Es ist eisig auf der Spitze …

Der ältere Niels Larsen, sein Sohn Henk Larsen, seine Tochter Anne-Mette Larsen und der ältere Jesper Paulsen sind mir schon im einfachen Bergsteiger-Hotel „Springland“ in Moschi aufgefallen.
Nicht wegen der dänisch-typisch hellblonden Haare, sondern, weil sie zu viert das gleiche T-Shirt trugen.
Ein schlammgrünes Shirt, vorne mit dem eigenen Namen und der Ergänzung „Kilimanjaro 2010“ und hinten bedruckt mit einem dänischen Satz, den ich gerne aufgeschrieben hätte, der mir aber zu kompliziert war, um ihn mir zu merken.


Später sahen wir die Vier dann bei unserer ersten Rast auf der Machamé-Route rauf auf das übermächtige Kilimanjaro-Massiv wieder. Ich sprach die Vier an, woher sie stammen würden und bekam zur Antwort, dass sie aus dem dänischen Holstebro stammen, irgendwo in der Mitte Dänemarks an der Küste. Ich hatte das blaue Laufshirt des ECU 2008 an, des European Cups of Ultramarathons 2008, das die Rennen in Mnisek, Eisenach (Rennsteiglauf), Biel, Schwäbisch Gmünd (Schwäbische Alb Marathon) und Celje zusammenfasste. Momentan ist auch noch der Wörthersee Trail in diesem Cup vertreten.
So kamen wir schnell auf das Marathon-Laufen.

Jesper Paulsen war es, der mir stolz erzählte, dass ein Läufer aus ihrer Region auch beim Berlin-Marathon 2010 mitgelaufen sei. Keine große Sache, dachte ich, immerhin sind fast 6.000 dänische Läufer im Ziel angekommen, gestartet sind vermutlich mehr als 6.000 dänische Läufer. Damit ist der Berlin-Marathon einer der ganz großen dänischen Marathons.
Aber dieser Läufer hatte etwas Besonderes getan. Er lief von seiner Heimatstadt bis nach Berlin. Mit den läufertypischen Umwegen waren das etwas mehr als 800 Kilometer. So etwas fasziniert mich und treibt mich, in 2011 ebenfalls zu versuchen, den einen oder anderen Lauf nicht mit dem Auto oder dem Flugzeug, sondern mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen, wenn die Zeit dafür ausreicht.

Es war mein langjähriger Freund Andreas Klotz vom mehrfach ausgezeichneten Umweltprogramm „mondberge.com“, der die Vier fragte, was der dänische Spruch auf dem T-Shirt Rücken übersetzt heißt. „Es ist eisig auf der Spitze …“ war die Bedeutung des Spruchs und wer schon einmal auf dem Uhuru Peak des Kibo, des Kilimanjaro war, der weiß, dass das stimmt.
Aber dieser Satz bedeutet auch noch etwas anderes. Während wir Deutschen sagen: „An der Spitze ist es einsam!“ und damit meinen, dass der Chef eines Unternehmens seine Entscheidungen meist alleine treffen, alleine verantworten und alleine durchsetzen muss und sich damit selten Freunde macht, heißt es im dänischen: „Es ist eisig auf der Spitze …“, gemeint aber ist das Gleiche. Mich hat das Wortspiel sofort fasziniert.

Da die Vier wie wir ebenfalls die Machamé-Route ausgewählt hatten, sahen wir sie auch immer wieder beim Laufen, wenn deren Gruppe unsere überholt hat, wenn wir die dänische Gruppe überholten, auf den Camps und ganz am Ende wieder im Bergsteiger-Hotel „Springland“ in Moschi, im Bus zum Flughafen und eben dort auf dem Kilimanjaro-Flughafen, wo wir eine Weile auf unseren Flug nach Amsterdam warten mussten.

Dort fragte ich die Vier, ob sie es alle geschafft hätten. Niels Larsen, der Vater, Jesper Paulsen und die süße blonde Anne-Mette Larsen hatten es ganz nach oben geschafft, Henk Larsen, der Sohn, allerdings nicht. Er schien uns manches Mal im Camp schon geistesabwesend zu sein, eine Art Trance oder Delirium, das Resultat aus hoher Anstrengung, beginnender Höhenkrankheit und mutmaßlich zu geringer Fitness uns Vorbereitung.
Anne-Mette Larsen aber, die zierlichste der Vier, hatte es mit ihrem Vater und Jesper Paulsen geschafft. Und bis auf eine von der sengenden Sonne knallrote Knubbelnase hat sie keine Beschwerden oder Verletzungen gehabt. Und sie war stolz und glücklich.

Unsere Gruppe, Andreas Klotz von Tipp4 in Rheinbach, die Hochzeits- und Landscape-Fotografin Radmila Kerl, ihr Mann Michi Kerl, der Audio-Autoeinbauten macht, Michael Matschuck von Druckpartner in Essen, sein eben erst 18 Jahre alt gewordener Sohn Niklas, der diese Reise zu seinem 18. Geburtstag geschenkt bekommen hatte und ich, hatte eine gravierende Änderung des normalen Tourablaufs gewählt. Anstatt nach dem Abstieg noch einen Tag im Hotel zu relaxen, teilten wir die dritte Tagesetappe in zwei Teile und schoben so eine zusätzliche Übernachtung auf etwa 3.900 Metern Höhe ein.
Das hat die Akklimatisierung erleichtert und wir hatten mehr Zeit für das Fotografieren. Vor allem für Radmila, Andreas und Michael war das auch der höhere Grund der Reise.

Bis zur Abreise kannte ich nur Andreas, der im gleichen Laufverein TV Altendorf-Ersdorf läuft und der mich Ende 2004 zum ersten Aufstieg auf den Kilimanjaro motiviert hat, den ich dann im Februar 2005 erfolgreich bewältigen dufte. Radmila kannte ich einige Wochen aus Facebook, alle anderen waren mir noch unbekannt bis zu dem Zeitpunkt am Düsseldorfer Flughafen, als ich Michael und Niklas Matschuck traf. Die Reiseunterlagen von DIAMIR in der Hand dachte ich, dass sie Teil unserer Gruppe sein mussten. Andreas war mit seinem Sohn Tim schon seit einigen Tagen in Afrika. Er wollte mit dem erst 15 Jahre alten Tim bis auf die Horombo Hütte auf der Marangu-Route, der einfachen „Coca-Cola-Route“, aufsteigen. Knapp 4.000 Meter über dem Meeresspiegel sind für einen jungen Mann wie Tim schon eine echte Herausforderung.
In Amsterdam warteten dann Radmila und ihr Mann Michi auf uns und so ging es mit dem Flieger nach Afrika, nach Tanzania, auf den Kilimanjaro Airport.

Schon der Flug war ein echtes Erlebnis. Nun bin ich schon viele Hundert Male in meinem kleinen Leben geflogen, es ist mir aber noch nie passiert, dass eine Stewardess zu mir kam und mich ansprach, ob ich alleine reisen würde. Als ich das bejahte, fragte sie mich, ob ich nicht auf einen der komfortableren Sitze ganz vorne im Abteil wechseln wolle. Da wäre noch einer frei und die Beinfreiheit dort sei überwältigend.
Oh Stewardess von KLM, ich liebe Dich!

