Staatsanwälte küsst man nicht

„Ich habe gedacht, alle Marathonläufer wären so Hungerhaken,“ sagte einer der Polizisten vor dem Darmstädter Knast. „Aber Du hast ja ein kleines Bäuchlein …!“
Ich habe dann kurz an mir heruntergeschaut, habe mich ein wenig geschämt und muss tatsächlich einräumen, zwei oder drei doofe Kilogramm zu viel mit mir herum zu tragen. Kein Wunder eigentlich, immerhin laufe ich eher zu wenig und zudem übe ich mich im Frustessen. Aber zwei Kilogramm sind schnell wieder weg, wenn ich im Mai und Juni wieder fleißig bin und jede Woche einen langen Lauf absolviere.
Einer der Gründe, warum ich so gerne lange laufe ist doch, dass ich so viel essen kann wie ich will – spätestens nach einem wirklich langen Lauf ist alles wieder im Lot.

Da ich also in der letzten Zeit gut genährt bin, habe ich mir gesagt, dass ich während des Darmstädter Knastmarathons nichts essen werde, zwei kleine Bananenstücke ab Kilometer 30 waren es dann aber doch. Aber ich habe viel getrunken. Immer nach zwei der rund 1,75 km langen Runden durch den Knast gab es einen halben Becher Frubiase. Wenn der Lauf schon von Frubiase gesponsort ist, dann gibt es eben mal was anderes als immer nur Wasser. Aber ab Kilometer 30 habe ich auch den einen oder anderen Becher Cola in meinen Flüssigkeitsplan eingebaut.

Ein Marathon im Knast? Seitdem ich das erste Mal davon gehört habe, wusste ich, dass ich diesen Lauf einmal machen muss. Aber ich dachte dabei vor allem an mich und an meine Interessen. Die Sicht für die Inhaftierten ist aber viel wichtiger und interessanter. Das freiwillige Knast-Marathonprogramm hat sehr viele pädagogische Aspekte.

Marathon laufen ist vor allem für die Menschen, die selten diese für Laien unglaubliche Strecke bewältigen, eine echte Herausforderung. Und so lernt der Inhaftierte durch das Marathon-Training und den abschließenden Marathonlauf Dinge wie Harnäckigkeit, Leidensfähigkeit, Konsequenz und Zielstrebigkeit. Als Nebeneffekt erhält der Häftling dann noch ein verbessertes Selbstwertgefühl und er schärft seine Begeisterungsfähigkeit.
Wenn wir Externe also dort mit den Gefängnis-Insassen laufen, dann beteiligen wir uns dankbar an diesem Programm, das in Darmstadt vor drei Jahren aufgelegt wurde und das sicherlich schon bald viele Nachahmer in Deutschland finden wird.

Meine erste Schwierigkeit beim Darmstädter Knastmarathon war schon das Auffinden des entsprechenden Gefängnisses. Ich bin ja ein bekennender Nichtleser von Ausschreibungen und lebe meist davon, dass liebe Lauffreunde mir vor dem Lauf sagen, worauf ich aufzupassen habe.
Im Fall des Darmstädter Knastmarathons war es dem Runningfreak Steffen vorbehalten, mich per SMS auf die Notwendigkeit, einen Personalausweis dabei zu haben, hinwies. Ich hätte sicherlich nicht an so ein Detail gedacht.
Wenn ich mir auch noch die Postadresse des Gefängnisses herausgeschrieben hätte, dann wäre vieles in Ordnung gewesen. Ich aber dachte, dass es reicht, nach Darmstadt herein zu fahren und an der nächsten Tankstelle nach der JVA Darmstadt zu fragen.

„Die ist in Weiterstadt,“ so die Antwort. Also ab nach Darmstadt-Weiterstadt und dort wieder zu einer Tankstelle, wieder die gleiche Frage und eine präzise Antwort. Nach scheinbar endlosen Spargelreihen fand ich auch das Gefängnis und ich fand das Eingangstor offen.
Jetzt kurz noch Steffen anrufen mit der Frage, wo genau wir uns treffen. Steffen aber war noch nicht da.
Ich gab ihm den Straßennamen der JVA, aber Melanie und er waren ganz wo anders in Darmstadt und das Navigationssystem versprach 15 Autominuten bis zu mir.
Ich bin aber schon in die Gefängnisfläche herein gefahren und sah viele leere Parkplätze, keine Läufer und nur einen einzigen Wärter, den ich gleich interviewte. Auf meinen Hinweis, dass ich heute hier einen Marathon laufen wolle schüttelte er nur den Kopf und meinte, dass das definitiv nicht in dieser JVA stattfinden würde.

