Trail-Maniaks auf dem GR 20 oder „Vive la Corse!“

GR20Es war schon die Ausschreibung, die mich irgendwie zwischen Frieren und Freuen hievte, die in mir den Wunsch schürte, die Zeit bis Juni 2015 vorzuspulen und wegen der ich endlich einmal nach Korsika muss:

Der 5 Tage, 15 Highlights, 181,8 km und 12.000 Hm
Ein einzigartiges Abenteuer für 25 Trail Runner mit Erfahrung und dem richtigen Spirit.
Sentier de Grande Randonnée 20
wurde 1974 eröffnet und ist mittlerweile ein Klassiker. weltweit zählt er zu den schönsten Fernwanderwegen und ist aufgrund seiner alpinen
Wegführung der extremste in Europa. Und genau deshalb die perfekte Challenge für wahre TRAIL-MANIAX und ein echter guerilla run, denn zu 98 Prozent führt er durch den Parc Naturel Régional de Corse.
GR20Urlaubsparadise und Gebirge im Meer?
Für Pauschaltouristen stehen diese beiden Begriffe im krassen Gegensatz. Für uns jedoch ergeben sie zusammen einen absoluten Premium-Trail.
Wie schwer dieser selbst für einen Ausnahmeathleten wie Kilian Journet ist, zeigt seine Bestzeit von 32 Stunden und 54 Minuten. Das ist nicht einmal ein Schnitt von 5,5 km/h (im Vergleich dazu liegt seine UTMB Zeit bei 8,2 km/h).

Die besonderen Reize des GR20. 

Natürlich zehren sowohl die Höhenmeter in der Summe als auch die Wege über Blockgelände, Grate und entlang an seilversicherten Stellen an den physischen und psychischen Kräften. Deshalb, wenn bei einem Blick auf die Uhr nach einer Stunde nur zwei Kilometer stehen, ganz ruhig bleiben, Kilian Journet war auch nicht viel schneller.

Außerdem ist für uns nicht die Stoppuhr das entscheidende Kriterium, sondern die Schönheit dieses Laufs, die immer wieder phänomenalen Ausblicke auf noch mehr Gipfel und in der Ferne auf das Meer. Auch wenn wir uns fünf Tage als sportliches Ziel gesetzt haben, so sollte auch Zeit zum Genießen, Schauen und Fotografieren sein.

Der inov-8 guerilla run. 

Auf der einen Seite sind hierbei ein hohes Maß an Eigenverantwortung und entsprechende Erfahrungen im alpinen Ultrabereich gefordert, auf der anderen Seite wollen wir für die richtigen Leute das richtige Event mit der besonderen Note an persönlichem Herzblut und individuellem Service bieten. Und genau deshalb bist Du dabei. Wir freuen uns auf Dich und Deinen Spirit!
Gut zu wissen …

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„Ich komme zum Schluss!“

RBWKurt Tucholsky hat in dem unter seinem Pseudonym Peter Panter veröffentlichten Text „Ratschläge für einen schlechten Redner …“ darauf hingewiesen, dass wir Brillenmenschen stets gut daran tun, zu geschichteln. Und es stimmt.

Wer kann denn den RheinBurgenWeg-Lauf begreifen, wenn er nicht die Historie des Laufs kennt?
Wenn er nicht weiß, dass er auf der gegenüberliegenden Rheinseite entstanden ist, als Achim Knacksterdt in einer kalten und schneebedeckten Nacht von dem parallel zum Rheinsteig verlaufenden RheinBurgenWeg erzählte …
Wenn er nicht weiß, dass bei der Erkundung weite Strecken unter Wasser lagen und wie schwer es war, damals überhaupt an den Rhein heran zu kommen?
RBWAber ich wollte ja zum Schluss kommen …