Ansonsten war der Flug unspektakulär. Das Essen bei KLM ist überdurchschnittlich gut, es gibt sogar recht hochwertiges Besteck. Es ist aus einem durchsichtigen Plastik, aber es fühlt sich richtig gut an und man kann es auch sehr gut benutzen. Leider hat unser Reiseveranstalter DIAMIR vergessen, für mich meine Lieblings-Essensvariante vorzubuchen: „ASIAN VEGETARIAN“, aber es gab im Flugzeug nur die Auswahl zwischen einem Fleischgericht und leckerer Pasta. Für Vegetarier ist also auch ohne Vorbuchung immer etwas dabei bei KLM.
Die Auswahl an Filmen ist sensationell gewesen, aber ich hatte keine Lust, auf dem Hinweg allzu viel zu sehen, ich wollte lieber etwas Schlaf nachholen, was mir dank der großen Beinfreiheit und wenig gesprächssüchtigen Nachbarn auch gut gelang.


Auf dem Flughafen in Moschi begann dann für uns das Abenteuer Afrika. Nach einem Urlaub Mitte der 1980er Jahre in Marokko, einem Land, das nur kartographisch zu Afrika gehört, nach der Kenia/Tanzania Reise beim Aufstieg 2005 und nach dem Namibia-Urlaub 2008 mit meiner Familie war es erst das vierte Mal, dass ich afrikanischen Boden betreten habe, erst das vierte Mal, wo ich afrikanische Geduld lernen durfte und erst das vierte Mal, wo ich mich mit der Mentalität der Afrikaner auseinander setzen musste.

Für das Visum mussten wir lange anstehen. Oder aber auch nicht, denn ein tanzanischer Grenzbeamter sammelte unsere Pässe ein, riet bis auf Radmila allen, schon mal zum Gepäckband zu gehen und dort zu warten, das war entspannender als in der Schlange zu stehen. Radmila machte die Visums-Formalitäten für uns alle und wurde von dem Grenzbeamten sogar noch beschleunigt bedient. Wenn Du jetzt denkst, dass dafür auch nur ein einziger tanzanischer Schilling bezahlt wurde, dann irrst Du.
Ob es die stets gute Laune von Radmila war, die den Beamten bewegt hatte,  ihre blonden Haare oder was auch sonst – wir alle waren froh, die Prozedur des Visumerhalts abkürzen zu können.
Wir nahmen dann unser Gepäck, gingen aus dem Zollbereich des Flughafens heraus und trafen unseren Fahrer, der uns zur „Meru View Lodge“ bringen sollte, wo wir dann Andreas und Tim treffen wollten. Die Fahrt war kurz, aber die Straßen teilweise in katastrophalem Zustand. Und wir hielten nicht an der „Meru View Lodge“ an, sondern passierten sie erst einmmal, um zu einer dahinter gelegenen Lodge zu fahren. In diesem Moment erfuhren wir, dass wir wegen der Überbuchung getrennt wurden. Ich war der einzige, der im Anschluss in die „Meru View Lodge“ gebracht wurde, die anderen stiegen in der wesentlich vornehmeren Lodge dahinter ab.
Ich war also alleine.

Es war schon spät an diesem Abend und ich sollte mein Dinner also alleine einnehmen. In meiner Lodge allerdings hieß es dann, man habe mir Sandwiches vorbereitet, weil die Küche schon kalt wäre. Nach längeren Verhandlungen einigten wir uns dann darauf, dass ich doch noch etwas Warmes bekommen würde. Es dauerte sehr lange, bis mein Essen fertig war, wahrscheinlich wurde die Köchin erst wieder aus ihrem Haus an die Arbeitsstätte beordert.
Dann sagte man mir, dass ich am nächsten Abend das Dinner mit der ganzen Gruppe im anderen Hotel einnehmen würde, man würde mich dann nach der Safari dorthin fahren.

Das Frühstück am nächsten Tag nahm ich dann auch alleine ein, mir wurde aber zugesichert, dass man mich danach zur anderen Lodge fahren würde und so erschien ich nach dem Frühstück drüben in der anderen Lodge. Was in der Nacht wie eine lange Reise aussah, war aber nur ein kurzes Stück von vielleicht 500 Metern, das ich durchaus auch ohne Chauffeur hätte laufen können, aber ich war froh, die anderen, Andreas, Tim, Radmila, Michi, Michael und Niklas noch beim Frühstück zu erwischen.

Die sechs erzählten mir dann eine kleine Geschichte, die typisch ist für Afrika und das dortige Leben. Während ich am Vorabend alleine im Restaurant saß und mich langweilte, warteten die sechs in der anderen Lodge auf mich. „Thomas kommt gleich!“ hieß es ständig. Die Bedienung brachte auch zwei Mal mein Abendessen an den Tisch, immer dann, wenn ich erneut als Ankommer vermutet wurde. „Thomas kommt gleich!“
Erst viel später hieß es, dass ich nun doch in der „Meru View Lodge“ hätte essen wollen, aber ich käme dann zum gemeinsamen Frühstück in die Lodge.

Und so wartete man beim Frühstück geduldig auf mich, weil „Thomas kommt gleich!“, aber dann haben sich die sechs irgendwann entschlossen, nun doch ohne mich mit dem Frühstück anzufangen. Ein Glück, wie sich heraus stellte. Es war eben Kommunikation auf höchstem afrikanischen Niveau, die uns die ersten Stunden in Afrika „unrund“ erscheinen ließen. Später dann bin ich die Strecke einfach immer dann gelaufen, wenn es notwendig war, aber ich habe mich schon ein wenig geärgert, über die schlechte Kommunikation dort, aber auch über mich, dass ich nicht selbst die Entscheidung getroffen hatte, im Dunklen zur anderen Lodge zu laufen.

Als die sechs dann mit dem Frühstück fertig waren, ging es erst einmal in den sehr nahe gelegenenen Arusha Nationalpark zur Fotosafari. Der Arusha Nationalpark war so nahe an den Lodges, dass wir auch hätten hin laufen können, die Safari aber war ganz nett. Wenn ich bedenke, dass wir auf  Grund der Warterei auf „Thomas kommt gleich!“ erst spät von der Lodge weg kamen, dass dadurch die meisten Tiere schon träge und versteckt waren, dass die Farben des Tages nicht mehr so warm und schön waren wie in den Morgenstunden, dann war der Tag dennoch ein voller Erfolg.
Nur nicht für Michi Kerl, der sich entschlossen hatte, diesen Tag im Bett zu verbringen, um seine Erkältung vollends auszukurieren.

Bilder von der Safari und die Geschichte des Tages gibt es dann beim nächsten Mal …

Niels Larsen, seinen Sohn Henk Larsen, seine Tochter Anne-Mette Larsen und den älteren Jesper Paulsen jedenfalls sahen wir in Amsterdam dann zu letzten Mal. Das war auch der Zeitpunkt, an dem sich die Wege unserer Gruppe trennten. Niels, Henk, Anne-Mette und Jesper flogen von dort aus nach Kopenhagen, Radmila und Michi nach München, Andreas nach Köln, Michael, Niklas und ich flogen nach Düsseldorf und Andreas‘ Sohn Tim hatte uns ja schon Mitte der Vorwoche verlassen, erfolgreich an seinem Ziel, der Horombo Hütte angekommen.

