Kahtoola MICROspikes

„Kahtoola!“

Was auf den ersten Moment wie eine hawaiianische Begrüßungsformel klingt, ist etwas, das ich bis gestern noch nicht kannte, aber heute schon bestellt habe.
Regelmäßige Leser meines kleinen Blogs mögen mir verzeihen, dass ich gerade die Serie der Laufberichte über Hauke Königs 530 Kilometer-Lauf von Dresden nach Hamburg unterbreche, um ein freundliches „Kahtoola!“ in die Runde zu rufen, aber der PTL wirft seine Schatten voraus und beschäftigt mich zurzeit in jeder freien Minute.

Gestern habe ich angefangen, meinen Rucksack zu packen. Ich hatte die Wahl zwischen dem SALOMON Rucksack, den ich so liebe und dem RACELITE Rucksack mit Front-Container, den ich mir für den MdS gekauft habe. Zum Glück bin ich sehr vorsichtig mit dem Rucksack umgegangen, sodass ich ihn auch noch für den PTL verwenden kann. Letztendlich hat der Front-Container und damit die gleichmäßigere Gewichtsverteilung den Ausschlag gegeben, warum ich mich für RACELITE entschieden habe.

Ich habe viel gelesen in den letzten Tagen, die 36-seitige Anleitung über die Regeln der vier Bewerbe am Mont Blanc ( CCC, TDS, UTMB und PTL), die Mails von Michael Eßer und Jens Vieler und natürlich die vielen Mails meiner beiden Laufpartner Bob Lovegrove von der britischen Insel und Carsten Quell aus Kanada. Und da las ich, dass wir wohl ab 2.800 Metern Höhe mit Schnee und mit Schneefeldern zu rechnen haben.

Sofort dachte ich an den „Trail Verbier/St. Bernard“ und an die knapp zwei Kilometer Aufstieg über ein riesiges Schneefeld. Ich erinnerte mich, wie ich mich gequält habe, um Meter für Meter nach oben zu kommen, stets zwei Schritte nach vorne machend, während ich einen Schritt wieder zurück rutschte.
Und auf der anderen Seite des Berges ging es in einer gefährlichen Rutschpartie wieder nach unten. Der glatte Schnee unten, der stark prasselde Regen von oben, die schmale Spur im Schnee, die bestenfalls für einen Fuß reichte und die Erschöpfung machten den Weg nach unten zur Qual – Spikes hätte man haben sollen, dachte ich damals.

Nun aber hat sich Carsten „Kahtoola!“ gekauft. Danach musste ich natürlich gleich googeln. Und siehe da, „Kahtoola!“ ist keine hawaiianische Grußformel, sondern der Hersteller von auf den Schuh aufziehbaren Spikes, ideal für die Herausforderungen des PTL und dabei sehen diese MICROspikes auch noch richtig gut  aus:

(klicken zum Vergrößern!)

„Kahtoola für alle!“

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7 Kommentare zu “Kahtoola MICROspikes

  1. Tom,

    bin gespannt, ob wir die brauchen werden. Ich habe mich für die Hard-Core-Minimal-Gewicht-Variante im Rucksack entschieden, und nehme nur die Pflichtausrüstung sowie reichlich lange und warme Winterkleidung mit. Anders komme ich nicht auf ein erträgliches Rucksackgewicht und selbst dafür musste ich reichlich Gewichte stemmen in der Muckibude.

    Hoffe, ich verfluche diese Entscheidung nicht, sobald ich bergab unfreiwillig an die vorbeirodel‘ 😉

    Bis sehr bald
    Jens

    • Yep, mein Lieber,

      ich versuche auch, möglichst leicht zu bleiben. Eben bis auf die Spikes. Ich werde auf Travellunches verzichten und ausschließlich auf den Hütten essen.
      Und für „zwischendurch“ gönne ich mir Wasser mit Peronin. Das hat beim MdS gut geklappt.
      Für alle Fälle habe ich noch die hochkalorienhaltige Überlebenspackung des MdS dabei.

      Mit „reichlich langer und warmer Winterkleidung“ habe ich aber mein Problem. Ich will da sparen, was geht. Mal sehen, ob ich da zu „blauäugig“ bin.

      Am Ende wird es so sein: Du rutschst und ich friere!

  2. Wenn ich mich nicht irre, hat ein Bekannter die auch bei der letzten Brocken-Challenge getragen und konnte nur positives berichten.

  3. Hallo TOM,

    ich drücke Dir die Daumen, das Du die richtige Wahl triffst und nicht an falscher Stelle an Gewicht sparst. Bei „nur“ Schnee gehe ich davon aus, das vernünftige Trailschuhe genug „Grip“ haben.
    Ich würde selbst ungern frieren, daher nehme ich warme Klamotten mit.
    Ihr habt ja mitbekommen, das wir nun in „Bourg Saint Pierre“ eine 2. Möglichkeit der Dropbags haben, für den Fall das es kälter werden sollte.

    Bei der Brocken-Challenge hatte ich auch Spikes an und bin trotzdem auf einer spiegelglatten Fläche auf´s Kreuz gefallen und musste den Lauf abbrechen.

    Grüße
    Michael

    • Die Brocken-Challenge ist auch ein Ziel mit den Dingern. Mal sehen.
      Wenn ich nur wüsste, was „an der falschen Stelle sparen“ heißt. Ich werde wohl am Montag Abend noch eine Revision der gepackten Sachen machen, nachdem ich einen letzen Blick auf die Wetterseite von Chamonix im Internet gerichtet haben werde.
      Frieren ist doof, das stimmt. Ich hoffe auf meine Skinfit-Unterteile, auf eine enge Tight und einen Fleece-Pulli.
      Gedanken mache ich mir auch, dass das Zeug nicht schon im Rucksack nass wird. Regen von oben, Schweiß von hinten … ich werde einige Sachen einschweißen, denke ich. Aber auch das ist vorbei, wenn die Tüte mal geöffnet wurde.

      Die zweite Chance für ein Dropbag in „Bourg Saint Pierre“ ist natürlich klasse, aber ich befürchte, dass die schlechten Wetteraussichten diese Entscheidung ermöglicht haben. Und dann wäre der kleine Vorteil auch schon wieder keiner mehr …

    • Hallo Werner,

      ich denke, ich konnte etwas Gutes für Euch tun, in dem ich die Kahtoolas vorgestellt habe. Insbesondere wegen die Brocken Challenge im kommenden Jänner wurde ich hier oft angesprochen.

      Die Erfahrungen: so richtig viele Passagen, wo die notwendig waren, gab es leider nicht, eigentlich nur eine.
      Aber die Kahtoolas sind leicht anzulegen, leicht zu tragen und erfüllen ihren Zweck vollkommen.
      Ich hatte sie in einer Seitentasche des Rucksacks untergebracht, von wo aus sie schnell erreichbar waren.

      Auf jeden Fall war es ein guter Kauf!

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