„Keine gute Idee!“

Ich werde nie das erste Mal vergessen, als ich eher zufällig in Ölüdeniz Urlaub machte. Dort gibt es, nur wenige Hundert Meter von der eigentlichen Stadt Ölüdeniz entfernt, die Ferienanlage „Lykia World“, ein ehemaliger Robinson Club, der aber schon etliche Jahre jetzt unter türkischer Leitung ist. Dadurch ist er kaum schlechter geworden,  dafür aber deutlich preiswerter. Und internationaler, was ich sehr schätzte.

Wir sind als komplette Familie hingereist, ich glaube, es war unser letzte gemeinsamer Urlaub. Danach folgten noch manche Urlaube mit der Tochter, manche mit dem Sohn, aber „alle zusammen“ war uns leider nicht mehr vergönnt. Vielleicht ändert sich das wieder, wenn die Studien der erwachsenen Kinder abgeschlossen und Enkelkinder da sind …

Unweit dieses Clubs sah ich damals ein Schild an einem Trail rauf auf den Babadag, den riesigen Hausberg von Ölüdeniz. Ohne GPX-Track, aber mit vollem Vertrauen in eine „ordentliche Beschilderung“, wagte ich den Weg auf den Berg. Der Trail war meist nur zu erahnen und ich begann irgendwann fast zu verzweifeln, weil ich dachte, komplett weg zu sein vom Trail. Ich erblickte noch einen Hügel vor mir, der die Sicht nach oben versperrte und ich sagte zu mir, dass ich dort noch rauf gehe. Wenn ich dann den Gipfel nicht sehen würde, dann würde ich umdrehen.

Und da huschte über mich ein Tandem-Paraglider, so nah über mir, dass ich die Gespräch zwischen dem Lenker und der Gastfliegerin mithören konnte. Sie war Britin, das war unverkennbar. Die ganze Ecke dort ist fest in den Händen von einst blasser, nun aber krebsrot gebrannter, Massentouristen, meist älter, meist mit typisch englischen Tatoos. Und gleich folgte der nächste Paraglider – und noch einer. Männer und Frauen unterschiedlichster Nationalität, aber eines hatten sie gemeinsam: Alle waren glücklich!

Am nächsten Tag paraglidete also die Familie Eller, nur Pascal wollte nicht, was ich bis heute nicht verstehe. Ein Start auf diesem Berg, knapp zweitausend Meter über Ölüdeniz, was angeblich die größte Höhendifferenz für touristisches Tandem-Paragliding auf der Welt ist – und mit einer Aussicht auf ein Stück Welt, das so schön ist, dass Du glaubst, ein Kunstmaler hätte sich das alles ausgedacht und es wäre gar nicht real. Die „Blaue Lagune“ (Fotos der „Blue Lagoon“ findest Du hier), der halbmondförmige, riesige Strand, die meist niedrige Bebauung, Ölüdeniz wirkt beschaulich nur wenig deutet darauf hin, dass es ein Hotspot für Touristen ist, es gibt keine Bettenburgen, Ölüdeniz ist einfach zauberhaft und wahrlich attraktiv.

An einem anderen Tag führte mich mein Lauftraining nur wenig hoch und ich entdeckte den „Lycian Way“, den „Lykischen Weg“ oder auf türkisch den „Likya Yolu“. Weiterlesen

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Merci, merci, für die Stunden …

Kölnpfad9 Kölnpfad6Wenn es nur der Eine war, der eine Moment der Zufriedenheit, jener, in dem ich der Gesamtsiegerin Tini (Kristina Tille) und dem Sieger des Bewerbs der Männer, Christoph Janthur, ihre in Holz gefassten KÖLNPFAD-Fliesen und ihre silbernen KÖLNPFAD-Gürtelschnallen überreichen durfte, dann wäre es all die Mühe wert gewesen, die ich in den letzten Monaten in dieses Event gesteckt habe.