Und ich? Ich war natürlich oben, gleich zwei Mal. Aber auch diese Geschichte erzähle ich beim nächsten Mal, ein Foto vom Gipfel aber gibt es schon jetzt:

Foto: Radmila Kerl, Zeitpunkt: Mittwoch 20.10.2010, ca. 8 Uhr

Ach ja, noch eines: „Thomas kommt gleich!“

Jenseits von Afrika …


Morgen früh geht es los nach Afrika, genauer zum Kilimanjaro Airport in Tanzania. Genau 5 Jahre und 8 Monate nach meiner Gipfelbesteigung am 12. Februar 2005, damals noch über die leichte Marangu-Route, die spöttisch häufig die „Coca-Cola Route“ genannt wird, fliege ich wieder nach Tanzania, dem ehemaligen Deutsch Ostafrika, in eines der Länder, die mich von allen Ländern, die ich bisher gesehen habe, am meisten fasziniert hat.
Dieses Mal geht es über die etwas schwierigere Machame-Route nach oben, ohne die angenehmen festen Hütten und den komfortablen Versammlungsraum an jeder Nachtstation. Zelten soll bei – 20 Grad ja auch besonders romantisch sein …

Und mir gehen Bilder durch den Kopf und Melodien und die Bilder und die Melodien stammen natürlich von Tania Blixens „Jenseits von Afrika …“ und ich höre die Anfangsworte dieses großartigen Films durch mich fließen: „Ich hatte eine Farm in Afrika, am Fuße der Ngong Berge …

Robert Redford, der „Pferdeflüsterer“, der „große Gatsby“, hat im Mai 2004 über den Film „Jenseits von Afrika (Out of Africa)“ diese Zeilen geschrieben, die nur bei CIAO.DE und bei Yopi veröffentlicht wurden:

Liebe Filmfreunde in Deutschland,

mein Name ist Robert Redford. Viele von Ihnen werden mich vielleicht kennen aus so manchem Film, den ich in den letzten Jahrzehnten gedreht habe. „Jenseits von Afrika (Out of Africa)“ aus dem Jahre 1985 war nur einer von vielen, aber es war einer der wunderbarsten Filme, in denen ich mitspielen durfte.

Dieser Film wurde gleich 7mal mit dem Oscar ausgezeichnet. Nein, ich selbst hatte dieses Mal keinen bekommen, im Gegensatz zu meinen Kollegen Meryl Streep und Klaus Maria Brandauer wurde ich nicht mal dafür nominiert. Die beiden waren ganz gewiss großartig, und, glauben Sie mir, liebe Filmfreunde, natürlich hätte ich ihnen die Trophäe von ganzem Herzen gegönnt. Aber offengestanden muss ich auch einräumen, und vielleicht werden Sie mir dabei recht geben, dieser Film lebt nicht in erster Linie von seinen menschlichen Darstellern. So ging der Oscar an Sidney Pollack für den Film als Ganzes und dessen Regie.
U.a. wurden auch das Drehbuch und vor allem natürlich die Kameraführung prämiert. Denn dieser Film ist vor allem etwas fürs Auge. Aber natürlich nicht nur das, lassen Sie mich später darauf zurückkommen.

Was blieb in diesem Film für einen wie mich? Natürlich das, was viele von Ihnen von mir erwarten mögen, auch hier durfte ich einen Frauenheld spielen, der dazu auserkoren war, das Herz von Karen Blixen zu gewinnen. Dazu musste ich ihr nicht einmal ein unmoralisches Angebot machen. Dabei war sie ja verheiratet. Aber lesen Sie selbst noch mal das Wichtigste zum Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1914, der erste Weltkrieg steht vor der Tür. Da ist die reiche Dänin Karen Dinesen (Meryl Streep), der zu ihrem Glück nur ein Adelstitel zu fehlen scheint. Als die Hochzeit mit einem schwedischen Baron platzt, ist sie es, die dessen Bruder sozusagen ein unmoralisches Angebot macht. Sie bittet Bror Blixen (Klaus Maria Brandauer), für seinen Bruder als Ehemann einzuspringen. Er habe den Titel, auf den sie so erpicht ist und sie das Geld, das ihm fehle. Somit bleiben die Gefühle in diesem Konstrukt von vornherein außen vor.

Die Hochzeit findet jedoch in Kenia statt, wohin das Zweckbündnis auswandert, um dort Viehzucht und einen Molkereibetrieb zu betreiben. Bror, der vorausgeeilt ist, hat jedoch längst andere Pläne. Ohne Absprache mit Karen hat er längst Vorkehrungen getroffen, eine Kaffeeplantage zu eröffnen, obwohl es diesbezüglich in den Höhenlagen Kenias zu dieser Zeit noch keinerlei Erfahrungen gibt. Als es deswegen zum Disput kommt, erklärt er Karen unmissverständlich, dass nicht er es ist, der käuflich ist, sondern nur sein Adelstitel.

Trotzdem beginnen die beiden langsam, Gefühle für einander zu entwickeln, was jedoch durch die ständigen längeren und nicht angekündigten Abwesenheiten Brors, der der Großwildjagd frönt, immer wieder zu Rückschlägen führt.

Sie ahnen schon, geneigte Leser, so Sie diese Geschichte noch nicht kennen sollten, dass es für einen wie mich dann ein Leichtes ist, das Herz der Baronin zu gewinnen. Bror, der hier kein echter Gegner ist, sagt im Film lediglich zu mir: „Denys, du hättest ja wenigstens vorher fragen können…“

Ach so, ich habe mich ja noch gar nicht richtig bei Ihnen vorgestellt, jedenfalls, was meine Filmrolle betrifft. Auch Denys Finch Hutton, ein Engländer, ist Großwildjäger. Ich jage Elefanten und handele mit Elfenbein. Damals war das noch kein Tabu. Das erste Mal treffe ich Karen, als sie mit dem Zug und ihrem ganzen Hab und Gut nach Kenia kommt. Als sie sich mir da als Baronin Blixen vorstellt, lasse ich sie gleich unbeeindruckt wissen, dass das doch noch gar nicht der Fall sei. Bei unserem Wiedersehen werde ich Zeuge, wie Karen ein Rendezvous mit einer Löwin hat, die aber zu Karens Glück ihr Frühstück bereits hinter sich hat.

In folgendem lernt Karen, die hierzulande meist Tania genannt wird, Afrika von allen Seiten kennen, da sind auf der einen Seite die Herausforderungen, Naturgewalten und Gefahren und auf der anderen die Schönheit der Natur und der Charme dieses Kontinents. Sie selbst erkrankt an Syphilis, was eine Behandlung in ihrer Heimat notwendig macht und bei ihr Unfruchtbarkeit hinterlässt, ein gemeinsamer Freund von ihr und Denys fällt dem Schwarzwasserfieber zum Opfer. Dazu kommt der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, von dem auch Afrika nicht verschont bleibt.