Einen Lauf zu beschreiben, den man selbst mitorganisiert, bei dem man die Teilnehmer mit auswählen darf, das ist schon eine ganz spezielle Aufgabe. Aber ich will mich daran versuchen. Jetzt und hier.
RBWDer RheinBurgenWeg-Lauf ist einfach ein langer Lauf in beginnenden Frühling, bei dem sorgsam ausgewählte Ultraläufer (Amerikaner würden sagen „hand-picked“) gemeinsam aus dem Winterschlaf erwachen wollen und die ein gutes Training für die großen Läufe, die vor all diesen Menschen stehen, brauchen.
Nicht alle sind Facebook-Jünger, wohl aber die meisten.
Nicht alle sind gut mit mir bekannt, aber auch hier wohl die meisten.
Aber alle sind wir Teil der großen Ultraläufer-Familie, wir alle wohnen im gleichen Haus.
Da dieses Haus aber drei Geschosse hat, haben wir beim RBW-Lauf drei Gruppen eingerichtet. Jenseits von „höher, schneller, weiter“ wollen wir das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, mit den einzelnen Läufern reden, woran ich in meiner Gruppe allerdings grandios gescheitert bin, zu schnell zerteilte sie sich und zog sich deutlich in die Länge, wir wollen, dass die Läufer untereinander reden, sich vernetzen, gemeinsam Pause machen und herrliche Blicke über den deutschesten aller Flüsse, den deutschen Rhein, der in der Schweiz entspringt und in den Niederlanden endet, genießen.
RBWIn den drei Geschosse des gemeinsamen Läufer-Hauses wohnen unten die Schnellen, die wir in einer Gruppe zusammengefasst haben, die diese 110 Kilometer mit ordentlich Höhenmetern in 14 Stunden bewältigen sollen. Wir, die wir weiter oben wohnen, beneiden die Schnellen oft ein wenig, weil sie nur die Schiebetüre aufschieben müssen und sofort auf den Trails vor dem Garten sind. Aber ich weiß auch, dass uns die Erdgeschoss-Bewohner auch manchmal um unsere schönen Balkone und Dachterrassen beneiden und um den Ausblick von da oben. Tom Siener führte diese Gruppe an, obgleich die meisten den Weg schon aus den Vorjahren kannten.
In der Mitte wohnen die, die zügig unterwegs sind. Deren Aufgabe war es, die Strecke in 17 Stunden hinter sich zu bringen. Achim war der Gruppenkopf dieser Truppe und die Fotos, die ich von dieser Gruppe gesehen habe, zeigten entspannte Menschen, die keinesfalls gestresst oder überfordert wirkten.
Und ganz oben, in den Wohnungen mit den Dachterrassen, wohnen eben die meisten Läufer. Läufer, die es gemütlich angehen lassen wollen oder müssen. Kurz vor dem Start sind manche noch von der Mitte nach oben gezogen, sodass wir allein in dieser Gruppe 27 Läufer waren, die da am Koblenzer Hauptbahnhof Richtung Bingen gestartet sind.
Und viele davon gehörten schon zum „Inventar“ des Laufs.
RBWIch wollte zum Schluss kommen, daher ziehe ich schon jetzt ein Fazit.

Der RheinBurgenWeg-Lauf ist ein kleines Gebilde aus einzelnen Elementen. Drei Gruppen, maximal 50 Läufer, allesamt wunderbare Menschen mit großartigen Events auf ihren jeweiligen „Lauf-Kerbhölzern“, drei Verpflegungspunkte, wobei der mittlere auf dem Schloss Rheinfels mir jedesmal aufs Neue kleine Freudentränen aus den Augen drückt, Läuferinnen und Läufer, die wenigstens ein Mal im Jahr ohne Wettkampfgedanken sehr lange, ultralang, unterwegs sein wollen.
Freundliche Gesichter, interessante Geschichten, viele „hugs“ und manche „kisses“, die Chance, einen Verpflegungspunkt mal ausgiebig anzusehen, eine Halle am Ende zum Duschen und für einen kleinen Power-Schlaf und dann ein gemeinsames Frühstück mit Blick eben auf diesen Rhein, an dem wir gerade erst so lange entlang gelaufen sind.

Für mich persönlich ist der RBW-L aber auch die Chance, manche Menschen wieder zu sehen und zu sprechen, denen man, weil sie weiter weg leben, seltener begegnet. Und es ist auch eine Chance, diese langjährige Freundschaft mit meinem Laufkumpel Achim stets neu zu vertiefen.
Für mich ist es ein Wochenende voller Freude und daher gibt es hier mein Bekenntnis:
Diesen Lauf wird es geben, so lange ich laufe. Oder lebe?
Aber ist das nicht irgendwie auch das Gleiche?

Danke an alle, die dabei waren, bis 2015!