Es war ein großartiges Event an einem denkwürdigen Wochenende, an dem Deutschland einen neues Hitzerekord bekam. Aber musste das ausgerechnet bei meiner Premiere passieren?
Vieles lief nach Plan, aber einiges auch nicht. Manches davon wusste ich vorher und hatte es mangels Zeit oder Etat nicht geschafft, vieles von dem, was verbesserungswürdig gewesen wäre, ahnte ich aber vorher nicht.
Nun soll man aus solchen Dingen für die Zukunft lernen und sie nicht thematisieren, ich belasse es deshalb dabei, zu sagen, dass es in 2016 Verbesserungen beim KÖLNPFAD geben muss und wird.
Später gehe ich darauf noch im Detail ein.Kölnpfad3 Kölnpfad1

Knapp 70 LäuferInnen, inclusive der beiden WahlschweizerInnen Ricarda Bethke und Jens Vieler, die erst am Abend der Pastaparty zu uns gestoßen sind, waren als Einzelstarter gemeldet, dazu sechs Staffeln und der Aussicht auf eine siebte.
Eine sensationelle Zahl, von der ich vorher nicht zu träumen gewagt hätte.
Aber dann kamen krankheitsbedingte Absagen und dann kamen die Wettervorhersagen. 39 Grad! Im Schatten! Und Schatten gibt es auf weiten Teilen des „Pfads“ nicht.

Am Ende starteten Mitte 40 „öm Kölle heröm-Läufer“, die ich später dann „Helden der Gluthitze“ genannt habe. Und aus den 6 Staffeln wurden fünf und das auch nur, weil zwei Läufer (Birger und Dennis) von der großen Runde auf eine Staffeletappe herunter gegradet haben. Einer davon lief dafür seine Etappe gleich zwei Mal. „Das Auto holen,“ wie er sagte.

„Ultraläufer sind anders,“ heißt es. Und das stimmt. Ultraläufer helfen sich gegenseitig, wo sie nur können. Und so wurden aus den offiziell vier Verpflegungspunkten … viele.
Und die wenigsten davon wurden von den KÖLNPFAD-Volunteers betreut.

Udo Kamps erfand eine Wasserstelle bei km 87,5, nachdem er als Startläufer eine Etappe weit gerannt ist. Das war der „Stand der Kinder“, Kinder, die zufällig vor Ort waren und fasziniert und begeistert den Läufern applaudierten. Es entstand dabei nicht nur ein legendäres Foto mit dem knienden Udo, es wurde auch mein Satz des Wochenendes als Frage gestellt: „Müssen die Läufer keinen Mittagsschlaf machen?“
Kölnpfad2Und Ralf Behrend zelebrierte einen, etwa 15 K vor dem Ziel, mitten im Wald, mitten in der Nacht. Und was für einen! Da gab es nicht nur eine lange mit flackernden Kerzen beleuchtete „Einlaufspur“, Ralf hatte zu Hause extra Handtücher ins Gefrierfach gepackt und diese dann, bretthart, den Läufern übergeben.
Welch ein Luxus. Und was für ein Segen bei nächtlichen immer noch 25 Grad!

Alle anderen Labestationen wurden von den Support-Crews der Läufer oder von einer Etappenläuferin betrieben, das offizielle Fotografenteam packte sich ein paar Kanister Wasser ein, alles half allen.
Und ohne diese zusätzlichen, teils mobil den Läufern folgende, Wasserstellen wäre wohl kein einziges Finish zu feiern gewesen.

Allen, die das möglich gemacht haben, danke ich von Herzen. Ihr habt damit auch mein Wochenende erhellt und den Glauben an Solidarität gelebt.Kölnpfad11 Kölnpfad8 Kölnpfad5
Aber auch die offiziellen Verpflegungsstellen gaben mehr als nur „Routine“.

Der VP1 wurde von Susanne Alexi und Florian Bechtel betreut. So weit, so gut. Anschließend aber übernahm Susanne noch die Fahrradbegleitung für Thorsten Stelter, der am Ende sensationell Dritter bei den Herren und Gesamtvierter werden sollte.
Florian übernahm noch für einige Stunden einen Extra-VP, ein echter Support-Profi eben. Nun freut sich Florian auf seinen eigenen Start beim KÖLNPFAD 2016. Und ich freue mich auf ihn.