Einige Szenen, die für den Film symbolisch sind und die im Gedächtnis des Zuschauers lange erhalten bleiben, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Die Begegnung mit der Löwin habe ich bereits erwähnt. Brüskierend für Karen auch die Szene, als sie eine Bar betritt und dort aber sofort die Rote Karte erhält, weil Frauen zu damaliger Zeit so etwas nicht gestattet war. Oder auch die Szene der Trauungszeremonie, als der Standesbeamte nicht einmal Karens Namen weiß. Nicht nur hier zeigt sich der Zeitgeist jener Tage, sondern auch bei der Frage, auf welcher Seite das kleine Land Dänemark im Falle des Kriegsausbruchs stehen würde. Aber es gibt auch heitere Szenen in einem Film, der gemeinhin als Melodram bezeichnet wird. Etwa dann, als afrikanische Eingeborenenkinder gebannt eine Kuckucksuhr anstarren.

Die Geschichte der Karen Blixen ist übrigens autobiographisch. Karen Dinesen wurde 1885 in Kopenhagen geboren und lebte, wie beschrieben, 17 Jahre in Afrika. In den 30er Jahren kehrte sie nach Dänemark zurück und schrieb dann ihre Geschichte auf, die als Romanvorlage zu Pollacks Film diente.

So beginnt der Film mit den Erinnerungen Karens an den Mann, der sogar ein Grammophon und die Musik Mozarts mit auf Safari nahm. Ihre Erinnerungen an mich, Denys. Und vielleicht reicht Ihnen ja bereits der nachhaltige Satz „Ich hatte eine Farm in Afrika“, um als Zuschauer unweigerlich in den Bann dieses außergewöhnlichen Films gezogen zu werden. Für viele werden es die großartigen Aufnahmen von Landschaft und Tierwelt sein, die einen den Film nicht vergessen machen, andere stehen vielleicht mehr auf die Love-Story, auch wenn sie mit keinem Happy End verbunden ist, oder es ist einfach der Charme Afrikas, der hier eindrucksvoll in Bild und Ton umgesetzt wurde. Und nicht zuletzt verfügt der Film über einen der schönsten Soundtracks aller Zeiten. John Barry hat dazu die Musik geschrieben, was ebenfalls mit einem Oscar honoriert wurde.

Und irgendwann sagte sie zu mir: „If you say anything now I’ll believe it”. Ich hoffe, ich muss Ihnen diese Zeilen nicht übersetzen. Als Mann werden Sie mich in dem Moment vielleicht um Meryl Streep beneiden. Als Frau werden Sie vielleicht Ihren Mann fragen, ob er die Szene später nicht mit Ihnen nachspielen möchte. Irgendwann wollte sie mich sogar heiraten. Da habe ich lieber erst mal nichts mehr gesagt.

Der Film geht etwa zweieinhalb Stunden. Ich empfehle Ihnen, kaufen Sie sich ihn als DVD, sofern Sie über eine geeignete Abspielmöglichkeit verfügen. Dann haben Sie die Möglichkeit, sich ihn nicht nur in deutscher Synchronisation, sondern auch im englischen Original oder auch auf Französisch anzuschauen. Mein Kollege Brandauer leiht seine Stimme sowohl der deutschen wie auch der englischen Version. Damit hat er sich als englischsprechender Österreicher womöglich schon für einen Gouverneursposten in den USA qualifiziert.

Vielleicht wird dieser Film auch Ihr Lieblingsfilm werden, wenn er es nicht längst ist. „Jenseits von Afrika“ ist weit mehr als 7 Oscars. Sie seien Ihnen gegönnt.

Ihr
Robert Redford

Wir werden die ersten Tage in der Meru View Lodge wohnen, bis es am Freitag hoch hinauf geht auf den Uhuru Peak, der „Freedom Peak“, schnell noch, bevor der Schnee auf dem Kilimanjaro endgültig geschmolzen sein wird. In 15 bis 20 Jahren wird es so weit sein, ein Wimpernschlag für die Erdgeschichte.

Ich reise mit einer Fotografen-Gruppe und hoffe sehr, dass ich viele schöne Fotos von diesem Berg mitbringen kann. Bis dahin tröste ich mich und ich tröste Dich mit drei Zeitungsberichten über Afrika, Tanzania und dieses Hotel (jeweils klicken zur entsprechenden PDF), lies die Berichte, es lohnt sich wirklich:




Ich liebe Afrika, ich liebe Tanzania, ich liebe diesen Berg.

6.000 Meter über N.N.

In der „guten alten Zeit“, als in Deutschland noch der gezwirbelte Bart etwas galt, wir noch nicht von bürgerlichen Politikern, sondern von Kaiser Wilhelm II. regiert wurden, da war die Welt noch in Ordnung. Man wusste, was der Kaiser wollte und man besorgte es ihm.
Und da jedes Land seinen Hausberg hat, hatte Deutschland auch einen. Die Kaiser-Wilhelm-Spitze war der Hausberg der Deutschen – und er war mächtig hoch. Ein 6.000er mitten in Deutschland!
Damals hatten wir noch was, damals waren wir noch wer.

Mitten in Deutschland? Genau in der Mitte Deutschland befand sich der Berg nun nicht, eher im süd-östlichen Teil des Kaiserreichs, in einer der beiden Kolonien Deutschlands in Afrika, eben in Deutsch-Ostafrika.

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Und weil der dortige Berg, eben die Kaiser-Wilhelm-Spitze, „nur“ 5.895 Meter hoch war haben sich die Männer dort doch glatt so lange vermessen, bis „offizielle“ 6.000 Meter daraus wurden. Heutzutage würde kein Mann mehr auf die Idee kommen sich zu „vermessen“, nicht einmal der kleine Peter aus dem Song von „Möhre“ (Mirja Boes), aber damals war sich kein preussischer Beamter zu schade, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist.

Erst mit dem Ende des 1. Weltkriegs und dem „Verlust“ der Kolonien für die Spitzhelm-Nation schrumpfte die Kaiser-Wilhelm-Spitze auf den heutigen Wert herunter, zudem verlor sie ihren Namen und wurde wieder zum Kibo mit dem Uhuru (Swahili für „Freiheit“) Peak, mit den Schwesterbergen Mawenzi und Shira bildet der Kibo das Kilimanjaro-Massiv (Swahili für „Berg des bösen Geistes“).

v.l.n.r.: Shira, Kibo, Mawenzi

Der Kilimanjaro wurde oft beschrieben, besungen, spielt in Hunderten von Filmen über Afrika eine Hauptrolle und bewegt nicht nur deutsche Wandertouristen in der ganzen Welt. Stellvertretend ist der „Kili“ auch weltweit das bekannteste Symbol für die Klimaveränderung und Klimaerwärmung. So schrumpfte die Eiskappe des weißen Bergs zwischen 1912 und 2009 von 12 km² auf 1,85 km², was einem Verlust von 85 % entspricht. Irgendwann um das Jahr 2030 herum wird das Buch von Ernest Hemingway „Schnee auf dem Kilimanjaro“ nicht mehr die Realität beschreiben.

