Wenn Marathon einfach nicht reicht

Rhein-Burgen-Weg-Ultralauf über 108 Kilometer und 4.000 Höhenmeter

Was ist schon ein Marathon über 42,195 Kilometer gegen die Leistung, die 19 laufbegeisterte Extremsportler am vergangenen Wochenende auf dem Rhein-Burgen-Weg vollbracht haben? Insgesamt 108 Kilometer und 4.000 Höhenmeter galt es für die Ultraläufer um die beiden Initiatoren  Thomas Eller und Achim Knacksterdt zu bewältigen.

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„Ein bisschen verrückt sind wir schon“, lautet der Tenor der Gruppe. Verrückt aufs Laufen halt, und das über alle Grenzen hinaus. Beginnend in Koblenz um 13.40 Uhr am Samstag, schafften es die ersten der 18 Läufer bereits um 8.50 Uhr am Sonntag ins Ziel nach Bingen. Vier stiegen unterwegs aus.

Ausgerüstet mit GPS und Stirnlampen stellten sie sich der Herausforderung, den Rhein-Burgen-Weg auch nachts zu laufen. Begleitet vom Rhein, als schwarzes Band ständiger Begleiter, ging es über Stock uns Stein. Über breite Wege, schmale Pfade und alpine Trails. Der Lauf war psychisch wie physisch eine große Herausforderung.

Viele der Läufer haben schon an ähnlichen Events teilgenommen. Besonders stolz sind die Organisatoren über die Teilnahme von Michael Irrgang, einem der Top-Langstreckenläufer Deutschlands.

Erschöpft, aber glücklich erreichten die Ultraläufer das Ziel in Bingen. „Wir haben unsere Grenzen kennengelernt“, zog die Gruppe ihr Resümee, „wir hatten optimales Laufwetter, eine super Strecke, drei tolle Verpflegungspunkte und motivierte Läufer“ sagte Thomas Eller zum „Trainingslauf unter Freunden“.


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-Tipp: Es muss ja nicht gleich ein solcher Gewaltmarsch sein. Aber Wanderungen am Rhein stehen hoch im Kurs. Spezielle Angebote dazu gibt es hier.

active-Info:
Romantischer Rhein Tourismus, Loreley-Besucherzentrum, St. Goarshausen, Tel.: 06771/9593819, www.rheinburgenweg.com, www.romantischer-rhein.de.

Der RBW – besser kann man ihn nicht beschreiben …

Im Forum „Trail Running“ auf „Wer-kennt-Wen“ (WKW) hat Thomas Hagel einen Kurzbericht über den RheinBurgenWeg-Lauf (RBW) geschrieben, den ich einfach unkommentiert weitergeben will.
Besser, finde ich, kann man diesen Lauf wirklich nicht beschreiben …

Thomas Hagel – 15.03.11, 00:45

Der beeindruckendste Lauf den ich bisher gemacht habe!!!!

Einen Riesendank an die Organisatoren Tom Eller und Achim Knacksterdt, Wahnsinn, was ihr da auf die Beine gestellt habt!!!! Die Organisation, einfach Extraklasse!!!! Alle und ich meine ALLE!!! die uns an der Strecke verpflegt haben und sich für uns da die Nacht um die Ohren geschlagen haben, ich danke euch im Namen aller Teilnehmer!!!

Das Teilnehmerfeld von 15 Läufern und 3 Läuferinnen, es hat Spaß gemacht und ich habe mich gefreut, ein paar neue Ultraläufer kennengelernt zu haben!!!

Nach 21 Stunden kam ich als Sechster glücklich ins Ziel, empfangen von Achim, der nicht nur organisiert und betreute hatte, nein, er war selbst gelaufen, hatte immer telefonisch verirrten Läufern auf den rechten Weg gewiesen und war vor mir im Ziel.
Er hat !!!JEDEN!!! empfangen.

Beim gemeinsamen Essen dann der nächste Hammer, wir bekamen Urkunden, Hochglanz und mit Gruppenfoto, Panorama von der Strecke und Grafiken von Höhenprofil und Strecke. Die überreichte uns ein Lauffreund der uns nachts noch bei KM 72 an VP3 verköstigt hatte.
Ich habe viele Urkunden aber das ist mit Abstand die Schönste und die bekommt einen Rahmen!!