Der zweite Verpflegungspunkt wurde vom TV Altendorf-Ersdorf belebt. Erst waren Jürgen Bäcker und seine Tochter dort, dann Anja und Andreas Klotz. Den Abschluss bildete dann Monika, eine ganz erfahrene Supporterin.
Und alle fünf, selbst bestenfalls Marathonis, waren „angefixt“ von der Freundlichkeit der Läuferinnen und Läufer, von der Ruhe, die ausgestrahlt wurde, von den Geschichten, die sie gehört und erlebt haben und natürlich von den außergewöhnlichen Leistungen unserer Helden auf dem Trail.
Spätestens jetzt muss es sich für Jürgen und den Rest des Vorstands des TV Altendorf-Ersdorf, gut und richtig angefühlt haben, die offizielle Trägerschaft des KÖLNPFAD-Ultralaufs übernommen zu haben.
Danke an dieser Stelle an die Vorsitzende, Hanna Esser, und an ihr Team!

Der dritte Verpflegungspunkt wurde von echten Profis gemanagt. Michael Irrgang und seine Frau hatten die Mammutaufgabe, einen Stand ab 16 Uhr bis weit nach Mitternacht zu betreuen. Zudem war Michael, selbst Lauftrainer, Ultralauf-König und Fixpunkt unseres gemeinsamen Hobbies, auch mein Berater, als es draußen immer heißer wurde und sich in meinem Kopf immer mehr Sorgen türmten.
Aus diesen Gesprächen heraus entstand auch die Einsicht, dort am VP3 auch einen 100 K – Bewerb enden zu lassen. Jens und Ricarda hatten von Anfang an „nur“ vor, diese 100 K zu laufen, Rob, Jörg, Patricia, Dietmar, Nile und Betty nahmen das Angebot, dort zu finishen, gerne an.
Die Rückfahrt zu viert im Sprinter mit nur drei Plätzen war gewöhnungsbedürftig, aber wer fragt in der tiefen Nacht nach 3.00 Uhr danach …?

Den vierten und letzten Verpflegungspunkt hatten die Citytrail Cologne Runners um Thomas Wimmer übernommen. Eine besonders schwierige Sache, da die Öffnungszeit der Ladestation immens lang, die Anzahl der zu betreuenden Läufer aber nur noch gering war.
Mit etwas Schlaf gut durch die Nacht kommen war die Devise, „klasse gemacht“ war meine Wertung.Kölnpfad7

Aber da waren doch noch mehr Leute? Natürlich.

Christoph Mintgen, zum Beispiel, der außer eine Etappe zu laufen, auch immer präsent war.
Tobi Schreiber, der den Sprinter gefahren und die VPs auf- und abgebaut hat. Dass obendrein noch viel geschleppt werden musste, sei nur nebenbei erwähnt.
Und dabei wiegt ein 8 Liter Kanister Wasser in der Hitze mindestens drei Mal so viel.
Oli Witzke, der „Läufer Bespaßer“, half am VP1 aus und machte sich dann als mobile Zapfstelle mit Wasser, Apfelschorle und Salztabletten auf Läuferverfolgung.
Kölnpfad4Dorothea Gierra war die Professionellste von uns. Sie begrüßte die Ankommenden, machte den Check-In, verteilte, fand immer alles für mich, was ich in meiner Hektik suchte. Und ich suchte oft. Meist das, was eben erst wiedergefunden wurde. Dorothea, ich bewundere Dein fotografisches Gedächtnis!
Und nebenbei, neben ihrer 48h-Schicht, lernte ich viel von ihr und von ihrem Leben.
Vor allem Gabi, meine „besseren Zweidrittel“, knüpfte an die Gespräche an, die wir mit ihr vor Monaten auf Gran Canaria begonnen hatten.

Und da wäre ich auch schon bei der Letzten, meiner Besten.
Über Monate musste sie meine Launen ertragen, wenn es hier oder da wieder eine Absage gab. Unsere ehelichen Gespräche drehten sich irgendwann nur noch um den KÖLNPFAD. Und sie plante mit, sie shoppte mit, sie räumte mit, sie putzte mit und all das mit ihrer unvergleichlich positiven, freundlichen Art. Sie war im Start/Zielgebiet, an VP2, sie holte Läufer ab und sie flog mit Frank Woossmann Richtung Kölner Hauptbahnhof, während ich schlief. Wenn ich nicht schon verheiratet wäre, ich würde das glatt noch einmal tun …

Ohne all die genannten und ungenannten lieben Menschen wäre es nicht möglich gewesen, ein Event zu erleben, dass förmlich nach einer Wiederholung schreit. Wieder im Juli. Wieder in Köln-Dünnwald. Wieder auf dem KÖLNPFAD.
Hoffentlich dann aber mit einer etwas abgedunkelten Sonne, vielleicht sogar bei bestem Läuferwetter?