X-BIONIC® Trekking Summerlight

Letzte Woche erhielt ich einen Anruf as der schönen Schweiz.
„TOM,“ hörte ich von Michi Raab, Pressesprecher von X-BIONIC und Teampartner vom Rheinburgenweg-Läufer Tom Siener aus Koblenz beim TransAlpineRun 2009, „wir haben etwas ganz Neues. Ein Produkt, das wie für den Tor des Géants geschaffen ist. HighTech eben …“

Ich war gespannt. Mir wurde eine tolle Technologie versprochen, Abstandsplättchen, damit der Rucksack besser hinterlüftet ist und etwas, das einfach gut aussieht, eben das passende für den TdG.
Anschließend haben wir uns noch über den UTMB unterhalten und über Bergläufe im Allgemeinen.

Zuletzt drückten wir uns noch gegenseitig die Daumen, Michi steht vor der Aufgabe UTMB, mir drückt er die Daumen für den TdG. Und noch eine letzte Frage: „Ich welcher Farbe wünscht Du Dir das Shirt?“
Eine schwere Frage, aber mir fiel gleich die Antwort ein. Einerseits bin ich ein „Wintertyp“, außerdem fiel mir spontan Jens Vieler ein, der so gerne Henry Ford mit diesen Worten zitiert:
„Egal welche Farbe – Hauptsache schwarz!“

Und was schreibt X-BIONIC selbst über das neue Shirt?
Lies es selbst:

X-BIONIC® Trekking Summerlight…
… weniger Gewicht, mehr Energie

Die erste Schicht ist entscheidend für Klimahaushalt und Leistungsfähigkeit.

Das neue X-BIONIC Trekking Summerlight Shirt Short:

Egal ob auf 800 oder 8.000 Metern – wir schwitzen bei Hitze oder großer Anstrengung und frieren bei Kälte oder in Ruhepausen. Beides kostet Energie. Deshalb benötigt der Körper auch im Sommer eine erste Bekleidungsschicht, die seine Temperatur auf optimalen 37 °C hält. Dies schafft die neue X-BIONIC Hightech Underwear Trekking Summerlight mit innovativen Funktionen und patentierten Details. Nano-Technologie und exakt dosierte Kompression garantieren ein perfektes Tragegefühl.

Effektive Kühlung bei schweißtreibenden Touren und optimale Isolation bei der Rast. Ein Hightech-Shirt muss beides können: wärmen und kühlen, genau wenn es der Körper benötigt. Und auch unter dem mechanischen Druck des Rucksacks funktionieren. Selbstverständlich leicht sein und auf Mehrtagestouren geruchstechnisch neutral bleiben.

Andere bekämpfen den Schweiß, X-BIONIC nutzt ihn.

Hightech ist mehr als eine funktionelle Faser. Erst mit der dreidimensionalen Verarbeitung des Garns entstehen intelligente Lösungen wie das patentierte 3D-BionicSphere® System, die den Körper beim Klimamanagement unterstützen.

Etwa 90 % der Wärmeabgabe des Menschen erfolgt über die Haut. Verdunstender Schweiß gestaltet diesen Prozess höchst effektiv. Deshalb lässt das Shirt zunächst eine bestimmte Restfeuchte auf der Haut und verteilt den Schweiß großflächig. So unterbindet es einerseits eine Überproduktion und unnötigen Mineralienverlust und optimiert andererseits den Kühlvorgang.

Bleibt der Schweiß aus, speichern die Kanäle und Hohlräume warme Luft und schaffen ein isolierendes Luftpolster. Dadurch muss der Körper weniger Energie für die Thermoregulierung aufwenden. Es steht mehr Energie für die Leistungsfähigkeit zur Verfügung. Am Berg bedeutet dies mehr Sicherheit, insgesamt mehr Ausdauer.

Hightech bis ins kleinste Detail.