Hier der 1. Pressebericht vom Lauf:

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bingen/bingen/10323351.htm

Fotos von Biggi und Sascha: https://picasaweb.google.com/Laufzecke/2011_03_12_RBWLauf#

Bericht, Bilder und Video von Melanie und Steffen: http://runningfreaks.de/

Eigentlich sollte der Zugspitzultra für 2011 mein Jahreshöhepunkt werden, wird schwer, das vergangene Wochenende zu toppen!!

Und natürlich der Link vom Lauf selbst, puh, den hatte ich vergessen: http://rheinburgenweg.wordpress.com/

Danke Thomas, für so viel Lob …

WIKIO Ausdauersport …

… oder was es alles im Internet zu bewundern gibt!

Wusstest Du, dass es eine WIKIO Ausdauersport Seite gibt, die die Blogs zum Thema „Ausdauersport“ aufreiht und bewertet?
Nein? Ich bis gestern auch nicht.

Dunkel erinnere ich mich, früher einmal so etwas in der Richtung gesehen zu haben, bewusst daran erinnern kann ich mich aber nicht mehr.

Es war SarahEmily, die mich heute darauf gestoßen hat und der ich daher zu Dank verpflichtet bin.
Aber zu viel mehr Dank verpflichtet bin ich Dir, bin ich Euch, bin ich allen Lesern meines Blogs. Zwar kenne ich nicht die Kriterien, die für dieses Ranking angenommen werden, aber wenn es sich um die Ausdauer beim Blog-Beiträge schreiben handelt, dann kann ich nicht wirklich weit vorne sein.
Wenn die Ausdauer beim Laufen belohnt wird, dann verdienen andere bessere Platzierungen, gerade zurzeit stehe ich meist in der „Schäm-Ecke“ und schmolle, weil ich mich mal wieder dabei erwischt habe, eine Laufchance vertan zu haben. Es gibt ja so gute Begründungen dafür.

Ich wundere mich ja immer wieder darüber, wie manche Internet-User unter den Milliarden von Internetseiten die Seite finden, die den ultimativ lustigen Clip zeigt, die Seite finden, in der der Kartoffelschäler seien Angriff auf die Kartoffelschale für den Abend ankündigt und die Seite finden, auf der man mal ganz langsam für alle sichtbar über das Leben und über die Liebe jammern kann.

Was für Seiten es im Internet gibt!
Was für Menschen es gibt, die solche Seiten erstellen und ins weltweite Netz stellen!

Und dann gibt es auch Seiten wie die WIKIO Ausdauersport Seite, die einem den ganzen Tag versüssen.
Seiten, die „Danke“ sagen, dass man regelmäßig Stunden statt mit dem Lieblings-Daddelspiel damit verbringt, mit einem Blog-Beitrag einem Leser etwas Freude zu bereiten, ein wenig Information zu weiterzugeben und Manchen ein kleines Stück glücklicher zu machen.

Seiten, die einem sagen, dass das, was man tut, nicht ganz schlecht ist, Seiten, die einem den fantastischen Platz vier im Monatsranking zuweisen.
Das macht mich stolz und für einen kurzen Moment musste ich schlucken und mich fragen, ob ich diese Platzierung verdient habe. Aber darüber entscheide ja nicht ich, sondern eben Du, wenn Du meinen Blog besuchst.
Auch deshalb danke ich von Herzen.

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Platz vier also, aber besonders freue ich mich über den Platz 1 für Heiko Wache mit seinem Projekt „Laufe Marathon“. Dieser Platz 1 kommt allerdings in einer Zeit, in der Heiko hin- und hergerissen ist zwischen seiner Liebe zur Kurzstrecke und seinem Traum von der Langstrecke, in einer Zeit, in der er schreibt:

Laufe Marathon Blog ist Geschichte

Geschrieben am Sonntag, 27. Februar 2011 von Heiko

So ich habe lange überlegt, was ich schreibe und wie ich es schreibe. Und nun mache ich es doch kurz und schmerzlos: Laufe Marathon ist Geschichte. Diese Entscheidung ist endgültig und unwiderruflich. Das Blog bleibt weiterhin online, aber wird eben …“

Und ich wünsche mir, dass Heiko sich diese Entscheidung noch einmal überlegt, vielleicht ermuntert ihn diese Platzierung ein wenig?
Mit Heiko verbindet mich nämlich viel mehr als nur das Bloggen.
Heiko hat mich vor Monaten als Co-Moderator in der auf der XING-Plattform von ihm gegründeten Gruppe „Marathon“ eingesetzt, er ist Ratgeber und Freund in Sachen Internet und ich freue mich jedesmal, wenn wir uns auch im „real life“ über den Weg laufen.
Heiko, diesen Platz 1 hast Du Dir verdient.