Früh Sport wird wieder dabei sein, „frappant“ auch, hoffentlich auch Sponser mit seiner fein austarierten Ultraläufer-Nahrung.
Ein Tracking-System wird wahrscheinlich dabei sein, mindestens jedoch ein elektronisches Zeiterfassungssystem, damit die Zwischenergebnisse online einsehbar sind.
Nie, wirklich nie, hätte ich gedacht, dass sich so viele Menschen für solch ein Rennen interessieren!

Außerdem wird ein Getränkewagen mit kalten Getränken die Strecke halbieren, vielleicht gibt es sogar einen Luxus-Verpflegungsstand, vielleicht von „frappant“, vielleicht von einem anderen Restaurant.

Pläne und Ideen gibt es also genug, lassen wir diese Träume fliegen, hauchen wir ihnen Leben ein!

Vorher werden wir öfters zu „Little KÖLNPFAD“ Testläufen einladen und die Markierungen überprüfen und erneuern, damit auch an dieser Stelle alles passt..

Dann ist ein Dach über dem Event, ein Schirm, der das Event beschützt.
Und für diesen Schirm suche ich in den nächsten Monaten noch einen Herren.

Einen Schirmherren …
Kölnpfad10

MyMai …

MyMAI„MyMai“ hatte ich ihn ja genannt, meinen Mai.
Den „Wonnemonat“, in den so viele Läufe fielen.

Da war das Ende der Serie „MMM“, Madeira – Mallorca – Menorca, mit den 185 Kilometern Länge und dem Sturz nach 18 Kilometern auf Menorca, da waren die 24-Stunden von Steenbergen, bei denen ich gefühlt mehr geruht habe als dass ich gelaufen bin, da war der Monatsanfang mit dem Landschafts-Marathon „vor der Haustüre“ in Mendig, da war das Grand Union Canal Race (GUCR), das ich wegen der Nachwirkungen des Sturzes von Madeira nach 59,7 Kilometern am dritten Verpflegungspunkt verlassen musste.
Und da war der fantastische Abschluss beim UTLW, beim Ultra Trail Lamer Winkel, einer der best organisierten Veranstaltungen mit Herzlichkeit und Wärme, die ich je erleben durfte.

Nicht alles hat also funktioniert, zum perfekten „MyMai“ fehlen eben diese rund 180 Kilometer am Grand Union Canal, auf die ich verzichten musste. Schade, denn dieses Event wäre es wert gewesen, zu Ende gelaufen zu werden, schon wegen der schweren und edlen Finisher-Medaille. Und wegen Dick Kearn, dem urigen Veranstalter – oder, leider, besser: dem urigen ehemaligen Veranstalter. Weil der GUCR 2015 sein letztes Event war. Er hat sich mit warmen Worten bei den Läufern bedankt und verabschiedet und hofft, in Zukunft noch eine Rolle in der Organisation dieses Rennens zu spielen, die Zeiten als Frontman aber sind nun für ihn zu Ende.
Dick, you are always in our hearts!

Vorbei ist nun also der „MyMai“, was werden die Monate Juni und Juli bringen?