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Am 12. Februar 2005 war ich ganz oben auf dem Uhuru Peak und noch immer finde ich, dass das einer der beeindruckendsten Momente meines Lebens war. Wenn ich Mitte Oktober 2010, also nach knapp über 68 Monaten, wieder aufbreche, um diesen Berg ein zweites Mal zu besteigen, dann tue ich das in einem anderen Bewusstsein, ich tue das mit einer anderen Truppe und ich tue das über eine andere Route.

Das andere Bewusstsein

2005 ging es mir darum, zu beweisen, dass ich in der Lage bin, so eine Tour zu schaffen, diese Höhe zu bewältigen und mich der Strapazen dieser Reise zu stellen. Ich habe nicht allzu viele Gedanken an die Landschaft verschwendet, ich war total „gipfelfixiert“ damals.
2010 will ich die atemberaubende Schönheit der Strecke bewusster genießen, immerhin führt der Marsch auf den Gipfel durch nahezu alle Vegetationsstufen dieser Erde hindurch. Ich werde langsamer sein und viel mehr Fotos von der Tour mitbringen als vor gut fünfeinhalb Jahren.

Die andere Truppe

2005 hatte ich mich in eine schweizer Expedition eingebucht und lief daher mit mir zu Anfang unbekannten Schweizern und Deutschen, die zufällig die gleiche Tour gebucht hatten. Ich entschied mich damals für das schweizer Unternehmen „Aktivreisen“ von Hans-Peter Rüedi, weil mein Lauffreund von TV Altendorf-Ersdorf, Andreas Klotz, ebenfalls mit diesem Unternehmen den Kilimanjaro bestiegen hatte. Es war eine großartige Reise, die auch zwei beeindruckende Safaris beinhaltete und mit ein paar Badetagen in Kenia abschloß.
2010 laufe ich mit deutschen Freunden, die alle der Natur- und Landschaftsfotografie zugewandt sind. Und ich laufe mit Andreas Klotz, eben dem, dessen Erzählungen über den Kilimanjaro mich damals spontan dazu bewegt hatten, diesen Gipfel in meinen Laufplan einzuarbeiten.
2006, also ein Jahr später, sind meine liebe Frau Gabi und ich mit ihm in Venezuela auf den Tafelberg Auyan Teupui gegangen, eine Reise, aus der später ein Buch entstanden ist, das man bei Amazon kaufen konnte.

Dieses Buch war auch der Vorläufer, die Übung gewissermaßen, für Andreas Klotz‘ nächstes Projekt, über das ich an dieser Stelle schon einmal berichtet hatte. Es ist das Projekt „Mondberge.com“, also der Marsch auf drei Gipfel des Ruwenzori Gebirges in Uganda und zudem der Besuch bei den geschützten Berggorillas. Es wurde ein Foto- und Multimediaprojekt, das enorme Spenden zusammenbrachte eben für die bedrohten Berggorillas, die Tiere, die uns so nahe sind, dass es manchmal schon unheimlich ist.
Das Ruwenzori Gebirge befindet sich rund 900 Kilometer nördlich des Kilimanjaro-Massivs und ich bin froh und stolz, erneut mit Andreas einen Berg besteigen zu dürfen. Aktuell plant Andreas mit dem Mondberge.com – Team ein paar großartige neue Sachen. Ich bin sicher, bald darüber berichten zu können.

Die andere Route

Normalerweise besteigen europäische Wandertouristen den Kibo über die „Coca-Cola-Route“, die Marangu-Route. Sie ist die leichteste der insgesamt 10 Routen auf das „Dach Afrikas“, außerdem ist es die einzige Route, bei der Du in festen Hütten schläfst und eben nicht nur in Zelten.


Andererseits ist sie auch eine Art Autobahn und Du bist dort eigentlich nie alleine. Rund 100 Menschen gehen diese Route täglich nach oben und weil alle nahezu zur gleichen Zeit frühmorgens aufbrechen, ist der Weg oft sehr voll. Das reduziert das Gefühl, etwas „Besonderes“ zu leisten, doch gewaltig.

Die alternativen Routen sind die:

  • Barafu-Route – steile Teilroute von der bzw. über die Barafu Hut (4.600 m) auf den Kibo
  • Lemosho-Route – Ausgangspunkt Londorossi (2.250 m)
  • Machame-Route – Ausgangspunkt Machame (1.800 m)
  • Mweka-Route – Ausgangspunkt Mweka (1.700 m)
  • Rongai- oder Kikelewa-Route – Ausgangspunkt Nalemoru (2.020 m)
  • Shira-Route – Ausgangspunkt Londorossi (2.250 m)
  • Umbwe-Route – Ausgangspunkt Umbwe (1.700 m)
  • Western-Breach-Route – steile Teilroute vom bzw. vorbei am Lava Tower (4.600 m) auf den Kibo
  • Thomas-Glacier-Route – Route führt über den Gletscher des Nördlichen Eisfelds – Erstbegehung 28./29. Oktober 2009

Wir werden die Machame-Route nach oben gehen, nach unten aber werden wir die Rongai- oder Kikelewa-Route auswählen. So sehen wir viel mehr von der Landschaft und natürlich auch vom Vulkankrater, ein Ausblick, der Dir bei der Marangu-Route leider verwehrt bleibt.

Am 12. Oktober geht es los, von Düsseldorf über Amsterdam direkt auf den Kilimanjaro Airport und wenn wir alle am 22. Oktober wieder deutschen Boden unter den Füßen haben werden, dann werden wir viele Fotos im Gepäck haben, als Team eng verbunden sein und wir werden uns gewiss sein, vielleicht eine der letzten Chancen ergriffen zu haben, den „Schnee auf dem Kilimanjaro“ noch zu erleben.

Und für mich schließt sich dann auch ein privater Kreis. Unsere Tochter Milena ist im Sommer noch mit einem Schulprojekt in Tansania gewesen. Sie hat dort 14 Tage mit tansanischen Schülerinnen und Schülern zusammen gelernt und gelebt. FairTrade war damals einer der Lehrpunkte, der Umgang der tansanischen Bevölkerung mit der gemeinsamen Geschichte war ein anderer.
Und wenn die Tansanier die Deutschen „fast perfekte Menschen“ (Übersetzung aus Swahili) nennen, dann vergessen sie die unglaublich vielen Toten, die Deutschland in dieser ehemaligen Kolonie zu verantworten hat.

Die tansanischen Schülerinnen und Schüler wussten selbstverständlich davon, aber sie lobten vor allem, dass Deutschland ihnen ja die Eisenbahn gebracht hätte …

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Huub Stevens: „Die Null muss stehen!“

"Die Null muss stehen!" Mit diesem Ausspruch wurde Huub Stevens berühmt, holte als Trainer von Schalke 04 den Europapokal und er ist mein Vorbild für den Januar 2010!

Ich habe lange gebraucht, um Huub Stevens‘ Leitsatz für mich anzuwenden. Aber auch die, die länger brauchen, werden am Ende erfolgreich sein.