Es war ein ganz anderer Stadtteil Darmstadts und so rief ich Steffen an, um ihm die Kunde zu übermitteln. Er war zwischenzeitlich schon auf dem halben Weg zu mir, um festzustellen, dass er doch genau dort hin sollte, von wo ich ihn Richtung Weiterstadt umbeordert hatte.
Steffen war wohl keine 200 Meter vom richtigen Ziel entfernt, bevor ich ihn in die ganz andere Richtung dirigiert hatte.
Was sollte er daraus lernen? Wer auf mich hört, der sollte die Informationen zwei Mal überprüfen.

Alsdann standen wir vor dem Knast, um irgendwann endlich reingelassen zu werden. Das war gar nicht so einfach, weil immer nur vier Läufer auf einmal durch die Türe durften. Dann hieß es, die Pässe abzugeben, hinzusitzen und das Beschnüffeln durch einen Drogenhund zu erdulden. Dann aber durften wir in den Gefängnishof.
Am Ende dann, als ich nach Hause gehen wollte, war das sehr einfach. Durch die Türe, um den Pass gebeten – tschüss!
Und ich dachte immer, dass es leichter wäre, in den Knast zu kommen als dort heraus…

Frubiase war ja der Hauptsponsor des Laufs und so ging ich mit Melanie und Steffen zuerst zum Frubiase-Zelt. Alle Ladies dort waren hilfsbereit und nett, dass aber Jana aus München da war hat mich besonders gefreut. Ich hatte sie ja in Hamburg beim „Zieleinlauf“ mit Susanne Alexi und Hauke „Petzi“ König beim Lauf Dresden – Hamburg auf dem Elberadweg kennen gelernt.
Danach hatten wir ein, zwei Mal telefoniert und zwei, drei Mal gemailt – und dann die Überraschung in Darmstadt.

Das Frubiase Team war für mich sehr hilfreich. Nicht nur wegen der Flüssigkeit, die ich in jeder zweiten Runde dort zu mir nahm, sondern auch wegen des Supports. Als in etwa nach der Halbmarathon-Distanz der Himmel stark zu weinen begann, bat ich um meine Regenjacke für die nächste Runde.
Als ich dann aber wieder am Frubiase-Stand war hatte sich der Himmel wieder eingekriegt und zeigte sich wieder sonnig lachend. Aber meine Laufbrille war nass und kaum mehr erträglich. Ich bekam sie abgenommen, geputzt und später wieder aufgesetzt.
Ein fantastischer Service – das wünsche ich mir auch für die 24 Stunden von Delmenhorst!

Dann ging es los mit einer Viertelstunde Verspätung und ich startete mit Steffen, die Runden zu ziehen.
Wir haben zügig begonnen, fast zu schnell, wie ich dachte, aber am Ende zeigte sich, dass dieser Marathon einer derjenigen war, bei denen ich überhaupt keinen Einbruch hatte. Ich lief und lief und lief, nicht Richtung persönlicher Bestzeit, dafür hätte ich schon viel früher schneller sein müssen, aber Richtung einem guten Normalwert, auf jeden Fall „unter 4“.
Viele Stadtmarathons habe ich ja zwischen 3:52 und 3;54 Stunden abgeschlossen, auch den Darmstädter Knastmarathon wollte ich in dieser Region finishen.

Vom Moderator erfuhren wir, dass zumindest ein Staatsanwalt mitgelaufen ist und eine Handvoll Häftlinge fragten mich, ob ich ein Staatsanwalt sei. Als ich die Jungs dann abklatschte, waren sie ganz begeistert und zeigten ihre Freude bei jeder meiner Runden, manchmal nannten sie mich dennoch „Staatsanwalt „.
Ansonsten war der Kontakt zu den Gefängnis-Insassen leider eher bescheiden. Zu unterschiedlich sind wohl die Welten, in denen wir alle leben und zu verschieden sind auch die Erfahrungshorizonte. Dennoch fand ich es schade, mit den Jungs nicht ins Gespräch kommen zu können, ich hätte mir gerne ein paar Geschichten einzelner Häftlinge angehört.

So hörte ich stets auf die Musik, die uns Läufer motiviert hat, auf den Moderator, der unermüdlich etwas über einzelne Läufer erzählt hat und der dauernd die aktuelle Platzierung der schnellen Hirsche mitgeteilt hat.

Natürlich waren es mal wieder die anderen Läufer, die diesen kleinen und persönlichen Lauf zu einem besonderen Event für mich gemacht haben. Andreas, Martin, Connie, den ich seit Brugg nicht mehr gesehen hatte, natürlich Melanie und Steffen oder auch Andrea, mit der ich erst vor kurzem nachts um 3 Uhr in München Richtung Innsbruck gestartet bin – um nur einige zu nennen.

Am Ende sah ich, dass ich unter 3:50 Stunden blieben konnte und gab mir Mühe, nicht zu langsam zu werden. Eine Nettozeit von 03:49:04 Stunden machte mich richtig glücklich und so setzte ich mich zu Jana an den Frubiase-Stand und trank ein Malzbier zum Abschluss.