Im Zusammenspiel von funktionellen Fasern und patentierten X-BIONIC Technologien entsteht ein Hochleistungsprodukt mit hervorragendem Leistungsgewicht, bei dem Details keine Nebensache sind:

– 5 Millimeter starke AirDuctTM Pads an Schulter und Hüfte polstern und hinterlüften die Auflagenpunkte des Rucksacks.
– Die mittlere Kompressionsstärke der X-Impact Technologie mindert Muskelvibrationen und stützt gleichzeitig Gelenke und Muskeln. Ebenso optimiert sie den Bewegungsablauf und regt die Blutzirkulation für eine erhöhte Nährstoffversorgung an.
– Das klimaaktive Nano-Filament Skin NODOR® wird durch die Körperwärme aktiviert und gibt langsam hautneutrale Ionen frei. Unbedenklich für das sensible Ökosystem der Haut, tödlich aber für die geruchsverantwortlichen Mikroorganismen.

Details sind keine Nebensache, sie sind das Produkt.

3D-BionicSphere® System – das patentierte Herzstück der Klimaanlage.

Der Decision Layer* Trekking Summerlight bildet die unterste und damit entscheidende Schicht im Bekleidungs-System: Er unterstützt das natürliche Klimasystem des Körpers und nutzt die kühlende Funktion des Schweiß.

Das 3D-BionicSphere® System auf Brust, Rücken und am Steißbein lässt zunächst eine bestimmte Restfeuchte auf der Haut. Damit unterbindet es eine Überproduktion an Schweiß und erzielt durch das Verdunsten eine kühlende Wirkung. Beginnt der Schweiß zu rinnen, nimmt das System das Zuviel über Schweißfallen, sogenannte „SweatTraps“ auf und gibt es an die „Evaporation Surface Expander“, einer aufgesplitterten Faser mit vergrößerter Oberfläche zur Verdunstung weiter. Damit diese so effektiv wie möglich arbeitet, führen „OuterAirChannels“ kontinuierlich Frischluft zu.

In Ruhephasen werden die „InnerAirChannels“ aktiv: Die in den Kanälen gespeicherte warme Luft dient sofort zur Isolation und bewahrt vor Auskühlung. Gleiches gilt für die „Iso-Pads“, welche die kälteempfindlichen Hüftknochen schützen.

X-BIONIC nimmt Ihnen mit den AirDuctTM Pads den Druck.

Die Auflagenpunkte des Rucksacks im Schulter- und Hüftbereich sind einerseits besonders schwitzintensiv, andererseits erhöhter Belastung aufgrund von Reibung ausgesetzt. X-BIONIC setzt für diese extrem beanspruchten Zonen spezielle AirDuctTM Pads ein:
Die fünf Millimeter starke 3D-Struktur verteilt den Druck des Rucksacks großflächig. Gleichzeitig garantiert sie eine vollständige Hinterlüftung und damit beste Kühlung.

Mit Smart Kompression und Energiereserve ans Ziel.

Schon einmal vor Müdigkeit über einen Stein oder Wurzel gestolpert? Ermüden die Muskeln, wird die Frequenz ihrer Schwingungen langsamer, Muskelflattern spürbar und die Reaktion beeinträchtigt. Die „X-Impact-Technology“ der Trekking Summerlight stabilisiert Muskeln und Blutgefäße von Anfang an. Zusätzlich entlastet sie das Herz-Kreislauf-System und verbessert die Sauerstoff- wie auch Nährstoffversorgung, indem das Blut schneller zum Herzen zurückfließt. Der Körper spart wertvolle Energieressourcen für die Schlüsselstellen einer jeden Tour.

Skin NODORÒ – Keine Chance für üble Gerüche.

Je intensiver die Tour, desto höher das Schweißaufkommen, desto größer der Nährboden für unangenehme Gerüche. Damit Outdoorsportler die Rast auf der Alm ungeniert genießen können, kommt jetzt die im Skin NODORÒ Garn integrierte Nanotechnologie zum Einsatz:
Sie reduziert wirkungsaktiv das Bakterienwachstum und lässt unangenehme Gerüche gar nicht entstehen.