Zwar stimmt es, dass zwei geschäftliche Termine dazu kommen mussten, um dieses hervorragende Ergebnis zu erzielen. Erst war da das Jahrestreffen des Unternehmens, das am Vorabend des Senftenberger Hallenmarathons stattgefunden hat. Das dauerte fast bis Mitternacht und so war es nicht möglich, am nächsten Tag am Morgen in Senftenberg zu sein.
Und letzten Freitag musste ich in Heilbronn aushelfen und da war so viel los, dass ich erst so spät weggekommen bin, dass ich nur eine gute halbe Stunde des Dieter Nuhr – Programms „Nuhr die Ruhe“ in Sinzig erleben konnte.
Nach dem Programm ging es zwar gleich nach Hause, aber es war dennoch Mitternacht, bis ich ins Bettchen kam.

Am nächsten Morgen bin ich schon um 5.30 Uhr aufgestanden, um wenigstens noch die Dinge im Büro zu erledigen, die nicht aufschiebbar waren. Das waren ein paar Telefonate führen, das Erstellen eines digitalen Overlays für eine Samstag Abend Veranstaltung bei einer befreundeten Werbeagentur, das Lesen einiger eMails und das Einrichten eines WordPress-Blogs für das Schülerprojekt des Leistungskurses Erdkunde des Peter-Joerres-Gymnasiums in Bad Neuenahr, also für ein „OneWorld – OneFuture“ – Projekt in Tansania, wo die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse für drei Wochen auf dem Campus einer tansanischen Schule mit tansanischen Schülern gemeinsam leben und lernen wollen.

Dieses Blog heißt:
„Usambaraberge (www.usambaraberge.wordpress.com)“ und musste deshalb fertig werden, weil die Schüler gleich los ziehen wollten, um Sponsoren für das Projekt zu werben. Und da ist es ja nett, wenn man etwas zum Zeigen hat …

Ich merkte sehr schnell, dass ich mich zeitlich vollkommen verschätzt hatte und es war schon genau 7.30 Uhr, als ich auf die Uhr sah. Es war die spätest mögliche Zeit zum Losfahren zum RLT-Ultramarathon, weil ich die Startunterlagen in Rodgau bis spätestens 9.30 Uhr hätte abholen müssen. Und noch saß ich im Bademantel vor dem Rechner …
Ich hätte noch meine Sachen packen müssen, mich abkleben müssen, die Zehennägel wären noch zu schneiden gewesen und anziehen hätte ich mich wohl auch noch sollen.

Also beschloss ich, Huub Stevens Rat zu folgen und zumindest für diesen Januar festzulegen: „Die Null muss stehen!“

In 2010 will ich sowieso nicht so viele Wettkampf-Kilometer absolvieren wie in 2009, lieber konzentriere ich mich auf die wirklich langen und interessanten Läufe und bereite mich darauf gut vor. Gut vorbereiten bedeutet wiederum, dass die Grundlagenausdauer weiter trainiert werden muss. Ich habe in der letzten Zeit viel zu viele Läufe gemacht, aber auch viel zu wenige ruhige lange Trainingsläufe, die gezielt über die Pulsfrequenz gesteuert werden. Und weil Schnee wie Sand ist, wenngleich etwas kühler, dachte ich, dass es eine gute Idee wäre, lange ruhig durch den Schnee der Voreifel zu laufen.

Ich entschied mich für eine insgesamt 35,5 Kilometer lange Runde von meinem bescheidenen Häuschen über Bad Neuenahr-Ahrweiler, Altenahr und Kalenborn wieder nach Hause. Es war keine gute Entscheidung. Ich hätte nicht gedacht, wie anstrengend ein Lauf durch den tiefen und frischen Schnee ist. Ich bin auf Wegen gelaufen, die noch jungfräulich vor mir lagen, kein Mensch, kein Auto, niemand hatte den Schnee plattgedrückt. Spätestens kurz vor Altenahr war ich physisch und pyschisch fertig und ich gönnte mir eine Trinkpause in der Shell-Tankstelle meines Lauffreundes Peter Schmitz in Altenahr, um ein wenig zu regenerieren. Aber danach ging es gleichzeitig relativ steil nach oben, in immer tieferen Schnee hinein und es wurde später und später. Ich machte mir Sorgen, weil ich keine Stirnlampe mitgenommen hatte und versuchte, während des Laufens ein paar Freunde zu erreichen, immer mit dem Ziel, meine Botschaft zu übermitteln.
Und diese Botschaft hieß: bitte mache mir einen Gefallen und hole mich in Kalenborn ab!

Aber ich habe niemanden erreicht. Kein Wunder in einer Gegend und einer Jahreszeit, in der man entweder laufen geht oder sich auf einer Karnevals-Veranstaltung betrinkt. Zu Hause jedenfalls war niemand. Also musste ich noch die letzten 12 Kilometer über Esch und Gelsdorf laufen, aber ich entschied mich, einen Teil der Strecke neben der Straße zu laufen, um die Füße nicht so hoch heben zu müssen. Es war kurz vor der Dämmerung, als ich wieder zu Hause war. Trotz allem habe ich diesen Lauf genossen und habe Teile davon am gestrigen Sonntag noch einmal mit meiner Frau Gabi wiederholt, garniert mit einer parallel laufenden anderen Strecke.

All das im sonntäglichen Sonnenschein und nach erneut frisch gefallenem Schnee. Es war fantastisch und wunderschön. Wir sind an Wanderern vorbei gelaufen, haben seltene Exemplare der Spezies „Nordic Walker“ überholt, haben uns vor rund einem Dutzend frei laufender Hunde gefürchtet und haben Kinder gesehen, die jeden Abhang genutzt haben, um Schlitten zu fahren. Ein Sonntag im Schnee …
Schade, dass wir alle nebenbei noch ein wenig arbeiten müssen, sonst würde ich während der ganzen Winterzeit auf den Hügeln um Kalenborn herum meinen Körper bewegen.

Wenn ich nun aber an die bis zu 72 Kilometer-Etappen durch die marokkanische Wüste denke, dann bekomme ich schon gewisse Hemmungen und Ängste. Eigentlich sollten mir 230 Kilometer an 7 Tagen nichts ausmachen, aber wenn es nur durch Dünen geht, dann kommt da noch einiges an zusätzlicher Schwierigkeit dazu, von der Hitze und dem wenigen Wasser abgesehen. Das Schnee-Lauftraining vom Wochenende aber sollte mir beim „Marathon des Sables“ (MdS) helfen und wenn ich dort an die verschneiten Hügel der Voreifel denke, dann wird vielleicht auch die Hitze ein klein wenig erträglicher sein.

Auf jeden Fall habe ich so einen Lauf-Monat hinter mich gebracht, der tatsächlich eine Null bei Wettkampfkilometern stehen hat. Klasse Leistung, TomWingo!
Huub Stevens wäre stolz auf mich!

AFRIKA – der schönste Kontinent …

Ich bin ein Afrika-Fan!