Die Inhaftierten, die in mir einen Staatsanwalt sahen, sah ich nicht mehr, die Erinnerung an diese Menschen, deren Schicksal mich doch interessiert hätte, wird aber wohl noch lange anhalten.
Der Darmstädter Knastmarathon, ein schönes, ein persönliches, ein imposantes Erlebnis.
Wenn Du noch nicht da warst, dann laufe dort – im Jahr 2012.

WIKIO Ausdauersport …

… oder was es alles im Internet zu bewundern gibt!

Wusstest Du, dass es eine WIKIO Ausdauersport Seite gibt, die die Blogs zum Thema „Ausdauersport“ aufreiht und bewertet?
Nein? Ich bis gestern auch nicht.

Dunkel erinnere ich mich, früher einmal so etwas in der Richtung gesehen zu haben, bewusst daran erinnern kann ich mich aber nicht mehr.

Es war SarahEmily, die mich heute darauf gestoßen hat und der ich daher zu Dank verpflichtet bin.
Aber zu viel mehr Dank verpflichtet bin ich Dir, bin ich Euch, bin ich allen Lesern meines Blogs. Zwar kenne ich nicht die Kriterien, die für dieses Ranking angenommen werden, aber wenn es sich um die Ausdauer beim Blog-Beiträge schreiben handelt, dann kann ich nicht wirklich weit vorne sein.
Wenn die Ausdauer beim Laufen belohnt wird, dann verdienen andere bessere Platzierungen, gerade zurzeit stehe ich meist in der „Schäm-Ecke“ und schmolle, weil ich mich mal wieder dabei erwischt habe, eine Laufchance vertan zu haben. Es gibt ja so gute Begründungen dafür.

Ich wundere mich ja immer wieder darüber, wie manche Internet-User unter den Milliarden von Internetseiten die Seite finden, die den ultimativ lustigen Clip zeigt, die Seite finden, in der der Kartoffelschäler seien Angriff auf die Kartoffelschale für den Abend ankündigt und die Seite finden, auf der man mal ganz langsam für alle sichtbar über das Leben und über die Liebe jammern kann.

Was für Seiten es im Internet gibt!
Was für Menschen es gibt, die solche Seiten erstellen und ins weltweite Netz stellen!

Und dann gibt es auch Seiten wie die WIKIO Ausdauersport Seite, die einem den ganzen Tag versüssen.
Seiten, die „Danke“ sagen, dass man regelmäßig Stunden statt mit dem Lieblings-Daddelspiel damit verbringt, mit einem Blog-Beitrag einem Leser etwas Freude zu bereiten, ein wenig Information zu weiterzugeben und Manchen ein kleines Stück glücklicher zu machen.

Seiten, die einem sagen, dass das, was man tut, nicht ganz schlecht ist, Seiten, die einem den fantastischen Platz vier im Monatsranking zuweisen.
Das macht mich stolz und für einen kurzen Moment musste ich schlucken und mich fragen, ob ich diese Platzierung verdient habe. Aber darüber entscheide ja nicht ich, sondern eben Du, wenn Du meinen Blog besuchst.
Auch deshalb danke ich von Herzen.

(Klicken zum Vergrößern ... )

Platz vier also, aber besonders freue ich mich über den Platz 1 für Heiko Wache mit seinem Projekt „Laufe Marathon“. Dieser Platz 1 kommt allerdings in einer Zeit, in der Heiko hin- und hergerissen ist zwischen seiner Liebe zur Kurzstrecke und seinem Traum von der Langstrecke, in einer Zeit, in der er schreibt:

Laufe Marathon Blog ist Geschichte

Geschrieben am Sonntag, 27. Februar 2011 von Heiko

So ich habe lange überlegt, was ich schreibe und wie ich es schreibe. Und nun mache ich es doch kurz und schmerzlos: Laufe Marathon ist Geschichte. Diese Entscheidung ist endgültig und unwiderruflich. Das Blog bleibt weiterhin online, aber wird eben …“

Und ich wünsche mir, dass Heiko sich diese Entscheidung noch einmal überlegt, vielleicht ermuntert ihn diese Platzierung ein wenig?
Mit Heiko verbindet mich nämlich viel mehr als nur das Bloggen.
Heiko hat mich vor Monaten als Co-Moderator in der auf der XING-Plattform von ihm gegründeten Gruppe „Marathon“ eingesetzt, er ist Ratgeber und Freund in Sachen Internet und ich freue mich jedesmal, wenn wir uns auch im „real life“ über den Weg laufen.
Heiko, diesen Platz 1 hast Du Dir verdient.

