Kinder sind …

Schon lange gibt es Streit in der Gesellschaft über die Frage, was Kinder sind und was es ist, was Kinder tun.

Da klagen ältere Menschen gegen den Kinderlärm, deshalb musste der aktuelle Bundespräsident Christian Wulff sagen: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“
Ein Gericht musste höchstrichterlich erklären, dass Kinderlärm von Kindergärten oder Kinderspielplätzen keine Belastung für die Anwohner ist, dass es kein Grund ist für Mietminderungen und dass daher auch die Kindergärten nicht umgesiedelt werden müssen.

Was aber sind Kinder für die „Biostoffverordnung“?

Unser Sohn Pascal kam im Rahmen seines Sozialpraktikums, das in Rheinland-Pfalz für die 11. Klasse der Gymnasien vorgesehen ist, zu einer Arbeit in einem Bad Neuenahrer Kindergarten. Er hat die Arbeit sehr geliebt und ich bin auch überzeugt, dass er sie sehr gut bewältigt hat.

Vor dem Antritt der Arbeit allerdings bekam er dieses Schreiben:

(Klicken zum Vergrößern ... )

Kinder sind also „Gefahrenstoffe“, so steht es auf diesem Schreiben. Und man muss sich vor ihnen schützen.

Ich muss sagen: ich war entsetzt, wie man Kinder in Bürokratendeutsch so nennen kann…

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5 Kommentare zu “Kinder sind …

  1. Hey Leute. Macht euch doch mal die Mühe und lest sie doch erstmal, die Biostoffverordnung.
    Vielleicht lichtet sich dann der Nebel…

    Mit sportlichem Gruß, Andreas

    • Hej Andreas,

      wie meinst Du das? Informiere uns doch darüber, was Du in der Biostoffverordnung meinst.

      Ausserdem geht es mir weniger um den Inhalt der Biostoffverordnung, ich glaube ja nicht wirklich, dass Kinder über die Bio-Tonne entsorgt werden, mir geht es darum, wie auf lokaler Ebene bürokratisch formuliert wird.

      Zweifellos sind Impfungen anzuraten, wenn man im Kindergarten tätig ist, aber muss man so einen vernünftigen Vorschlag in dieser Weise darstellen?

  2. Scheinbar hat die Leitung des Kindergartens (oder deren Verwaltung?) Kinder aufgrund der aufgeführten Krankheiten, die sie übertragen können als eine Riskogruppe eingestuft. In der BioStV. wird erklärt wie mit den einzelnen Riskogruppen zu verfahren sind. Würden sie die Praktikanten nicht davor warnen und einer von denen wird krank weil er sich ansteckt, könnten evtl. Regressansprüche geltend gemacht werden, deshalb diese Absicherung. Amerikanische Verhältnisse eben. Es kommt ja vor, dass ein Schüler/in dort ein Praktikum macht und der/die soll eben aufgeklärt sein, dass man sich dort evtl. ansteckenede Krankheiten holen kann. Wenn so eine Ansteckung zu Hause in der Familie passiert ist das völlig normal und da kräht kein Hahn nach.
    Mumps Masern Röteln, alles schon gehabt, bzw. gegen geimpft, wer hat das heutzutage schon? Bürokratendeutsch ist wahrhaft kein schönes Deutsch.

    Viele Grüße aus Düsseldorf, Andreas

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