Der Juni beginnt mit einem privaten Lauf im Muellerthal in Luxemburg, mit Eric Gee, mit dem ich auf Madeira lange Zeit laufen konnte. Irgend etwas um die 100 Kilometer sollen es sein, getreu dem Motto: „Hundert gehen immer!“
Darauf folgt die fünfte Ausgabe des RheinBurgenWeg-Laufs, die erste in einer warmen Zeit mit einer kurzen Nacht. Mal sehen, wie sich das auf die Truppe auswirken wird. Es wird voraussichtlich die größte Truppe sein, die da die 110 Kilometer von Koblenz nach Bingen unter die Füße nehmen wird.
Wir werden also unseren Körpern viel Gutes tun und gleichzeitig auch viel Gutes für Nepal zu tun versuchen. Nach dem schlimmen Erdbeben in Nepal, das dieses schöne Land weitgehend zerstörte, ist es uns allen eine Herzenssache, da unseren Beitrag zu leisten, Hilfe zum Neustart zu geben.HHUnd eine Woche später geht es dann auf die Insel Korsika, für mich das erste Mal in meinem Leben.
Der legendäre Weitwanderweg GR-20 will bezwungen werden. Und das nicht in einem Wettkampf, sondern als Veranstaltung von Trail-ManiaX mit 24 anderen „Säbelzahntigern“ als Wohlfühl- und Kennenlern-Programm. Fünf Tage Zeit haben wir für die rund 180 Kilometer des GR-20, für eine Strecke, für die selbst der Wunderläufer Kilian Journet rund 32 Stunden gebraucht hat.
Wir werden rund 110 Stunden zur Verfügung haben, aber da sollen auch Zehntausend Fotos drin sein, die am Ende der Veranstaltung hoffentlich sogar einmal ein ganzes Buch füllen werden.
Ausnahmslos hervorragende BergläuferInnen werden dort vertreten sein, ein Glück, dass ich in diesem Kreis den Bremser machen darf.
Ein Wahnsinns-Event und ein Wahnsinns-Dank an die Ober-Säbelzahntiger Mario Schönherr und Michi Raab.TMIm Juli dann kommt der KÖLNPFAD, vielleicht das größte Highlight meines bisherigen Läuferlebens. Ich als Organisator, nicht als Läufer. Und aktuell 60 Namen auf der Einzelläufer-Liste und fünf Staffelteams mit jeweils fünf Staffelläufern. Die Erwartungen sind hoch, mal sehen, ob wir, das wunderbare Helferteam und ich, das gut umsetzen können.

Und dann wird es auch gleich episch. Die zweite Austragung des „BUFF EPIC TRAIL“, jetzt „BUFF EPIC RUN“ genannt, steht an. In den Pyrenäen, steil und schroff. Ein Event, das im Vorjahr nur 17 Finisher sah. Ich bin also darauf vorbereitet, hier wegen des Reißens der Cut-Off-Zeiten irgendwann herausgenommen zu werden.
Aber ich will es probieren … und ganz vielleicht habe ich ja einen perfekten Tag, die perfekte Vorbereitung mit viel Ruhe davor, immerhin laufe ich den KÖLNPFAD ja nicht selbst, aber ohne nennenswerten Muskelabbau durch eine zu lange Pause.
Vielleicht, vielleicht …

Und abschließen werde ich den Juli dann mit der 260 Kilometer langen „Suche nach meinen Wurzeln“. In der Türkei, in Kappadokien, zwischen den Städten Kayseri und Aksaray.
6 Etappen, darunter die Königsetappe mit 101 Kilometern, die Veranstaltung „Runfire Cappadocia“ wird eine Wallfahrt für mich werden.
„teşekkür ederim“ in die Türkei!Cappadocia2

“MMM 2015″, mein drittes und letztes “M”

MMM7Es war 2 Uhr 30 Minuten, mitten in der Nacht. Ich hatte gerade eine Stunde geschlafen, im ersten VP nach der Dropbag-Station. Die war in Es Castell, genau 100 Kilometer hinter dem Start, gleichzeitig aber ar sie auch das Ende des 100 K Trail Menorca Costa Nord Trails und der Startpunkt des 85 K Trail Menorca Costa Sud. Es war die Stelle, an der ich 2014 raus bin und das süße Gift einer Wertung als 100 K Trailer annahm. Ein Jahr lang habe ich wegen dieses „Finishs zweiter Klasse“ mit mir gehadert.

2015 sollte es ja anders werden, das hatte ich versprochen und so habe ich dort in der Dropbag-Station die Frage, ob ich aufhören oder weiterlaufen wolle, selbstbewusst mit dem Ausdruck „I keep on running“ beantwortet. Nur frische Sachen angezogen, das neue KÖLNPFAD Shirt aus, das langärmelige geile X-BIONIC Teil an, keine Spur von Müdigkeit, also gleich weiter.