Aber ich freue mich genauso auch über den Platz 2. „Miss Monster“ Eva, Evchen, die uns ständig von Ihren aktuellen „Schandtaten“ berichtet, verbindet wie keine Zweite Glaubwürdigkeit mit Witz und Geist.
Als bekennender Leser ihres Blogs weiß ich gut, wovon ich hier schreibe.
Gut gemacht, Eva, auf zu neuen „Schandtaten“.

Danke an Euch alle, dass Ihr mir diese Freue bereitet habt. Und auch für mich gilt: Auf zu neuen „Schandtaten“ …

Main-Spitze: der MMM

Der „MMM“, der Mainzer Maaraue Marathon ist, so der Bericht der Zeitung „Main-Spitze“ vom 9. Februar …

… länger als das antike Vorbild

Start zum Maaraue-Marathon: Organisator Sascha Kaufmann mit roter Mütze läuft voraus. 	Foto: uli

GUSTAVSBURG: MAARAUE-MARATHON – Lauf-Enthusiasten endecken die Mainspitze als Geheimtipp

(uli). 25 Lauf-Enthusiasten aus verschiedenen Regionen Deutschlands trafen sich jetzt auf dem Parkplatz an der Ochsenwiese, um zum 5. Maaraue-Marathon zu starten. Eingeladen hatte Sascha Kaufmann aus Mainz-Mombach, der diesen Lauf privat organisiert.

Fast jeder Hobbyläufer in der Mainspitze kennt den „Drei-Brücken-Weg“ über die Flüsse Rhein und Main hinweg.
Knapp über neun Kilometer sind das von Gustavsburg über die Kostheimer Mainbrücke, dann auf der Maaraue bis zur Theodor-Heuss-Brücke in Mainz, am Rheinufer entlang und dann wieder über die Eisenbahnbrücke zurück nach Gustavsburg.

Gleich fünfmal hintereinander, also rund 45 Kilometer, hatten sich die Langstreckenläufer für diesen Tag vorgenommen. Für manche im Starterfeld fast schon ein Klacks.

„Bei 100 Kilometern fängt es doch erst an, richtig Spaß zu machen“, hieß es aus der um 10 Uhr lostrabenden Schar. Tatsächlich hatte sich eine handverlesene Truppe versammelt, der ein einfacher Marathon nicht Qual genug ist. „Starten darf nur, wer von mir eine persönliche Einladung erhält“, betonte Organisator Sascha Kaufmann.
Und die erhalte nur, wer in den Listen der Deutschen Ultra-Marathon-Vereinigung auftaucht.

Dafür gilt es einen Lauf zu absolvieren, der länger ist als der von Pheidippides in der antiken Überlieferung von Marathon nach Athen. Der hatte diese Anstrengung bekanntermaßen allerdings nicht überlebt.

Darüber kann Klaus Neumann aus Stuttgart nur milde lächeln. Der Ultra-Marathon-Mann hat erst kürzlich beim Trans-Europa-Lauf teilgenommen. Das sind 4 888 Kilometer in 64 Tagen.
Thomas Eller aus Bonn nahm am Rheinsteig-Ultra-Marathon teil – 141 Kilometer am Stück (Anmerkung von mir: gemeint war der „Kleine KOBOLT).
Die einzige Klage, die er dabei hatte, waren die niedrigen Temperaturen. Also eine verschworene Gemeinschaft von passionierten Dauerläufern, die sich da in Bewegung setzte.

Es komme gar nicht auf die Zeit an, sondern auf das gemeinsame Erlebnis. Manche Starter sammeln Ultra-Langstrecken-Läufe auf der ganzen Welt. Je origineller die Streckenführung, desto besser. Der Maaraue-Marathon scheint sich in der Szene so langsam als Geheimtipp zu entwickeln. Kein Wunder, sind doch so kuriose Starttermine wie 24. Dezember zu ergattern. Immerhin vier Starter waren es, die in der Heiligen Nacht ihre Runden über die Brücken drehten.

Persönlich fand ich den Lauf sehr, sehr nett. Die Mitläufer waren, sofern sie mir noch nicht bekannt waren, durchweg aufgeschlossen und freundlich. Sascha Kaufmann und Brigitte Mollnar kennengelernt zu haben war schon alleine die Anreise wert.
Ich jedenfalls werde diesen „MMM“ immer wieder in meine Agenda einbauen, wenn es zeitlich passt.

Auch wenn man sich die Startgebühren ansieht und abwägt, was man dafür bekommt, dann ist das schon sensationell. Für tatsächlich Null EUR Startgeld bekommt man sogar noch ein kleines Starterpaket, in dem sich neben einem Sektchen, den ich meiner Gabi vermacht habe, weil ich ja zurzeit keinerlei Alkohol trinke, noch ein Riegel als Nahrungsunterstützung.
Einfach sensationell, finde ich.

