Wirklich keine Petitesse: der „La Petite Trotte à Léon“!

Vorgestern war der letzte Tag der Einschreibung für den „PTL“, für den „La Petite Trotte à Léon“ gewesen. Ursprünglich sollten sich maximal 60 Teams aufmachen, die Umrundung des Mont Blanc in der schwierigeren Version zu versuchen, aber die Veranstalter haben die Teilnehmergrenze auf 80 Teams erhöht.
Ein Glück auch für uns, weil es die Chancen, dass Carsten Quell, Bob Lovegrove und ich dabei sein dürfen, erhöht. Am Vorabend des letzten Einschreibetags waren 64 Teams gemeldet, also gehe ich davon aus, dass wir auf dieses Mega-Event hintrainieren dürfen.

Mindestens zwei andere Teams aus dem Freundeskreis werden dabei sein: Eric Türlings, der Veranstalter des Keufelskopf Ultras, des „K-UT“, wird mir zwei Saarländern starten und Jens Vieler, der Veranstalter der „TorTOUR de Ruhr“, wird mit Wolfgang Olbrisch und einem dritten Läufer ebenfalls ein Team stellen. Natürlich laufe ich neben dem „K-UT“ auch die „TorTOUR de Ruhr“, genug Gelegenheit also, über den „PTL“ zu diskutieren und Strategien zu besprechen, die dann sowieso nicht funktionieren, denn eines ist sicher: am Berg ist jedes Team für sich alleine!

(Klicken zum Vergrößern!) Die Strecke des PTL 2010

Ein Lauf, der in etwa so viele Höhenmeter zu bieten hat wie diese Erde ingesamt von den Tiefen des japanischen Grabens bis zu den Höhen des Mount Everest – und das verteilt auf 240 Laufkilometer – wird mir sicher alles abverlangen, wird alles von mir nehmen, aus mir herausnehmen. Vielleicht auch mehr. Viel mehr.

Aber Carsten, Bob und ich haben auch viel zu geben. So werden wir aus diesem Lauf, aus diesen 3x 240 Kilometern, aus diesen 3x 18.000 Höhenmetern einen Spendenlauf machen. Wahrscheinlich für UNICEF. Oder für eine andere Organisation, die sowohl in Kanada, in England als auch in Deutschland einen guten Ruf hat und die diese Welt ein wenig besser machen will, als sie ist.
Also wird jeder Schritt für einen guten Zweck sein und die Muskelverhärtung in den Oberschenkeln, die ich wahrscheinlich wie beim TransAlpineRun 2008, dem SwissJuraMarathon 2009 und dem UTMB 2009 wieder bekommen werde, wird mich während der 100 Stunden, die wir für diesen Lauf Zeit haben, permanent daran erinnern, dass wir uns und anderen an diesem verlängerten Wochenende im August etwas Gutes tun wollen.

Etwas Gutes sollen aber auch unsere Augen bekommen. Schon im August 2009 habe ich mich in den Anblick des Mont Blanc verliebt, bei Ski fahren in La Plagne sah ich den „weißen Riesen“ wieder ganz nah vor mir stehen. Erfurcht und Respekt muss diesem Berg gezollt werden und Du wirst Dir Deiner Bedeutungslosigkeit bewusst, wenn dieser Berg, dieses Massiv aus Dutzenden von hohen und höchsten Bergen, auf Dich hinabschaut.
Und nun darf ich mir diesen Berg gleich 100 Stunden lang ansehen – aus allen Perspektiven! Was wird das für ein Erlebnis sein!


Aber nach dem UTMB 2009 und hoffentlich dem PTL 2010 will ich noch etwas anderes, noch etwas Neues von diesem Berg: ich will ihn besteigen. Ganz hinauf auf den Gipfel!
2011 – vielleicht mit Dir?

Zwar gehört er nicht zu den „Seven Summits“, aber zumindest früher wurde er in Westdeutschland als „höchster Berg Europas“ bezeichet. Erst der Mauerfall und die objektivere Sicht der Geographie Europas hat ihn auf Platz 2 abrutschen lassen und er musste den Spitzenplatz der höchsten Berge Europas dem Elbrus überlassen. Aber auch da streiten sich die Geographen der Welt, ob der Elbrus nun asiatisch oder europäisch ist.
Zu den „Seven Summits“ jedenfalls gehört der Elbrus für Europa dazu – macht aber nichts. Der „weiße Riese“, der Mont Blanc, der will bestiegen sein.
2011.
Ein Ziel.
Mein Ziel.

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3 Kommentare zu “Wirklich keine Petitesse: der „La Petite Trotte à Léon“!

  1. na dann Glückwunsch zur Teilnahme und viel Erfolg
    und natürlich die erforderliche Gesundheit
    Grüße aus dem verschneiten Sauerland
    bitte auch Grüße an Deine Frau
    Günter

    • Günter, mein lieber Freund, schön, dass Du Dich hier mal meldest.
      Ich hoffe sehr, es geht Dir wieder besser … Dich nicht bei den Marathons und Ultras dieser Welt zu sehen gibt mir immer einen Stich, ein Verlust wäre es schon, wenn Du nicht mehr Teil unserer Laufgemeinde wärst.

      Ich bewundere Dich nicht nur wegen Deiner rund 300 Marathons, die Du hinter Dir hast, sondern auch wegen Deiner Geduld. Noch immer denke ich mit Ehrfurcht daran, wie Du in Belgien meine Gabi auf die Marathonstrecke „gesungen“ hast. Und sie ist den Marathon gerne gelaufen – und sie ist ihn mit Dir gut gelaufen, ich glaube, es war ihr schnellster Marathon bislang, obwohl er eher hügelig und nicht bestzeitenfähig war.

      Alles Liebe ins verschneite Sauerland. Und lass`Dich bitte beim Start der TTdR 230 an der Ruhrquelle sehen. Ich bestehe darauf!

      TOM

      • Ja, lieber Thomas, es hört sich so schön an, 100 Mara/Ultras in einem Jahr, aber was war dann?

        Ich musste in 2008 beim TG unbedingt meine Zeit aus dem Vorjahr verbessern, 18 Tage mehr oder weniger Vollgas, habe aber übersehen, dass ich im Vorjahr schon viele gelaufen war und für einen fast 60jährigen, schweren Läufer oft zu schnell war.
        Seit Beginn 2009 habe ich dann zwangsgepaust, mit allen Diagnosen und Behandlungen, die sinnvoll erschienen.
        Einen Teil haben wir schon geheilt, wie es scheint, musste leider viele schöne, auch gebuchte Läufe absagen, habe es dann mal wieder ab September 09 mit Wettkämpfen versucht, auch viel langsamer und jetzt trainiere ich wieder fleißig, wenn auch nicht schmerzfrei.
        Ich schaue voller Begeisterung auf Eure Vorhaben und bin, na ja, vielleicht sogar ein wenig traurig, dass da Läufe dabei sind, welche ich nicht mehr finishen kann.
        Trotzdem möchte ich nicht bei 348 stehen bleiben, will zu meinem 60. Geburtstag doch wieder eingreifen und in England laufen, ich bin auch wieder für Limburg gemeldet und hoffe, doch den 400. in diesem Jahr zu finishen.
        Dir wünsche ich natürlich viel Spass bei Deinen Unternehmungen, ich hoffe, Du bleibst ohne Verletzung.

        Auch viele liebe Grüße an Gabi
        Günter

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