X-BIONIC® Energizer Summerlight Shirt Man/Woman

Technische Materialkomposition: 58 % Skin NODORÒ, 28 % Polyamid, 12 % Elastan, 2 % MythlanTM
Größen: Herren S/M, L/XL, XXL – Damen XS, S/M, L/XL
Farben: White / Pearl Grey, Black / Anthracite

* X-BIONIC System Gear, bestehend als Kombinationsbekleidung aus drei Bekleidungsschichten, sogenannten Layern:
1. X-BIONIC Decision Layer
2. X-BIONIC Transmission Layer
3. X-BIONIC Shelter Layer

Der RheinBurgenWeg-Lauf – ein Vorbericht

Es geschah beim „Kleinen KOBOLT“ und es muss so nach 20 Stunden auf dem Rheinsteig gewesen sein. Achim und ich liefen im kalten Dezember die Strecke des Rheinsteigs auf und ab von Koblenz Richtung Bonn. Die eisige und dunkle Nacht war schon vorbei, wir waren also wach und bei Sinnen, als Achim mir erzählte, dass es auf der anderen Seite des Rheins auch eine Laufstrecke gäbe, die weit weniger bekannt, aber fast noch schöner sei als die des Rheinsteigs.
Auf der anderen Seite des Rheins?

Ich dachte kurz nach und fühlte mich wie eine Kuh, die, sich an den Stacheldrahtzaun drückend, sicher ist, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner, saftiger und besser sein muss. „Und welche Strecke ist das?“ fragte ich Achim. „Der RheinBurgenWeg,“ antwortete er.
Nie gehört, dachte ich. Aber ich war auch interessiert und so beschlossen wir während der nächsten Laufstunden, dort einmal einen gemeinsamen Lauf zu organisieren.


Ein kleiner Lauf sollte es werden, nur für Freunde und Bekannte. Aber eben für Freunde und Bekannte, die sich schon als Ultraläufer ausgezeichnet haben, erfahrene Läufer, die in der Lage sind, die ersten 108 Kilometer dieses über 200 Kilometer langen RheinBurgenWegs zu bewältigen. Gespickt mit unzähligen Anstiegen wie der Rheinsteig, aber auf deutlich schmaleren Pfaden ist das eine echte Herausforderung.

Wir wollten keinen Wettkampf organisieren, zum einen, weil die Verpflegungsstände sonst so schwer zu besetzen wären (die Spreizung zwischen dem führenden Läufer und den Läufern am Ende der Gruppe könnte beim Zieleinlauf durchaus 10 oder sogar 12 Stunden betragen) und zum anderen, weil wir gerne mit dem einen oder anderen über das reden wollen, was uns alle bewegt: eben über das Laufen.
Also musste es ein Gruppenlauf werden und das bedeutet, dass alle Teilnehmer genug Disziplin haben müssen, um zu akzeptieren, dass die Langsamsten der Gruppe das Tempo bestimmen werden. Im Zweifel werde ich das sein.

Ich war Feuer und Flamme für die Idee dieses Laufs und machte dann sofort das, was ich besonders gerne tue: ich registrierte das BLOG zum RheinBurgenWeg-Lauf und eröffnete eine Gruppe „RheinBurgenWeg“ auf Facebook, also dort, wo sichviele Läufer tummeln. Ich muss gestehen, ein ausgesprochener Facebook-Fan geworden zu sein. Keine andere Community im großen Netz fasziniert mich ähnlich wie Facebook und das, obwohl ich früher viel mehr in anderen Communities unterwegs war und Facebook bald zwei Jahre nur „nebenher“ besucht habe.
Beide Dinge hatten großen Erfolg. Über die neu errichtete Gruppe bei Facebook lud ich etliche hervorragende Läufer zu diesem Event ein und auch der Traffic auf dem BLOG wuchs ständig an und hat heute Zahlen erreicht, die ich nicht zu hoffen gewagt hätte. Es ist ja nur ein BLOG über ein einziges Thema, ein einziges Event. Danke an dieser Stelle allen, die sich dort mal umgesehen haben.


Ich muss gestehen, am Anfang ein wenig zu viel „geguttenbergt“ zu haben und so musste ich das Logo nach einem freundlichen Hinweis der “Romantischer Rhein Tourismus GmbH”, Loreley-Besucherzentrum, 56346 St. Goarshausen noch einmal ändern. Aber ich hatte in dieser Vermarktungsfirma für den RheinBurgenWeg einen Verbündeten gefunden und uns wurden wunderschöne Fotos der Strecke überlassen inklusive einer Aufnahme der Wegebeschilderung, die dann zum Logo für diesen Lauf wurde.
Ohne diese Hilfe wäre vieles schwerer geworden, denn wo im Himmel nimmst Du mitten im Winter schöne Fotos einer Laufstrecke her?
Wir wurden von der “Romantischer Rhein Tourismus GmbH” freundlich beraten und unterstützt.
Im Grunde wollen wir ja alle das Gleiche: raus in die Natur, schöne Strecken kennen lernen und schöne Strecken laufen.