Brigitte und Sascha sehe ich schon bald wieder – beim RheinBurgenWeg-Lauf. Da kann ich mich dann auch revanchieren. Nette Leute sind da auf jeden Fall auch dabei, bleibt nur noch das Starterpaket …

Danke an den Veranstalter Sascha Kaufmann für diesen Lauf.

Irgendwie schräg, der Lauf …

Senftenberg ist weit weg. Senftenberg ist vielleicht die am weitesten entfernte Stadt Deutschlands für mich, weiter als Berlin, weiter als Dresden, eben irgendwo dazwischen zwischen diesen beiden aufregenden Landeshauptstädten.
Wer baut denn so eine Stadt irgendwo ins Niemandsland, so weit weg von jeglichen attraktiven Reisezielen, fast direkt an die Grenze zu Polen? Das ist doch eine echte Fehlplanung, oder?

Senftenberg, sorbisch Zły Komorow, ist eine Mittelstadt im Süden Brandenburgs in der Niederlausitz. Sie ist Kreisstadt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und befindet sich an der Schwarzen Elster sowie am Senftenberger See, der einer der größten künstlich angelegten Seen Europas ist.
Senftenberg
hat viel Braunkohle, aber die hat nach der Wende 1990 ihre Bedeutung verloren und Senftenberg hat eine alte, große Sporthalle, die Niederlausitz-Halle. Und in der verstecken sich so manche Geheimnisse.


Schöne Dinge, die man von draußen nicht sehen darf:
Richtige Gästezimmer in alter DDR-Manier beispielsweise, riesengroß, sehr preiswert (14 EUR inklusive Frühstück) und zum Zwecke der Volksüberwachung extrem hellhörig, aber auch recht nett.
Und eine weiche und federnde Tartanbahn, die in den Kurven nach oben stark angeschrägt ist und die exakt 250 Meter misst.

Die Geheimnisse, die sich auf dieser Tartanbahn abspielen, sind eine Reihe von Laufveranstaltungen an einem Wochenende, Läufe von 3.000 Metern bis hin zum Ultra-Marathon, wobei der normale Marathon, der Nachtmarathon und vor allem eben der 50 Kilometer Ultra-Marathon die Höhepunkte sind.
Und weil die ganz Eifrigen unter uns Läufern, die, die in ihrem Köpfchen noch eine Schraube mehr locker haben als wir anderen, sich nicht entscheiden können, welchen Lauf sie machen sollen, machen sie halt einen Marathon am Samstag und dann den Ultra-Marathon am Sonntag.
Sigrid Eichner, die aktuelle Weltrekordhalterin in absolvierten Marathons bei den Frauen, ist eine davon. Dabei hat sie noch richtig Glück gehabt, weil sie fast nicht starten durfte. Streng bürokratisch wollte man ihr am Empfang den Start beim Ultra-Marathon verweigern, weil sie nicht vorangemeldet war. Ein paar klärende Worte mit dem Veranstalter haben sie aber dann doch wieder auf die Tartanbahn gebracht.
Wenn ich mir vorstelle, nach dem Ultra-Marathon noch einen Marathon laufen zu müssen …
Nee, Kinder, was man sich doch alles antut, um glücklich zu sein … !

Ganz bestimmt tut man das aber nur, weil die Musik, die während des Laufs gespielt wird, uns alle daran erinnert, dass wir vor 30 Jahren, als diese Musik noch jung war, auch noch jung, schnell und spritzig waren. Da liefen Titel wie „Kung Fu Fighting“ und alte Hits der ABBA, Lieder also, die wir alle zwar gerne hören, das aber nur heimlich tun, damit niemand uns in die entsprechende Altersklasse steckt. Und zugeben, dass wir diese Musik gelegentlich gut finden, würden wir niemals. Das wäre ja fast so, als wenn wir auf eine „Ü30“ Party gehen würden!

Aber was heißt es, hier einen Ultra-Marathon zu laufen? 50 Kilometer, genau wie in Rodgau. Flach, noch flacher als in Rodgau, außer natürlich in den Kurven. Nicht allzu weit, gemessen an anderen Ultra-Veranstaltungen, aber irgendwie doch anders als in Rodgau.
Hier sind es nicht 10 Runden wie in Rodgau, sondern es sind eben mal 200 Runden. 200 Runden! Wenn ich Eier in der Schüssel schaumig schlage, dann erleben die keine 200 Runden …
Irgendwie schräg, der Lauf – und das nicht nur wegen der überbauten Kurven.

Wenn Du so einen Lauf machst und ihn einigermaßen ambitioniert angehst, dann wirst Du immer wieder einige Läufer überholen. Und das Überholen in der Kurve ist am Anfang noch lustig, dann aber wird es lästig, dann ärgerlich und am Ende überholst Du nur noch  auf den beiden Geraden, weil das ständige „auf die höher gelegenen Bahnen laufen“ anstrengend ist. Du liebst es anfangs, Du hasst es am Ende.

