Wer Du wirklich bist …

Der Jahresanfang ist auch immer eine Zeit, in der Du weniger läufst. Natürlich läufst Du im Training über schneebedeckte Wege, schon um Deine Grundlagenausdauer zu erhalten, aber die großen Lauf-Events fehlen und damit auch die Geschichten, von denen zu erzählen mir bei den einzelnen Läufen so wichtig iat, die Geschichten und Geschichtchen über die Menschen um mich herum, die aus dem eigentlichen Lauf ein echtes Ereignis, ein Erlebnis, machen. 

Der Jahresanfang ist also eher eine Zeit der Besinnung, des Nachdenkens und des Erinnerns an das, was Du im vergangenen Jahr an besonderen Texten gelesen, erhalten oder gefunden hast. Einen davon, einer, der mich sehr beeindruckt hat, habe ich mir in dieses Jahr 2011 mitgenommen, um ihn Dir heute zu zeigen.
Es ist eine Aufforderung an die Menschen um Dich herum, etwas von sich zu zeigen, Stellung zu beziehen und deutlich zu machen, wo man selbst steht, wo die eigene Position ist. Wofür Du bist und gegen was Du bist.

Diesen Textauszug liebe ich ganz besonders:
„Es ist nicht wichtig für mich, wo, was und mit wem Du studiert hast. Ich möchte wissen, was von Dir übrig bleibt, wenn alles Äußere von Dir abfällt.“


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Und somit ist der Text auch eine Aufforderung an mich, mich zu zeigen und darzulegen, wer ich bin, was mich antreibt und was mich bremst, warum ich mich manchmal quäle und warum ich manchmal mit Gewissensbissen einfach gar nichts tun will und dann heimlich alle anderen bewundere, die niemals einen Tag zu haben scheinen, an dem sie einfach zu gar nichts Lust haben.

Zeigen, wer Du bist, wofür Du stehst und gegen was Du bist …

Dabei fällt mir immer wieder meine Lieblingsgeschichte aus den Dale Carnegie Kursen ein:

In einem der vielen Bürgerkriege unserer Zeit rollen Panzer in ein kleines Dorf ein. Angsterfüllt weichen die Bewohner des Dorfes vor den Panzern zurück und säumen die Straße.
Nur eine alte Frau mit Krückstock stellt sich mitten auf die Straße und schwingt drohend ihren Krückstock gegen die Panzer.

Da kommt ein junger Mann und versucht, sie zu bewegen, diesen Protest aufzugeben. „Das bringt doch nichts,“ sagt er zu ihr.

„Das weiß ich selbst!“ antwortet die Dame. „Ich will denen nur zeigen, auf welcher Seite ich stehe!“

Ich wünsche Dir nicht nur für das Jahr 2011, dass Du immer weißt, wer auf Deiner Seite steht.