Aber ich freue mich genauso auch über den Platz 2. „Miss Monster“ Eva, Evchen, die uns ständig von Ihren aktuellen „Schandtaten“ berichtet, verbindet wie keine Zweite Glaubwürdigkeit mit Witz und Geist.
Als bekennender Leser ihres Blogs weiß ich gut, wovon ich hier schreibe.
Gut gemacht, Eva, auf zu neuen „Schandtaten“.

Danke an Euch alle, dass Ihr mir diese Freue bereitet habt. Und auch für mich gilt: Auf zu neuen „Schandtaten“ …

Food Inc. – Was essen wir wirklich?

Yamedo, der Blog für Naturheilkunde, alternative Medizin und Wellness von René Gräber


Am 22. Februar 2011 veröffentlichte mein Freund, der Naturheilkundler René Gräber, auf dessen Beiträge in seinen diversen Blogs ich schon oft hingewiesen habe, wieder einen Artikel, der mich sehr bewegt hat, diesmal über seinen Blog YAMEDO.

(Link zur YAMEDO Homepage – – – – – Link zum YAMEDO Blog)

Einen Artikel, der mal wieder so interessant ist, dass ich auf ihn auch an dieser Stelle hinweisen will, nein, hinweisen muss. Vor allem die 6 eingeklickten YouTube-Filmteile sind unbedingt sehenswert. Die Zeit, diese anzusehen, solltest Du Dir unbedingt nehmen.


Zu seinem Artikel:
Wenn wir wüssten, was wir essen, dann würden wir es nicht essen – dessen ist sich der amerikanische Journalist und Autor Eric Schlosser ziemlich sicher. Genau aus diesem Grund hinterfragen nur die wenigsten Verbraucher, was hintern den verschlossenen Türen der Lebensmittelindustrie wirklich vor sich geht.

Unter dem Titel „Food Inc.- Was essen wir wirklich?“ zeigt ein mutiges Filmteam ebenso eindrucksvoll wie erschreckend, wie und wo unsere Nahrung wirklich entsteht. Wie Tiere qualvoll produziert und Lebensmittel dank modernster Technik gefertigt werden – und wie Verbraucher mittels bunter Heile-Welt-Verpackungen über die tatsächliche Herkunft ihrer Nahrung getäuscht werden.

Die Lebensmittelskandale, von denen lediglich ein Bruchteil öffentlich wird, sind von der Industrie längst einkalkuliert und von vielen Verbrauchern bald wieder vergessen. So stimmt der Profit für die Konzerne unterm Strich immer noch. Und immer wieder, so lange, bis wir Menschen endlich aufwachen und die Realität hinter all dem schönen Schein erkennen.

Food Inc. – Was essen wir wirklich? Teil 1/6

Food Inc. – Was essen wir wirklich? Teil 2/6

Food Inc. – Was essen wir wirklich? Teil 3/6

Food Inc. – Was essen wir wirklich? Teil 4/6

Food Inc. – Was essen wir wirklich? Teil 5/6

Food Inc. – Was essen wir wirklich? Teil 6/6

Der RheinBurgenWeg-Lauf – ein Vorbericht

Es geschah beim „Kleinen KOBOLT“ und es muss so nach 20 Stunden auf dem Rheinsteig gewesen sein. Achim und ich liefen im kalten Dezember die Strecke des Rheinsteigs auf und ab von Koblenz Richtung Bonn. Die eisige und dunkle Nacht war schon vorbei, wir waren also wach und bei Sinnen, als Achim mir erzählte, dass es auf der anderen Seite des Rheins auch eine Laufstrecke gäbe, die weit weniger bekannt, aber fast noch schöner sei als die des Rheinsteigs.
Auf der anderen Seite des Rheins?

Ich dachte kurz nach und fühlte mich wie eine Kuh, die, sich an den Stacheldrahtzaun drückend, sicher ist, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner, saftiger und besser sein muss. „Und welche Strecke ist das?“ fragte ich Achim. „Der RheinBurgenWeg,“ antwortete er.
Nie gehört, dachte ich. Aber ich war auch interessiert und so beschlossen wir während der nächsten Laufstunden, dort einmal einen gemeinsamen Lauf zu organisieren.