Es begann vielleicht mit den ersten Worten von Karen Blixen (geboren als Karen Christenze Dinesen, in  Deutschland unter dem Pseudonym „Tania Blixen“, in den angelsächsischen Ländern als „Isak Dinesen“ bekannt) in „Jenseits von Afrika“:

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„Ich hatte eine Farm in Afrika, am Fuße der Ngong Berge …“

Sehnsuchtsvolle Worte, gesprochen zu wunderschönen ruhigen Bildern und elegischer Musik in einem Film, der noch immer zu meinem Lieblingsfilmen zählt, auch wegen des großartigen Robert Redford und der bezaubernden Meryll Streep.

Aber richtig fasziniert hat mich Afrika bei meinem Trip auf den 5.895 Meter hohen Kilimanjaro (Kilimandscharo-Massiv), den Kili, die ehemalige „Kaiser Wilhelm Spitze“, das „Dach Afrikas“.
Wir fuhren durch Kenia und durch Tanzania, wir besuchten Krankenstationen, in denen AIDS das Thema schlechthin war und wo Kinder regelmäßig mit Verbrühungen lagen, weil häufig noch immer traditionell die Töpfe auf einem Feuer in der Rundhütte auf drei Steinen steht und die Kinder den Topf dann beim Spielen umwerfen. Und wir besuchten afrikanische Kirchen, wir erlebten eine christliche Messe dort wurden anschließend von den Frauen eines Dorfes zu unserem Auto getragen, einem offenen Pick-Up, auf dessen Ladefläche wir alle standen. Ein tolles Festbankett wurde für uns veranstaltet, bei dem eine Ziege über dem offenen Feuer gegrillt wurde und die dann als ganze Einheit mit Kopf und Gemächt vor uns auf dem Tisch stand. Ein wenig anders wurde mir bei dem Anblick schon und ich war noch nie so froh, kein Fleisch zu essen. Aber die Begeisterung, der Lebenswille und die Hilfsbereitschaft dort war in echtes Erlebnis und das, obwohl wir wirklich in Problemregionen unterwegs waren.

Wir sahen unglaublich reiche Afrikaner, hektische und florierende Städte, Verkehrsstockungen wie in Asien und gleich neben all dem stand ein Massai, der, in traditionelle Tracht gekleidet, das Treiben der Menschen skeptisch beobachtete. Und wir gingen auf Fotosafari in zwei unglaublich schöne Nationalparks, in den „Ngorongoro Krater“ (Ngorongoro Conservation Area)  und in den „Tarangire Nationalpark“ (Tarangire National Park). Diese Eindrücke haben mich sehr bewegt, vor allem, als ein nur wenige Tage altes Löwenbaby schnurstracks auf unseren Safari-Wagen zugelaufen kam. Leider darf man da nicht aus dem Wagen raus und das Streicheln des Babies hätte die Löwin wohl auch nicht so toll gefunden, aber ich stellte mir vor, wie weich und knuddelig dieses Löwenbündel doch sein müsse. Dort habe ich auch gelernt, dass das Bild von Afrika, das uns „Westlern“ von Kindesbeinen auf eingetrichtert wurde, nur sehr bedingt stimmt. Ein kleines Beispiel: da lagen die Löwen faul in der Sonne, obwohl die Zebras nur wenige Meter weit weg waren und es war Frieden. Kein Löwe jagt, wenn es nicht unbedingt sein muss. Und kein Löwe hat ein Konto, auf das er seine Beute, die er nicht verspeisen kann oder will, einzahlt, um für später vorzusorgen. Nur das „HEUTE“ zählt.

Im vergangenen Jahr haben wir uns dann Namibia angesehen und sind dort von Süd nach Nord, von der Mitte nach Osten, nach Westen und wieder zurück gefahren. Wir sind in die Vorstädte gefahren, auch dorthin, wo gemeinhin kein Tourist sich blicken lässt. Überall haben wir nette, freundliche und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt und wir fühlten uns stets sicher und behütet.

Warum schreibe ich all das?

Eigentlich nur, um klar zu machen, dass Afrika ein Kontinent ist, kein Land. Eine Sammlung verschiedenster Menschen, Reiche und Arme, Stadt und Land, Intellektuelle und Native, alle Vegetationsstufen von der Wüste bis zu den Tropen, hohe Berge, endlose Weiten. Und doch denken wir in Europa häufig in Klischees über Afrika. Wir denken an Armut, an korrupte Politiker, an AIDS, Malaria und andere Krankheiten. Um diese Vorurteile weiter zu pflegen, hat Binyavanga Wainaina, ein kenianischer Schriftsteller, der in Nairobi lebt, eine entsprechende Anleitung für uns Europäer verfasst, nicht ohne Süffisanz, wie ich ergänze. Binyavanga Wainaina ist der Gründer und Leiter der Literaturzeitschrift „Kwani“ in Nairobi. Der Artikel wurde in der Süddeutschen Zeitung abgedruckt, ich finde ihn lesenswert, interessant und absolut zutreffend:

Schreiben Sie so über Afrika! Stöhnen ist gut: Eine Anleitung!

Verwenden Sie im Titel die Worte „Afrika“, „Finsternis“ oder „Safari“, im Untertitel können außerdem Begriffe wie „Sansibar“, „Nil“, „Groß“, „Himmel“, „Schatten“, „Trommel“ oder „Sonne“ auftauchen. Immer hilfreich sind Wörter wie „Guerillas“, „zeitlos“, „ursprünglich“ oder „Stamm“.

Zeigen Sie niemals das Bild eines modernen Afrikaners auf dem Buchumschlag, es sei denn, er hätte den Nobelpreis gewonnen. Verwenden Sie stattdessen: eine Kalaschnikow, hervortretende Rippen, nackte Brüste. Falls Sie tatsächlich einen Afrikaner abbilden müssen, nehmen Sie einen Massai, Zulu oder Dogon.

In Ihrem Text sollten Sie Afrika als ein einziges Land behandeln. Es sollte heiß und staubig sein mit wogenden Weiden, riesigen Tierherden und großen, dürren Menschen, die Hunger leiden. Oder heiß und schwül mit sehr kleinen Menschen, die Affen essen. Verzetteln Sie sich nicht in detaillierten Beschreibungen. Afrika ist groß: 54 Länder und 900 Millionen Menschen, die viel zu sehr damit beschäftig sind, zu hungern, zu sterben, zu kämpfen und auszuwandern, als dass sie Zeit hätten, Ihr Buch zu lesen. Der Kontinent ist randvoll mit Wüsten, Regenwald, Savanne und vielem anderem, aber Ihrem Leser ist das egal, deshalb beschränken Sie sich am besten auf romantische, raunende und eher unspezifische Darstellungen.

Betonen Sie, wie tief Musik und Rhythmus in der afrikanischen Seele verwurzelt sind, und bemerken Sie, dass Afrikaner Dinge essen, die niemand sonst runterbringt. Kein Wort über Reis, Rindfleisch oder Weizen. Zur afrikanischen Cuisine gehört Affenhirn, außerdem Ziege, Schlange, Würmer, Larven und jede Sorte Wild. Lassen Sie den Leser wissen, wie Sie gelernt haben, alles dies zu essen und sogar zu genießen. Weil Ihnen daran liegt.

