Der frubiase SPORT blog vom 2. August 2010

Ein Beitrag von Hauke König

Sind 560 km am Stück möglich?

Ich sage es ganz klar: Ich weiß es nicht, aber ich will es herausbekommen.

Deshalb laufe ich von Dresden nach Hamburg. Immer entlang der Elbe. 560 km nonstop, aber glücklicherweise nicht alleine. Dieses Experiment gehe ich zusammen mit den Ultraläufern Susanne Alexi aus Köln und Thomas Eller (Tom) aus der Grafschaft bei Bad Neuenahr an.
Unser Team komplettieren wird zudem auch Thomas Batteiger, der das Wohnmobil, das uns begleitet, fahren wird. Außerdem wird er uns bekochen, bemuttern, verhätscheln, filmen und fotografieren und alles dafür tun, damit wir uns auf die eine Sache konzentrieren können: Laufen, solange es geht.

Grundsätzlich sieht der Plan so aus: Tom, Susanne und ich laufen und Thomas fährt mit dem Wohnmobil parallel zum Elberadweg auf der Straße. Alle etwa 10-20 km treffen wir uns und können uns verpflegen. Sollte jemand schlafen müssen, was bei einer Gesamtlaufzeit von vier Tagen und drei Nächten sicher vorkommen kann, wird die Schlafpause im Wohnmobil eingelegt, wobei das Wohnmobil mit dem pausierenden Läufer zum nächsten Treffpunkt weiterfahren wird. Dort kann der Pausierende dann wieder zu den anderen dazu stoßen. Diese Regelung ist wichtig, weil die Versorgung der drei Läufer nur funktionieren kann, wenn wir beieinander bleiben. Über die Schlafpausen jedes Läufers wird akribisch Buch geführt werden.

Uns geht es aber auch darum, unsere eigenen Grenzen zu finden und deshalb wird es auf jeden Fall den Versuch geben, möglichst die komplette Strecke durchzulaufen. Ob das gelingt oder nicht ist im Grunde genommen sekundär. Die Aufgabe, die wir uns gestellt haben, ist ein Ausloten der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit jedes einzelnen von uns.

Wie weit können wir laufen? Das ist die Frage. Der Elberadweg von Dresden nach Hamburg wird uns die Antwort auf diese Frage geben.

Einen guten Zweck verbinden wir mit dieser Herausforderung ebenfalls. So sammeln wir für jeden gelaufenen Kilometer Spendengelder, die wir an den Verein „DUNKELZIFFER e.V.“ (www.dunkelziffer.de) weiterleiten werden. Dieser Verein hilft seit seiner Gründung im Jahre 1993 sexuell missbrauchten Mädchen und Jungen und ihren Vertrauenspersonen mit bundesweiter Erstberatung, Prävention an Schulen und Opferanwälten sowie Kindern im Großraum Hamburg mit Therapien.

Hilf auch Du mit: Es dürfen uns gerne viele Menschen ein Stück auf unserem langen Weg begleiten, die auf diese Art ebenfalls einen Euro pro Kilometer an den Verein „DUNKELZIFFER e.V.“ spenden wollen.
Start ist am Freitag, den 06. August um 06:00 am Theaterplatz in Dresden. Wir freuen uns auf euch!

Lauft mit, spendet mit, seid ein Teil unserer Mission!

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10 Kommentare zu “Der frubiase SPORT blog vom 2. August 2010

    • Hoffentlich … das wird die Aufgabe unseres „Hinternpuderers“ Thomas sein. Ich hoffe, das klappt alles.
      Ich werde versuchen, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, eben dass das Handy, das ich dabei haben werde, die richtigen Passwörter schon voreingestellt hat und solche Dinge.

      Ich freue mich sehr, dass wir jetzt schon zumindest zu Beginn und am Ende wohl nicht alleine laufen müssen. Das beruhigt und motiviert.

      Danke für Deine Zeilen, schön, dass ich wieder etwas von Dir gehört habe …

  1. Oh ja, das wird spannend –
    wie Christian habe ich ja auch schon „gefordert“, dass wir alle debei „auf dem Laufenden“ gehalten werden 😉
    Viel Erfolg, tolle Erlebnisse und die Kraft für das Vorhaben wünsche ich Dir!
    LG, Anke

  2. Pingback: Laufen in aller Frühe « stefanolix

  3. Wenige Minuten vor sechs Uhr kamen wir auf dem Theaterplatz an. Ein Pressefotograf hat dann vor dem Japanischen Palais noch Fotos von den drei Ultra-Läufern gemacht und eine reichliche halbe Stunde später ging es endlich los.