Ein kleiner Lauf sollte es werden, nur für Freunde und Bekannte. Aber eben für Freunde und Bekannte, die sich schon als Ultraläufer ausgezeichnet haben, erfahrene Läufer, die in der Lage sind, die ersten 108 Kilometer dieses über 200 Kilometer langen RheinBurgenWegs zu bewältigen. Gespickt mit unzähligen Anstiegen wie der Rheinsteig, aber auf deutlich schmaleren Pfaden ist das eine echte Herausforderung.

Wir wollten keinen Wettkampf organisieren, zum einen, weil die Verpflegungsstände sonst so schwer zu besetzen wären (die Spreizung zwischen dem führenden Läufer und den Läufern am Ende der Gruppe könnte beim Zieleinlauf durchaus 10 oder sogar 12 Stunden betragen) und zum anderen, weil wir gerne mit dem einen oder anderen über das reden wollen, was uns alle bewegt: eben über das Laufen.
Also musste es ein Gruppenlauf werden und das bedeutet, dass alle Teilnehmer genug Disziplin haben müssen, um zu akzeptieren, dass die Langsamsten der Gruppe das Tempo bestimmen werden. Im Zweifel werde ich das sein.

Ich war Feuer und Flamme für die Idee dieses Laufs und machte dann sofort das, was ich besonders gerne tue: ich registrierte das BLOG zum RheinBurgenWeg-Lauf und eröffnete eine Gruppe „RheinBurgenWeg“ auf Facebook, also dort, wo sichviele Läufer tummeln. Ich muss gestehen, ein ausgesprochener Facebook-Fan geworden zu sein. Keine andere Community im großen Netz fasziniert mich ähnlich wie Facebook und das, obwohl ich früher viel mehr in anderen Communities unterwegs war und Facebook bald zwei Jahre nur „nebenher“ besucht habe.
Beide Dinge hatten großen Erfolg. Über die neu errichtete Gruppe bei Facebook lud ich etliche hervorragende Läufer zu diesem Event ein und auch der Traffic auf dem BLOG wuchs ständig an und hat heute Zahlen erreicht, die ich nicht zu hoffen gewagt hätte. Es ist ja nur ein BLOG über ein einziges Thema, ein einziges Event. Danke an dieser Stelle allen, die sich dort mal umgesehen haben.


Ich muss gestehen, am Anfang ein wenig zu viel „geguttenbergt“ zu haben und so musste ich das Logo nach einem freundlichen Hinweis der “Romantischer Rhein Tourismus GmbH”, Loreley-Besucherzentrum, 56346 St. Goarshausen noch einmal ändern. Aber ich hatte in dieser Vermarktungsfirma für den RheinBurgenWeg einen Verbündeten gefunden und uns wurden wunderschöne Fotos der Strecke überlassen inklusive einer Aufnahme der Wegebeschilderung, die dann zum Logo für diesen Lauf wurde.
Ohne diese Hilfe wäre vieles schwerer geworden, denn wo im Himmel nimmst Du mitten im Winter schöne Fotos einer Laufstrecke her?
Wir wurden von der “Romantischer Rhein Tourismus GmbH” freundlich beraten und unterstützt.
Im Grunde wollen wir ja alle das Gleiche: raus in die Natur, schöne Strecken kennen lernen und schöne Strecken laufen.

Für die Details des Laufs war im Wesentlichen Achim zuständig. Er legte die Eckpunkte fest wie die Positionierung der drei Verpflegungsstellen, den Starttag und ähnliche Dinge und dann, als es immer konkreter wurde, sind wir gemeinsam an einem Samstag an die Strecke gefahren, um vor Ort nachzusehen, worauf zu achten ist.
Es war ein kleines Desaster an dem Tag, weil die B9 vollkommen überschwemmt war und wir deshalb immer riesige Umwege fahren mussten, um von Ort zu Ort zu kommen, aber beim Anblick der vielen Burgen wusste ich: dieser Lauf wird richtig schön, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt!

Achims Sorge war, dass wir viel zu viele Starter haben werden, meine Sorge ging in die ganz andere Richtung. Ich befürchtete, weitgehend alleine zu sein und bin heute rückblickend sehr dankbar, welch tolle Truppe wir für einen Gruppenlauf zusammen bekommen haben. Am Ende haben wir statt der geplanten 12 Mitläufer die Grenze auf 19 Mitläufer erhöht, insgesamt ist es aber noch eine Teilnehmerzahl, die überschaubar ist.