Enden Sie mit Mandela

Tabu-Themen sind Alltag, Liebe (es sei denn, es ginge auch um Tod), afrikanische Schriftsteller oder Intellektuelle, Schulkinder, die nicht unter Ebola oder anderen schlimmen Krankheiten leiden. Der Ton Ihres Buches sollte gedämpft sein und eine gewisse Komplizenschaft mit dem Leser zum Ausdruck bringen. Ihre Haltung ist ein betrübtes „Ich-hatte-so-viel-erwartet“. Erwecken Sie früh den Eindruck einer zutiefst liberalen Grundeinstellung, und kommen Sie rasch auf Ihre unerschütterliche Liebe zu Afrika zu sprechen. Afrika ist der einzige Kontinent, den Sie lieben dürfen – machen Sie was draus! Wenn Sie ein Mann sind, werfen Sie sich dem jungfräulichen Regenwald in die Arme. Sind Sie eine Frau, betrachten Sie Afrika als Mann mit Buschjacke auf dem Weg in den Sonnenuntergang. Afrika muss man bemitleiden, ihm huldigen oder es beherrschen. Aber ganz egal, wofür Sie sich entscheiden – ohne Ihr Engagement und Ihr Buch würde Afrika vor die Hunde gehen. Lassen Sie daran keinen Zweifel.

Zu den afrikanischen Figuren Ihres Buches könnten nackte Krieger, treue Diener, Wahrsager und Seher gehören, weise alte Männer in phantastischer Einsamkeit. Außerdem korrupte Politiker, polygame Reiseleiter und Prostituierte, mit denen Sie geschlafen haben. Der Treue Diener benimmt sich in der Regel wie ein Siebenjähriger und braucht eine strenge Hand. Er fürchtet sich vor Schlangen, ist kinderlieb und verwickelt Sie ständig in seine häuslichen Streitereien. Der Weise Alte Mann gehört immer zu einem edlen Stamm (nicht zu den geldgierigen Gikuju, Igbo oder Shona). Er hat triefende Augen und ist innig mit der Erde verbunden.

Der Moderne Afrikaner ist ein raffgieriger Fettsack, der in einem Visabüro arbeitet und sich weigert, qualifizierte Mitarbeiter aus dem Westen einreisen zu lassen, obwohl ihnen wirklich an Afrika liegt. Er ist ein Feind jeder Entwicklung und nutzt sein Regierungsamt, um pragmatische und gutherzige Ausländer daran zu hindern, eine Nicht-Regierungs-Organisation aufzuziehen. Vielleicht ist er aber auch ein ehemaliger Oxford-Absolvent, der in der Politik zum Serienkiller wurde und feine Anzüge trägt. Ein Kannibale mit einer Vorliebe für eine bestimmte Champagner-Marke und einer Hexe als Mutter, die in Wahrheit das Land regiert.

Auf keinen Fall darf die Hungernde Afrikanerin fehlen, die sich halbnackt von Lager zu Lager schleppt. Ihre Kinder haben Fliegen in den Augenwinkeln und Hungerbäuche, ihre Brüste sind leer. Sie hat keine Geschichte, keine Vergangenheit, das würde nur die Dramatik des Augenblickes stören. Stöhnen ist gut.

Bringen Sie außerdem irgendwie eine warmherzige, mütterliche Frau mit tiefem Lachen unter. Sie nennen sie Mama. Ihre Kinder sind Kriminelle. Gruppieren Sie diese Figuren um Ihren Helden. Der Held sind Sie selbst (Reportage) oder eine gut aussehende tragische Berühmtheit, die sich im Tierschutz engagiert (Roman). Zu den Bösewichtern aus dem Westen könnten die Kinder konservativer Abgeordneter gehören oder Afrikaner, die für die Weltbank arbeiten. Falls Sie die Ausbeutung durch ausländische Investoren erwähnen möchten, denken Sie an Chinesen und Inder. Geben Sie dem Westen die Schuld an der Misere in Afrika. Aber bleiben Sie vage.

Vermeiden Sie es, lachende Afrikaner zu beschreiben oder Menschen, die einfach nur ihre Kinder erziehen oder irgendetwas Banales tun. Die Afrikaner in Ihrem Buch sollten bunt, exotisch, überlebensgroß sein – aber hohl, ohne Entwicklungen und Tiefe. Das würde die Sache nur verkomplizieren.

Beschreiben Sie detailliert nackte Brüste (junge, alte, vor kurzem vergewaltigte, große, kleine), verstümmelte Genitalien oder geschmückte Genitalien. Jede Art von Genitalien. Und Leichen. Nein, noch besser: nackte Leichen. Am besten: nackte verwesende Leichen. Denken Sie daran, dass schmutzige, unglückliche Menschen als das „wahre Afrika“ gelten. Sie müssen sich deshalb nicht schlecht fühlen. Sie versuchen ja nur, Hilfe aus dem Westen zu mobilisieren. Keinesfalls sollten Sie allerdings jemals tote oder leidende Weiße zeigen.

Tiere wiederum beschreiben Sie als hochkomplexe Charaktere. Tiere sprechen oder grunzen, sie haben Namen, Ziele und Sehnsüchte. Und sie legen Wert auf ihre Familien: Haben Sie bemerkt, wie schön die Löwen mit ihren Jungen spielen? Elefanten sind liebevoll, sie sind gute Feministinnen oder eindrucksvolle Patriarchen. Gorillas ebenfalls. Sagen Sie nie, nie, nie etwas Schlechtes über einen Elefanten oder einen Gorilla. Selbst wenn ein Elefant Häuser niedertrampelt und vielleicht Menschen tötet.

Neben Prominenten und Helfern sind Umweltschützer die wichtigsten Menschen in Afrika. Legen Sie sich nicht mit ihnen an, schließlich wollen Sie sie mal auf ihrer riesigen Ranch interviewen. Jeder sonnengebräunte Weiße in Khaki-Shorts, der mal eine Hausantilope hatte, ist ein Tierschützer, der um Afrikas reiches Erbe ringt. Fragen Sie nie, wie viel Geld er wirklich für Afrika ausgibt. Fragen Sie nie, wie viel er mit seiner Safari-Ranch verdient. Fragen Sie nie, was er seinen Angestellten zahlt.

Vergessen Sie nicht, das Licht in Afrika zu erwähnen, Ihre Leser wären enttäuscht. Den großen, roten Sonnenuntergang. Den weiten Himmel. Weite leere Räume und wilde Tiere sind unverzichtbar. Afrika ist geradezu das Land weiter leerer Räume. Sollten Sie allerdings über die Vielfalt von Pflanzen und Tieren schreiben, erwähnen Sie die Überbevölkerung. Sollte sich Ihr Held in der Wüste oder im Dschungel bei irgendeinem indigenen Volk befinden (Hauptsache, es ist klein), dürfen Sie erwähnen, dass Aids und Kriege Afrika entvölkern.

Beenden Sie Ihr Buch mit einem Nelson-Mandela-Zitat, am besten mit irgendetwas über Regenbögen oder Wiedergeburt. Weil Ihnen daran liegt.