Ich hatte mich während des Laufs einer Lady angeschlossen, Kerstin Wohlgemuth aus der Oberlausitz – Niederschlesien, die von Ihrem Trainer sehr genau auf das für sie optimale Tempo eingestellt wurde, bei jeder der 200 Runden gab er seinen Kommentar zur aktuellen Geschwindigkeit. Beste Voraussetzungen für einen guten Lauf, dachte ich.

Aber die Lady, die am Ende Platz 2 in der Damenwertung und Platz 1 in der Alterswertung „W55“ belegte, war mir zu schnell. Ich dachte anfangs, sie läuft auf „sub 4:30 Stunden“, das hätte ich mir vielleicht noch zugetraut, Sie lief aber „sub 4:20 Stunden“, eindeutig nicht mein Laufniveau.
Von Runde 25 bis 100 lief ich mit ihr, dann aber habe ich mich etwas zurück fallen lassen, um mir dann auf den folgenden 100 Runden ständig zu sagen, dass 2:10 Stunden für die erste Hälfte einfach zu schnell für mich waren, eine deutlich schwächere zweite Hälfte folgte, als Strafe gewissermaßen. Aber es hat Spaß gemacht, anfangs mit Kerstin so konstant zu laufen.

Der Veranstalter hat mir vor dem Lauf schon gesagt, dass die weiche Tartanbahn die Bänder und Sehnen besonders stark fordern würde und ich muss feststellen, dass diese Vorhersage nicht ganz falsch war. Vor allem zwischen den Runden 150 und 170 hatte ich ein riesiges Motivationsloch und ich bin froh, dass sich das dann irgendwann wieder gegeben hat.
Aber die Oberschenkel brannten und ich konnte einfach keine großen Schritte mehr machen, das Tempo fiel kontinuierlich ab und so brauchte ich für die zweiten 100 Runden 2 Stunden und 36 Minuten, fast eine halbe Stunde länger als für die erste Hälfte!
Ungeheuerlich eigentlich, aber ich hatte keine Lust, mich da zu quälen. Schade eigentlich, so im Nachhinein betrachtet …

Versteckt unter der hohen Hallendecke blieb dann auch, dass ich dort in Senftenberg zum ersten Mal meine Altersklasse gewonnen habe – ich wollte es erst gar nicht glauben. Vor allem wollte ich nicht glauben, dass man mich in der Klasse „M50“ führt. Wie kommen die denn auf so etwas? Ich bin doch kaum älter als Ende 30, höchstens Anfang 40 !!!
Aber wenn man die Altersklasse gewinnt, dann ist man auch bereit, in der Klasse „M50“, „M60“ oder noch älter zu starten.


Als ich also nach rund 4:46:32 Stunden endlich über die Ziellinie lief (zum zweihundertsten Mal an diesem Tag!), rief der Moderator, dass eben der Sieger der „M50“ eingelaufen sei. OK, es war nur eine kleine Gruppe von Läufern in der Klasse „M50“ vertreten, aber immerhin, ich fand es toll und war stolz auf mich.
Und so ganz nebenbei habe ich meine persönliche Bestzeit auf 50 Kilometer auch noch dramatisch verbessert, um ganze 22 Sekunden! Das ist dann auch ganz anders und viel besser als in Rodgau.

Schade, dass die Hallendecke der Niederlausitz-Halle auch dieses Geheimnis für immer bewahren wird.

Die kleine Vorsilbe „Ultra“

Jens Vieler hatte gleich doppelt Unrecht:

in seiner letzten Mail vor der TorTOUR de Ruhr (TTdR230) schrieb er, der Lauf sei etwas wie ein Kindergeburtstag, es gäbe „alle paar Meter eine Pause“.

Das war der Moment, in dem ich überlegte, ob ich mich beim falschen Bewerb angemeldet habe. Und ich begann, die Ausschreibung erneut zu lesen.
Sollte es doch ein Lauf über 23,0 Kilometer sein und ich habe irgendwo das Komma übersehen? So etwas passiert ja leicht, dachte ich mir, aber ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, dass die Ruhr so kurz sein und gleichzeitig einer ganzen Region ihren Namen aufdrücken könne.

Aber Jens hatte Unrecht. Die TorTOUR de Ruhr war wahrlich kein Kindergeburtstag, die Liste derer, die aussteigen mussten, belegt das eindringlich.

Alle paar Meter eine Pause?


Gut, die erste Verpflegungsstelle lag etwa bei km 30, also hinter einer Strecke, die selbst passionierte Normalläufer nie oder nur selten erreichen. Ich meine hier die Läufer, die zwei, drei Mal die Woche eine Strecke zwischen sechs und zwölf Kilometern zurücklegen und für die der Halbmarathon noch eine lange Einheit ist.