    Ich bin die ersten 11 Kilometer (links der Elbe) bis Niederwartha mitgelaufen. Dort war der erste Treff mit dem Begleitfahrzeug. Der Fahrer hatte schon die Radler nach uns gefragt 😉

    Die drei sind gut motiviert und in guter Stimmung. Es lief auch alles nach Plan. Nach der Brücke in Niederwartha sind sie ganz ruhig in Richtung Meißen gelaufen.

    Ich bin auf der (in Flussrichtung) rechten Elbseite zurückgelaufen, etwa 13 bis 14 Kilometer.

    Herzliche Grüße von den drei Verrückten und drückt alle die Daumen! Danke 😉

  4. Noch ne kurze Zwischenmeldung via Susanne@Handy: Gegen 15:00 uhr sind unsere Helden knapp 60km weit, immer noch guter Laune bei ab und zu leichtem Nieselregen aber angenehmen Temperaturen. Chemie und Lauftempo stimmen; was will man mehr 😉

    Bei genauerer Berechnung der Streckenkilometer haben sich Differenzen nach oben ergeben. Evtl. sind es gar mehr als 560km von Dresden bis Hamburg. Na mal sehen, wie sie die Nacht durchstehen und wo sie dann stecken.
    Grüss hin und zurück
    Jens

  5. Guten Morgen. Sonntag, 10:00 Uhr, kurze Zwischenmeldung vom Projekt „Sind 560 km am Stück möglich?“ (http://www.frubiase.de/blog/2010/08/sind-560-km-am-stueck-moeglich/) via Handy Hauke/Susanne:

    Die Vier sind müde, aber es geht ihnen prima. Das Wetter in Sachsen Anhalt ist super, die blühenden Landschaften beeindrucken…d schön, und die Stimmung am mittlerweile 3. Tag *sehr* gut 🙂

    Die Gruppe (3 Läufer, 1 Suporter im Wohnmobil) läuft nun auf Dessau zu. Nach heftigen Regenschauern in der ersten Nacht und Widrigkeiten mit der Logistik – Streckenfindungsproblemen in der Nacht, nicht fahrenden Fähren, Umleitungen, Kartenleseschwierigkeiten, fehlenden Wegmarkierungen uvm. – wird sich die Strecke von 560km wahrscheinlich auf 600+km verlängern („Verlaufer“ nicht mitgerechnet 😉

    Trotzdem wollen die Beteiligten an ihrem Plan festhalten, bis Hamburg durchzuhalten! Hauke will nach wie vor durchlaufen, Susanne und Tom begleiten ihn wie geplant bis Sonntag Abend Streckenweise. Ab Montag wird Hauke alleine weiter laufen und Susanne aller Voraussicht nach den Wohnmobilsupport übernehmen. Alles in allem werden sie aus o.g. Gründen ihren ursprünglichen Zeitplan nicht einhalten können. Um jedoch weiterhin für jeden gelaufenen Kilometer Spendengelder für den Verein „DUNKELZIFFER e.V.“ (www.dunkelziffer.de) zu sammeln und der Frage „Sind 560km möglich?“ auf den Grund zu gehen, wird der Zeitrahmen des Laufprojektes kurzerhand einfach verlängert. Nach momentanem Stand wird Mittwoch die Hamburger Stadtgrenze erreicht.

    Grüsse von allen Beteiligten. Ich drücke die Daumen 😀

  6. N’Abend,

    unsere Helden stehen ca. 33km vor Magdeburg – könnte die Nacht also noch erreicht werden, wenn die dunklen Wolken nicht alles wegspülen 😉

    VG
    Jens

  7. Montag – Tag 4. des Projektes „Sind 560 km am Stück möglich?“. News via Handy von Susanne:

    Tangermünde liegt hinter, Wittenberge 44km vor ihnen. Heute haben sich – wie geplant – Läufer Tom Eller und Fahrer Thomas vom Team verabschiedet. Susanne ist von der Läuferin zur Begleit-Crew mutiert und hat die Logistik mit dem Wohnmobil übernommen (neues Navi rulez!).

    Derweil rennt Hauke wie der geölte Blitz: Die letzten 4km in 5min/km und geplant ist, so lange wie möglich in die Nacht zu laufen. Susanne bekommt schon fast Schwierigkeiten vom Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt zu fahren und unterwegs alles herzurichten (Einkauf, Lebensmittel zubereiten, Wegfindung, etc) weil Hauke so fix eintrifft. Nach kurzen Pausen wir er ab jetzt sicher weniger Anlaufzeit benötigen, dafür aber auch weniger Ablenkung durch die weggefallenen Laufbegleitungen haben.

    Bis Hamburg sind es noch über 200km von einer auf mittlerweile über 640km angewachsenen Gesamtstrecke; Umwege, Umleitungen und nicht existente Fähren haben zusätzliche Kilometer beschert.

    Egal: Mittwoch in Hamburg einzutreffen ist weiterhin drin 😉

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