Achim war danach voll in seinem Element. Insgesamt fünf Mal machte er sich auf, eine der drei Teiletappen zu laufen. Drei Mal war er alleine unterwegs, ein Mal war er mit Tom Siener und ein Mal mit mir auf der Strecke, mit Tom Siener allerdings erheblich schneller und ambitionierter als mit mir.
Seine Berichte im BLOG haben mir zunehmend mehr Vorfreude auf dieses Event gemacht. Ich wurde mir aber auch klar, dass es bei weitem nicht so einfach sein würde, wie ich diese Strecke am Anfang eingeschätzt hätte.

Der nächste Punkt waren die drei Versorgungspunkte. Der dritte VP war schnell besetzt, die Mainzer „Bretzelwetzer“ Axel und Roman sowie Achims Frau Antje haben schnell ihre Unterstützung zugesagt. Meine Gabi, die eigentlich einen VP besetzen wollte, musste aber passen, weil ein wichtiger Geschäftstermin an diesem Wochenende angesetzt wurde. Eigentlich hätte ich da dabei sein sollen, aber sie macht das jetzt alleine und ich darf laufen gehen. Danke Gabi!

Der nächste VP, der eine Betreuung fand, war der VP1. Martina Irrgang hat sich mit dem Troisdorfer M.U.T. dieser Aufgabe angenommen, eigentlich, um dort mit uns und „ihrem“ Michael Irrgang gemeinsam etwas zu feiern. Leider wird Michael wohl entweder gar nicht mitlaufen können oder, so ist meine große Hoffnung, wenigstens vom Start eben bis zu diesem VP1 mitlaufen.

Tom Siener wiederum war es, der uns die Betreuung des VP2 vermittelt hat. Als Apotheker in Koblenz hat er einen Geschäftsfreund, der ihm den Kontakt zur Unternehmensleitung des Restaurants vom Schlosshotel der Burg Rheinfels vermittelt hat.
Und die dortige Belegschaft hat sich dann spontan bereit erklärt, die Betreuung des VP2 zu übernehmen. Mehr als Läufernahrung für Ultrasportler wollen wir ja nicht haben, Austern und Médoc-Rotwein wie beim Médoc-Marathon dürften es ja wahrlich nicht sein, immerhin werde wir dort erst die Hälfte der Strecke hinter uns haben.

Wir haben dann noch den Transport der Drop-Bags nach Bingen für diejenigen Läufer organisiert, die erst in Koblenz zu uns stoßen werden, Achim hat noch ein paar Informationsmails verschickt und jetzt bleibt uns nur noch, auf gutes Wetter zu hoffen.

Gutes Wetter? Wetter.de sagt dazu: es wird schön und einigermaßen trocken, nachts aber eher kalt.

Mo

07.03

Di

08.03

Mi

09.03

Do

10.03

Fr

11.03

Sa

12.03

Temp. (°C)  -2° 12° -6° 12° 12° 12° 13°

Kinder sind …

Schon lange gibt es Streit in der Gesellschaft über die Frage, was Kinder sind und was es ist, was Kinder tun.

Da klagen ältere Menschen gegen den Kinderlärm, deshalb musste der aktuelle Bundespräsident Christian Wulff sagen: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“
Ein Gericht musste höchstrichterlich erklären, dass Kinderlärm von Kindergärten oder Kinderspielplätzen keine Belastung für die Anwohner ist, dass es kein Grund ist für Mietminderungen und dass daher auch die Kindergärten nicht umgesiedelt werden müssen.

Was aber sind Kinder für die „Biostoffverordnung“?

Unser Sohn Pascal kam im Rahmen seines Sozialpraktikums, das in Rheinland-Pfalz für die 11. Klasse der Gymnasien vorgesehen ist, zu einer Arbeit in einem Bad Neuenahrer Kindergarten. Er hat die Arbeit sehr geliebt und ich bin auch überzeugt, dass er sie sehr gut bewältigt hat.

Vor dem Antritt der Arbeit allerdings bekam er dieses Schreiben:

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Kinder sind also „Gefahrenstoffe“, so steht es auf diesem Schreiben. Und man muss sich vor ihnen schützen.