Und die zweite Verpflegungsstelle lag dann beim Start der TTdR160 bei km 73, also war dahin rund eine Marathon-Entfernung zu laufen. Ein Marathon, eben mal so zwischen zwei Verpflegungspunkten!
Der Marathon ist immerhin die Krönung für fast jeden Läufer. So viele träumen davon, einmal im Leben einen Marathon zu schaffen, andere laufen regelmäßig diese Distanz. Aber nur sehr wenige laufen diese Distanz, um von einem Verpflegungspunkt zum nächsten zu kommen.

Beim Thema Marathon frage ich mich ja immer, woher die These stammt, dass man nicht mehr als zwei Marathons im Jahr laufen dürfe, alles andere sei schädlich für die Gesundheit. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass der Marathon nur der Anfang ist. Die kleine Vorsilbe „Ultra“ ist es, die mich so fasziniert. Aber nur extrem wenige Marathonis schmücken sich mit eben dieser kleinen Vorsilbe „Ultra“. Alleine die Vorstellung, auch nur einen einzigen Meter über die Marathon-Distanz hinaus zu laufen, löst meist Abscheu, Angst oder Verwunderung aus und häufig muss ich meinen Gesprächspartnern die Handys abnehmen, wenn wir auf meine langen Läufe zu sprechen kommen.
Das passiert dann genau in dem Moment, wenn diese Gesprächspartner das örtliche Zentrum für die psychologische Betreuung „geistig Verwirrter“ anzurufen versuchen.
Diese Marathon-Entfernung zwischen zwei Verpflegungspunkten läuft bei Jens noch unter „Kindergeburtstag“?!

Im Ernst stellte ich mir die Frage, ob seine Kinder bei ihren Kindergeburtstagen ähnliche Bedingungen vorfanden. „Kaiser, wie viele Kilometer gibst Du mir?“ könnte eins der Kinderspiele gewesen sein. Oder das berühmte Eierlaufen. Du läufst mit einem Ei auf einem Löffel 42,195 Kilometer entlang, der Löffel steckt im Mund und wer das bis ins Ziel schafft, der darf dann zurücklaufen, um beim Topfschlagen teilzunehmen. War so „Happy Birthday“ bei den Vielers?


Schauen wir uns mal die Liste der Aussteiger an, hoch engagierte Ultraläufer der Spitzenklasse sind da dabei und ganz ehrlich: als ich mich das erste Mal verlaufen hatte, wäre ich fast auch dabei gewesen. Nur Susanne Alexi und Florian Bechtel, die ihren Fahrrad-Guide Raimund Slabon ausgeschickt hatten, mich zu finden und auf den rechten Weg zurück zu führen, haben das verhindert.
Das hat so gut getan, zu wissen, dass sich andere Sorgen um Dich machen … also musst Du weiter und darfst Dich nicht eintragen in die Liste derer, die noch einen schönen Sonntag haben wollten.

Ausgestiegen sind Tom Wolter-Roessler, Martin Raulff, Jörg Eberling, Dirk Vinzelberg, Mattin Becker und Sarah Hreczkun, alle wohl schon vor der 100km-Marke, Tom Kuschel, Angela Ngamkam, Martin „Tasso“ Schöer und Ralph Dietz noch vor der 180km-Marke und nach der 180km-Marke erwischte es zuletzt noch Hauke König, Günther Bruhn und HUPSI (Dirk Przybyllok).
Als Hauke aussteigen musste, drückte er mich und sagte: „Du musst mir eines versprechen: finishe das Ding bitte!“
Kann man so einen Auftrag unerledigt lassen?

Es war also kein Kindergeburtstag, sondern richtig harte Arbeit und vor allem die Kilometer von vielleicht 140 bis etwa 180 waren lang, quälend lang.


Ich kam so schlecht durch die Nacht wie noch nie und daher habe ich am Sonntag drei Mal eine Parkbank aufgesucht, um wenigstens einen Kurzschlaf zu nehmen. Das tat ich immer dann, wenn mit beim Laufen immer wieder die Augen zufielen, mein Kopf hin und her wackelte und ich nicht mehr in der Lage war, mich klar zu artikulieren. Ich nuschelte, ich lispelte, ich redete Unsinn in diesen Momenten.
Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich das öfters tue, aber ich rede eben sonst anderen Unsinn als dort bei der TorTOUR.

Warum ich so schlecht durch die Nacht kam, glaube ich heute zu wissen.
Natürlich hatte ich in der Nacht zuvor einfach zu wenig geschlafen, der Tag war hektisch und arbeitsreich gewesen und nach dem Wecker um 4:30 Uhr am Samstag früh haben meine Frau Gabi und ich uns noch um die letzten Versorgungsdetails gekümmert. Aber sicher war auch ein Grund, weil wir so langsam gelaufen, eigentlich fast ausschließlich gegangen sind.
Der Puls bleibt niedrig, die Ausschüttung von Adrenalin und Wasweißichfür-in’s ist reduziert, das Schlafbedürfnis steigt.
Wie auch immer, viele haben am Sonntagvormittag geglaubt, dass ich den Mittag nicht mehr als TorTOURist erleben würde.