Mit Raimund Slabon am Start des Cami de Cavalls, Ciutadella

Mit Raimund Slabon am Start des Cami de Cavalls, Ciutadella

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Ein leckerer Tag an der Wied

P1030293Im Leben, sagt man, hast Du immer zwei Möglichkeiten.
Du kannst Hammer sein oder Amboss, Du kannst normal sein oder glücklich, Couchpotato oder Läufer.
Und Du kannst WUT im Bauch haben oder eben WUT unter den Laufschuhen.
Und eben diesen „Mut zum WUT“ hatten Josef Hoß und Wolfgang Bernath vom VfL Waldbreitbach e.V. eingefordert und fast 60 LäuferInnen hatten ihn, Mut zu 65 trailigen Kilometern mit etwa 2.100 Höhenmetern, nichts für Cityrunner also, aber ein Fest für uns Trailrunner. Weiterlesen

KÖLNPFAD 2015

Der „Kölner Wochenspiegel“ hat gestern, wahrscheinlich als erster Medienpartner, über den KÖLNPFAD berichtet.
Danke nach Köln in die Redaktion!

Leider wurde im Text mein normales Blog, also diese Adresse hier, angegeben, nicht aber der direkte Link zum KÖLNPFAD.
Zum KÖLNPFAD geht es also hier entlang (einfach klicken) …
Kölnpfad

„Füße tragen Leben“ 2014

„Wenn wir jeder von uns bei uns selbst anfangen, uns zu bessern, und wenn wir uns zuerst selbst bessern, jeder von uns, dann kommen wir mit Gottes Hilfe zum inneren und äußeren Frieden.“ (Konrad Adenauer)

Stell‘ Dir eine Welt vor, in der es normal wäre, dass die, die reden können, denen zur Seite stehen, die stumm sind, stell‘ Dir eine Welt vor, in der es normal wäre, dass die, die sehen können, denen zur Seite stehen, die blind sind.
Und stell‘ Dir eine Welt vor, in der es normal wäre, dass die, die laufen können, denen zur Seite stehen, die schwächer sind.

Spendenlauf für den Bunten Kreis

„Frühchen“ sind schwach und deren Familien brauchen jede Menge Hilfe, finanzielle und ideelle, moralische und tatkräftige. Das beginnt schon vor der Entbindung und kurz nach der Entbindung, wenn die Verwandten und Bekannten es kaum wagen, den Eltern zur Elternschaft zu gratulieren, weil sich niemand sicher ist, ob das teilweise so unglaublich winzige Baby auch am nächsten Tag noch am Leben ist, wenn die Verwandten und Bekannten sich nicht trauen, mit einem Strauß Blumen in das Krankenhaus zu fahren, gepackt mit Babywäsche für die ersten Monate.
„Frühchen“und ihre Familien bleiben da oft allein, genauso alleine wie in den Monaten danach, wenn es darum geht, die Defizite, die das „Frühchen“ hatte, aufzuholen.

Und genau in diese Einsamkeit greift der BUNTE KREIS ein. Der BUNTE KREIS kümmert sich mit finanzieller Hilfe, mit Beratung und mit medizinischer Unterstützung vor allem um diese Familien. Und diese Familien sind und bleiben dem BUNTEN KREIS dann meist dauerhaft dankbar und verbunden.
Und der BUNTE KREIS, einst in Augsburg gegründet, wo auch heute noch der Hauptsitz der Organisation ist, erreicht in den letzten Jahren immer mehr Städte, immer mehr betroffene Familien.

Der BUNTE KREIS BONN/BAD NEUENAHR, für den ich ja schon im Vorjahr Gelder erlaufen habe (250 Miles Thames Ring Race 2013) macht da keine Ausnahme, auch er vergrößert sich. Und das gleich doppelt, in den Norden und in den Süden.

So betreuen Inka Orth und ihr unermüdlich arbeitendes Team nun auch über die Asklepios Klinik St. Augustin auch die Städte Sankt Augustin und ganz neu seit diesem Jahr über die Uniklinik Köln auch die Stadt Köln im Norden und im Süden über das Gemeinschaftsklinikum Koblenz – Mayen, Kemperhof Koblenz auch die Stadt Koblenz.

Und da fielen Max Biniek vom BUNTEN KREIS und mir zwei passende Worte dazu ein: „Grenzen erlaufen“. Und ein Projekt: „Grenzen erlaufen“.