Für die Details des Laufs war im Wesentlichen Achim zuständig. Er legte die Eckpunkte fest wie die Positionierung der drei Verpflegungsstellen, den Starttag und ähnliche Dinge und dann, als es immer konkreter wurde, sind wir gemeinsam an einem Samstag an die Strecke gefahren, um vor Ort nachzusehen, worauf zu achten ist.
Es war ein kleines Desaster an dem Tag, weil die B9 vollkommen überschwemmt war und wir deshalb immer riesige Umwege fahren mussten, um von Ort zu Ort zu kommen, aber beim Anblick der vielen Burgen wusste ich: dieser Lauf wird richtig schön, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt!

Achims Sorge war, dass wir viel zu viele Starter haben werden, meine Sorge ging in die ganz andere Richtung. Ich befürchtete, weitgehend alleine zu sein und bin heute rückblickend sehr dankbar, welch tolle Truppe wir für einen Gruppenlauf zusammen bekommen haben. Am Ende haben wir statt der geplanten 12 Mitläufer die Grenze auf 19 Mitläufer erhöht, insgesamt ist es aber noch eine Teilnehmerzahl, die überschaubar ist.

Achim war danach voll in seinem Element. Insgesamt fünf Mal machte er sich auf, eine der drei Teiletappen zu laufen. Drei Mal war er alleine unterwegs, ein Mal war er mit Tom Siener und ein Mal mit mir auf der Strecke, mit Tom Siener allerdings erheblich schneller und ambitionierter als mit mir.
Seine Berichte im BLOG haben mir zunehmend mehr Vorfreude auf dieses Event gemacht. Ich wurde mir aber auch klar, dass es bei weitem nicht so einfach sein würde, wie ich diese Strecke am Anfang eingeschätzt hätte.

Der nächste Punkt waren die drei Versorgungspunkte. Der dritte VP war schnell besetzt, die Mainzer „Bretzelwetzer“ Axel und Roman sowie Achims Frau Antje haben schnell ihre Unterstützung zugesagt. Meine Gabi, die eigentlich einen VP besetzen wollte, musste aber passen, weil ein wichtiger Geschäftstermin an diesem Wochenende angesetzt wurde. Eigentlich hätte ich da dabei sein sollen, aber sie macht das jetzt alleine und ich darf laufen gehen. Danke Gabi!

Der nächste VP, der eine Betreuung fand, war der VP1. Martina Irrgang hat sich mit dem Troisdorfer M.U.T. dieser Aufgabe angenommen, eigentlich, um dort mit uns und „ihrem“ Michael Irrgang gemeinsam etwas zu feiern. Leider wird Michael wohl entweder gar nicht mitlaufen können oder, so ist meine große Hoffnung, wenigstens vom Start eben bis zu diesem VP1 mitlaufen.

Tom Siener wiederum war es, der uns die Betreuung des VP2 vermittelt hat. Als Apotheker in Koblenz hat er einen Geschäftsfreund, der ihm den Kontakt zur Unternehmensleitung des Restaurants vom Schlosshotel der Burg Rheinfels vermittelt hat.
Und die dortige Belegschaft hat sich dann spontan bereit erklärt, die Betreuung des VP2 zu übernehmen. Mehr als Läufernahrung für Ultrasportler wollen wir ja nicht haben, Austern und Médoc-Rotwein wie beim Médoc-Marathon dürften es ja wahrlich nicht sein, immerhin werde wir dort erst die Hälfte der Strecke hinter uns haben.

Wir haben dann noch den Transport der Drop-Bags nach Bingen für diejenigen Läufer organisiert, die erst in Koblenz zu uns stoßen werden, Achim hat noch ein paar Informationsmails verschickt und jetzt bleibt uns nur noch, auf gutes Wetter zu hoffen.

Gutes Wetter? Wetter.de sagt dazu: es wird schön und einigermaßen trocken, nachts aber eher kalt.

Mo

07.03

Di

08.03

Mi

09.03

Do

10.03

Fr

11.03

Sa

12.03

Temp. (°C)  -2° 12° -6° 12° 12° 12° 13°