Die Grafschafter Presse über die TTdR

TorTOUR de Ruhr: 230 Kilometer nonstop auf dem Ruhr-Radweg

(Klicken zum Vergrößern!)

Mancher, der 230 Kilometer mit dem Auto zurücklegen will, plant eine Ruhepause ein, nimmt ein paar belegte Brötchen mit und hofft, dass das Auto keine Panne haben wird.
Der Grafschafter Ultraläufer Thomas Eller lief diese Strecke mit 38 weiteren Extremläufern.

Gestartet wurde bei Winterberg an der Quelle der Ruhr und die 39 Läufer folgten dann stets dem Ruhr-Radweg. Insgesamt wurden 23 Städte und Gemeinden durchlaufen, darunter waren die Städte Olsberg, Arnsberg, Schwerte, Hattingen, Essen, Mülheim/Ruhr und Duisburg. Begonnen hat der Lauf am Samstagmorgen, den 22. Mai um 8 Uhr, Zielschluss war am Sonntag, 23. Mai um Mitternacht.
In Duisburg Rheinorange, wo die Ruhr in den Rhein mündet, kamen 23 Läufer an, 16 Läufer schieden aus, die Erste schon nach 69 Kilometern, die beiden Letzten nach 181 Kilometern.

Die brütende Hitze an diesem Wochenende erschwerte den Läufern den langen Lauf zusätzlich und der Umstand, dass nahezu alle Läufer sich wenigstens ein Mal verlaufen haben, demoralisierte einige Läufer zusätzlich.

Eller kam nach einem langen Umweg 34 Minuten vor dem Zielschluss als 19. Läufer ins Ziel. „Ich habe noch mindestens zwei Stunden durch das Verlaufen verloren,“ sagte Thomas Eller. „Aber wer fragt danach? 230 Kilometer am Stück ist mein neuer Rekord bei Nonstop-Läufen und nur das zählt!“

Daran, wie schön der Ruhr-Radweg ist, denkt Eller noch immer und irgendwann will er den Radweg auch mal auf dem Fahrrad erfahren. Besonders der Teil in und um Essen herum hat dem Grafschafter Läufer gut gefallen. „Am Baldeneysee war die Hölle los,“ so Eller. „Bei dem sonnigen Wetter waren die Wege rund um den See voll mit Wanderern, Inlinern, Bootfahrern, Sonnenanbetern und Biergarten-Genießern.
Immer in Erinnerung wird Eller bleiben, wie interessiert die Fahrradfahrer auf dem Ruhr-Radweg an den Läufern waren. Die häufig gestellte Frage: „Wie viele Kilometer haben Sie denn schon hinter sich?“ wurde stets brav beantwortet, die Antwort: „210 Kilometer habe ich jetzt, noch 20 Kilometer und ich bin im Ziel!“ wurde aber nicht von jedem geglaubt.
Andere, die sich schon über die Webseite www.tortourderuhr.de über diesen längsten Nonstop-Ultralauf Deutschlands erkundigt hatten, waren von den Läufern fasziniert. Manche haben auch davon geträumt, wie es wäre, so etwas „Verrücktes“ auch einmal selbst zu machen.

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3 Kommentare zu “Die Grafschafter Presse über die TTdR

  1. Ich für mich finde die Vorstellung, so lange zu laufen als nicht durchführbar vor. Daher meine absolute Bewunderung vor solch einer Leistung. Vielleicht komme ich da auch mal hin, aber zur Zeit unvorstellbar.

    Zuhause auf dem Sofa mit Kamillentee kann auch schön sein. Nein, nicht wirklich.

    LG Kay

    • Hallo Kay,

      vor einem Jahr hätte ich mir das lange Laufen auch noch nicht vorstellen können. Aber heute weiß ich, dass ich zwar auch mal einen Kamillentee auf dem Sofa brauche, aber ganz manchmal brauche ich auch die langen Läufe.

      Apropos „bewundern“: ich bewundere stets Deine Trainingskonstanz, Dein Lauftempo und die Begeisterung, mit der Du am Laufen bist. Unter dem Strich würde ich sagen: UNENTSCHIEDEN.

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