die heimische Badewanne erinnert, aber lecker nach Bacardi schmeckt. „Bacardiluft“ wurde das dann genannt.

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So gab es eine klare Steinpilz-Consommé mit molekularer Petersiliennudel aus der Spritze, in Assamtee geräuchterter Mozzarella mit Feigenwürfeln und Tomatengelee, um nur ein paar Leckereien der „Molekularküche“ zu nennen.
Wirklich faszinierend aber war der Blütenzauber, eine Variation verschiedener besonderer Wildkräuter (Apple Blossoms, Majii Leaves, Oyster Leaves, Pinocchio Leaves, Szechuan Buttons, Szechuan Cress und Honey Cress). Super schön anzusehen und ein Geschmack … vom Feinsten. Ein Blatt, das tatsächlich wie eine Auster schmeckt, Blüten, die stark nach grünen Äpfeln schmecken und Kresse, die nach scharfem Wasabi-Meerrettich schmecken. Genial!

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Aufgelockert wurde der Abend durch „Hot Sax“. Vier hübsche Saxophon-Spielerinnen der Gruppe „Hot Sax Club“ ließen uns träumen, am Tisch oder an der gut sortierten Cocktail-Bar. Die größte Überraschung für mich aber war, dass die Köche gewissermaßen Nachbarn sind. Sie kommen aus dem Leverkusener „Restaurant Schloss Morsbroich“ und betreiben „nebenbei“ noch die „KIRBERG Catering“.

Gut gekocht, Jungs, Ihr werdet mich wiedersehen!

Edit am 07.02.2011: Vincent Schmalbach betreibt eine Webseite, auf der es ein kostenloses eBook zum Thema „Molekulare Küche“ zum downloaden gibt. Schau Dir das doch einfach mal an … http://molekulare-kueche.biz

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