Der zweite Punkt, in dem Jens Vieler sich geirrt hat, war folgender:
für jeden der vielen Teilnehmer hat Jens eine kleine, individuelle „Hymne“ geschrieben, eine wohlwollende Vorstellung, damit die Webseiten-Besucher wissen, was die einzelnen TorTOURisten so gelaufen haben und was sie noch vorhaben.

Meine Hymne ging so:

Falsch, Jens, absolut falsch. Was Jens meinte ist, dass ich bei km 178 Neuland bei Nonstop-Läufen betrete. Zwar dauerte der UTMB für mich noch länger als die TorTOUR de Ruhr, aber er hat „nur“ bescheidene 166 km, der KÖLNPFAD mit seinen 171 km in knapp 24 Stunden ist auch ein eher „kurzer“ Lauf und mein bisher längster Nonstop-Lauf, die 24-h Lauf der DLV Challenge in Delmenhorst im Juni 2009 brachte eben jene knapp 180 km, genau 177,520 km.
Ab dann zählte es also wirklich.

Die Oberschenkel waren seit langem verhärtet, aber ab etwa km 185 begann ein kleines Wunder. Ich konnte und ich wollte wieder laufen. Ich lief dann zwar nur noch eine 8er Zeit, weiter bekam ich die Beine nicht mehr auseinander, aber immer noch schneller als das Gehen der vergangenen Stunden, trotz meiner Schnelligkeit beim Gehen.
Nach der letzten Verpflegung bei der dem alten Herrn Hans Jansen konnte ich sogar wieder eine 7er Zeit laufen. Ob mich der alte Herr dazu animiert hat?

Herr Jansen bewachte die letzte Verpflegungsstation, weil die offizielle Betreuung zusammen gepackt hatte. Also wurde die Verpflegung ein paar Häuser weiter auf einen Campingtisch vor das Haus der Jansens verlegt. Das Angebot war immer noch üppig und Susanne Alexi, ihr Trupp und ich genossen noch diese letzten Kalorien. Dabei sollten wir das Alter von dem alten Herrn Jansen schätzen. Aber auf wie alt schätzt man einen alten Mann?
Ohne Höflichkeitsfloskeln hätte ich ihn auf mindestens Ende 70 geschätzt, mit einem Höflichkeitsbonus jedoch ging er auch für 72 durch, fand ich.
„Ich werde in drei Wochen 90 Jahre alt,“ sagte er stolz zu mir und ergänzte, dass er auch ein Läufer gewesen sei, allerdings ein Kurzstreckenläufer, damals 1936.

Wer jetzt glaubte, von Schulrekord bei den damaligen Bundesjugendspielen zu hören, der sah sich getäuscht. „11,1 Sekunden bin ich damals auf die 100 Meter gelaufen!“  Jesse Owens, der damalige Goldmedaillengewinner, lief mit 10,2 Sekunden nur knapp eine Sekunde schneller.
Ich muss zugeben, ich war beeindruckt. Und diese 15 oder 20 Jahre, die er jünger aussah als er war, verdanke er dem Sport, sagte er.
90 Jahre alt, kein Stock, auf den er sich stützen musste, vollkommen gerade auf den Beinen und klar im Kopf – so will ich auch das hohe Alter erreichen. Wenn ich da an die vielen auf lebenserhaltende Geräte angewiesenen bettlägerigen Achtzigjährigen denke, dann hätte ich in diesem Moment auf die Knie fallen und „Halleluja!“ rufen sollen.
Und ich hätte ihn nach den Kindern Renate und Burkhard fragen sollen und danach, wie stolz er auf die beiden sein muss. Renate ist Marathonläuferin und eine der Hauptorganisatorinnen beim 24-h Lauf des TuS Breitscheid und Burkhard ist einer der erfahrensten Marathonis des TuS Breitscheid und zurzeit auf Pilgertour auf dem Jakobsweg.
Oder ich hätte nach Frau Jansen fragen sollen, die ebenso gesund aussah, aufrecht ging und mit liebevollem Stolz auf ihren Mann hinter ihm stand. Vielleicht war sie auch eine große Sportlerin gewesen, dachte ich, aber ich traute mich nicht, danach zu fragen. Was für eine sportliche Familie …

Wenn die TorTOUR de Ruhr also für etwas gut war, dann dafür, mir mal wieder zu zeigen, dass wir alle es zum guten Teil in der Hand haben, zu entscheiden, wie wir alt werden wollen. Und wenn es uns gelingt, das so hinzubekommen wie die die Jansens, dann hat sich jeder Meter laufen, jede Minute Sport, jede Anstrengung gelohnt …