Ich muss sagen: ich war entsetzt, wie man Kinder in Bürokratendeutsch so nennen kann…

„Niemand hat die Absicht, …

… 100 Meilen zu laufen!“

Mein Freund Alexander von Uleniecki, Vorsitzender der LG Mauerweg e.V. in Berlin, bat mich, Dir einen Lauf vorzustellen, der einzigartig ist in Deutschland.

Einzigartig, weil er eine besondere Strecke mit einem besonderen historisch bedeutsamen Ereignis verbindet.

Vielleicht kennst Du diesen Lauf schon, vielleicht ist er aber neu für Dich. Für diesen Fall habe ich das Nachfolgende geschrieben.


Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Bau der Berliner Mauer.

Und seither haben wir im Westen immer gefordert: „Die Mauer muss weg!“ Und dann war die Mauer weg. Und nun gibt es den Mauerweg.

Wie war das damals, 1961, in meinem Geburtsjahr, kurz vor dem Tag, an dm ich das Licht der Welt erblickte?

Der „Kalte Krieg“ begann, immer heftiger und abstruser zu werden. Tausende Ostberliner arbeiteten im Westteil. Und einige davon kehrten am Abend immer wieder nach Hause zurück. Andere jedoch blieben im Westen.

Die Führung der DDR sah sich deshalb wohl zum Handeln gezwungen und feilte an Plänen, einen „antifaschistischen Schutzwall“, die Berliner Mauer, zu bauen.

Aber noch kurz vor dem Mauerbau 1961 hatte der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht versichert, dass niemand die Absicht habe, eine solche Mauer zu errichten… eine der bekanntesten Politiker-Lügen aller Zeiten!

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Dieser Jahrestag ist für Alexander von Uleniecki und seine LG Mauerweg e.V. Anlass genug, an dieses historische Ereignis mit einem ganz besonderen Lauf, den 100MeilenBerlin,  zu erinnern.

Dieser Lauf ist eine echte Premiere, denn noch nie zuvor gab es in Berlin einen offiziellen 100-Meilen-Lauf.

Gelaufen wird dabei zum überwiegenden Teil auf dem Berliner Mauerweg, der den ehemaligen Grenzverlauf markiert und wie eine große Schleife um das westliche Berlin führt.

Bisher wurde diese Strecke immer als 3-Tage-Lauf bewältigt, jetzt aber ist es ein Non-Stop-Lauf über die klassischen 100 Meilen. Einfach wunderbar!

Der Start erfolgt am 20. August 2011 um 6 Uhr auf der Sportanlage an der Lobeckstraße in Berlin-Kreuzberg, also genau eine Woche nach dem eigentlichen Gedenktag, um die Feierlichkeiten in Berlin rund um dieses Datum nicht zu stören.

Der Schirmherr der 100MeilenBerlin, der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, wird persönlich das Startkommando geben und die Sportlerinnen und Sportler auf die 160,9 km lange Reise schicken. Unterwegs werden die Teilnehmer von den Helfern der LG Mauerweg e.V. betreut.

Insgesamt bleiben uns 30 Stunden Zeit, um den Spuren der Geschichte zu folgen. Zielschluss ist am 21. August um 12 Uhr am Ausgangspunkt des Laufs, der Sportanlage an der Lobeckstraße.

Ausführlichere Informationen und Neuigkeiten über die 100MeilenBerlin gibt es auf der Webseite www.100meilen.de – dort findest Du auch die Ausschreibung und anmelden kannst Du Dich dort auch!

Berlin, Berlin, wir laufen in Berlin …

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Der Mauerweg

Der Mauerweg wurde im Jahr 2001 vom Abgeordneten der Grünen, Michael Cramer, ins Leben gerufen, damit die Berliner Mauer und die damit verbundenen Schicksale nicht in Vergessenheit geraten.

Der Berliner Mauerweg kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen zu West-Berlin. Er führt über rund 160 Kilometer um die einstige Halbstadt herum. In den meisten Abschnitten verläuft die Rad- und Wanderroute auf dem ehemaligen Zollweg (West-Berlin) oder auf dem so genannten Kolonnenweg, den die DDR-Grenztruppen für ihre Kontrollfahrten angelegt hatten.

Historisch interessante Abschnitte, in denen sich noch Mauerreste oder Mauerspuren auffinden lassen, wechseln mit landschaftlich reizvollen Strecken, die die Freude über die wiedergewonnene Einheit des Landes wachrufen.