Wir alle, die wir Ultraläufer sind, kennen das. „Grenzen erlaufen“ bedeutet für uns, unsere eigenen Grenzen zu finden, zu testen und nach Möglichkeit ein wenig zu verändern.
Beim nächsten Projekt „Grenzen erlaufen“ bedeutet das für mich, dass ich die Grenzen des Gebiets des BUNTEN KREISES KÖLN/BONN/KOBLENZ erlaufen möchte. Und Du merkst schon, dass das mehr sein kann, als „nur“ den Weg am schönen Rhein entlang zu nehmen.
Da ist der Rheinsteig rechtsrheinisch, da ist der RheinBurgenWeg linksrheinisch und da sind Teile des Kölnpfads im Norden. Nicht alles werde ich nutzen können, aber wir werden in den nächsten Wochen eine anspruchsvolle Route festlegen, die zumindest diese Fixpunkte verbindet:

1. Start wird an der „Großen Blumenwiese“ in den Bonner Rheinauen sein.
2. Es wird einen kurzen Halt in der Asklepios Klinik St. Augustin, Arnold-Janssen-Straße 29, Sankt Augustin, geben.
3. Ich werde die Uniklinik Köln, Kerpener Straße 62, Köln, anlaufen, um mich dort zu verpflegen.
4. Im Süden werde ich das Gemeinschaftsklinikum Koblenz – Mayen, Kemperhof Koblenz besuchen.
5. Das Ende der Reise wird in Bonn sein, mitten auf dem Marktplatz.

Um dem Ganzen aber einen größeren Rahmen zu geben, findet der Lauf in Zusammenhang mit einem 4-Stunden-Rundenlauf für Schüler Bonner Schulen in den Bonner Rheinauen statt. Ich werde dort erst einmal drei Stunden lang gemütlich mit den großen und kleinen Schülern Runden laufen, um dann ab 12 Uhr auf meine große Runde zu gehen. Die Schüler können dann noch eine weitere Stunde lang Runden laufen, ich werde dann Richtung St. Augustin unterwegs sein.

Stattfinden wird das Projekt am letzten Donnerstag vor dem Ferienbeginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, also am 03. Juli 2014 und das Ende meines Laufes ist für Samstag, 05. Juli 2014 gegen 16 Uhr geplant. Mir bleiben neben den drei Stunden „Runden drehen“ weitere 52 Stunden Zeit für eine Runde, die wir so erstellen werden, dass sie etwa 230 bis 250 Kilometer lang sein wird.
Ein Hauch vom JUNUT also, wenngleich die Stopps in St. Augustin, in Köln und in Koblenz Zeit kosten werden.

Ziel des Projektes ist es natürlich, möglichst viele Spendengelder zu erlaufen.
Die Eltern, Großeltern und Verwandten der Schüler dürfen dabei für deren Runden spenden, zugleich wird es auf dem Spenden- bzw. Rundenformular ein Feld geben, mit dem man auch für meine Kilometer und für mein Finish spenden kann.

Dabei werden wir meine Kilometer dieses Mal nicht fest vergeben, sondern jeder, der auf meine Kilometer spendet – und da ist jeder glatte EURO-Betrag willkommen – wird auf dem Laufshirt vertreten sein, sofern die Zusage zur Spende rechtzeitig vor dem Druck eintrifft.
Noch ist ja ausreichend Zeit, um viele Namen darauf zu verewigen, aber es ist ja oft so im Leben, dass die Zeit schneller vergeht, als es einem lieb ist.

Vielleicht begleitet mich sogar der Eine oder Andere auf der einen oder anderen Etappe des Laufs. Gemeinsam „Grenzen erlaufen“ macht halt schon mehr Spaß, finde ich.
Und so will ich, während ich die „Grenzen erlaufen“ werde, meinen Beitrag dazu tun, denen zur Seite zu stehen, die schwächer sind, denen zur Seite zu stehen, die unser aller Hilfe benötigen, denen zur Seite zu stehen, denen man trotzdem einen guten Start ins Leben ermöglichen kann.

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Das ist das Anschreiben an die Bonner Schulen (jeweils klicken zum Vergrößern!):
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