Main-Spitze: der MMM

Der „MMM“, der Mainzer Maaraue Marathon ist, so der Bericht der Zeitung „Main-Spitze“ vom 9. Februar …

… länger als das antike Vorbild

Start zum Maaraue-Marathon: Organisator Sascha Kaufmann mit roter Mütze läuft voraus. 	Foto: uli

GUSTAVSBURG: MAARAUE-MARATHON – Lauf-Enthusiasten endecken die Mainspitze als Geheimtipp

(uli). 25 Lauf-Enthusiasten aus verschiedenen Regionen Deutschlands trafen sich jetzt auf dem Parkplatz an der Ochsenwiese, um zum 5. Maaraue-Marathon zu starten. Eingeladen hatte Sascha Kaufmann aus Mainz-Mombach, der diesen Lauf privat organisiert.

Fast jeder Hobbyläufer in der Mainspitze kennt den „Drei-Brücken-Weg“ über die Flüsse Rhein und Main hinweg.
Knapp über neun Kilometer sind das von Gustavsburg über die Kostheimer Mainbrücke, dann auf der Maaraue bis zur Theodor-Heuss-Brücke in Mainz, am Rheinufer entlang und dann wieder über die Eisenbahnbrücke zurück nach Gustavsburg.

Gleich fünfmal hintereinander, also rund 45 Kilometer, hatten sich die Langstreckenläufer für diesen Tag vorgenommen. Für manche im Starterfeld fast schon ein Klacks.

„Bei 100 Kilometern fängt es doch erst an, richtig Spaß zu machen“, hieß es aus der um 10 Uhr lostrabenden Schar. Tatsächlich hatte sich eine handverlesene Truppe versammelt, der ein einfacher Marathon nicht Qual genug ist. „Starten darf nur, wer von mir eine persönliche Einladung erhält“, betonte Organisator Sascha Kaufmann.
Und die erhalte nur, wer in den Listen der Deutschen Ultra-Marathon-Vereinigung auftaucht.

Dafür gilt es einen Lauf zu absolvieren, der länger ist als der von Pheidippides in der antiken Überlieferung von Marathon nach Athen. Der hatte diese Anstrengung bekanntermaßen allerdings nicht überlebt.

Darüber kann Klaus Neumann aus Stuttgart nur milde lächeln. Der Ultra-Marathon-Mann hat erst kürzlich beim Trans-Europa-Lauf teilgenommen. Das sind 4 888 Kilometer in 64 Tagen.
Thomas Eller aus Bonn nahm am Rheinsteig-Ultra-Marathon teil – 141 Kilometer am Stück (Anmerkung von mir: gemeint war der „Kleine KOBOLT).
Die einzige Klage, die er dabei hatte, waren die niedrigen Temperaturen. Also eine verschworene Gemeinschaft von passionierten Dauerläufern, die sich da in Bewegung setzte.

Es komme gar nicht auf die Zeit an, sondern auf das gemeinsame Erlebnis. Manche Starter sammeln Ultra-Langstrecken-Läufe auf der ganzen Welt. Je origineller die Streckenführung, desto besser. Der Maaraue-Marathon scheint sich in der Szene so langsam als Geheimtipp zu entwickeln. Kein Wunder, sind doch so kuriose Starttermine wie 24. Dezember zu ergattern. Immerhin vier Starter waren es, die in der Heiligen Nacht ihre Runden über die Brücken drehten.

Persönlich fand ich den Lauf sehr, sehr nett. Die Mitläufer waren, sofern sie mir noch nicht bekannt waren, durchweg aufgeschlossen und freundlich. Sascha Kaufmann und Brigitte Mollnar kennengelernt zu haben war schon alleine die Anreise wert.
Ich jedenfalls werde diesen „MMM“ immer wieder in meine Agenda einbauen, wenn es zeitlich passt.

Auch wenn man sich die Startgebühren ansieht und abwägt, was man dafür bekommt, dann ist das schon sensationell. Für tatsächlich Null EUR Startgeld bekommt man sogar noch ein kleines Starterpaket, in dem sich neben einem Sektchen, den ich meiner Gabi vermacht habe, weil ich ja zurzeit keinerlei Alkohol trinke, noch ein Riegel als Nahrungsunterstützung.
Einfach sensationell, finde ich.

Brigitte und Sascha sehe ich schon bald wieder – beim RheinBurgenWeg-Lauf. Da kann ich mich dann auch revanchieren. Nette Leute sind da auf jeden Fall auch dabei, bleibt nur noch das Starterpaket …

Danke an den Veranstalter Sascha Kaufmann für diesen Lauf.

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Am Wochenende gibt es original fränkischen Pfefferkarpfen …

Pfefferkarpfen mit Polenta – Muffins

Pfefferkarpfen:
Die Karpfenstücke mit Knoblauch einreiben, salzen und pfeffern und in eine feuerfeste Auflaufform legen, dazwischen die Erdäpfelscheiben, Zwiebel- und Paprikaringe und die Karottenstücke geben.
Das Ganze mit Wasser aufgießen, sodass die Filetstücke bedeckt sind. In weiterer Folge den Saft der Zitrone, einige Pfefferkörner, 1 EL Butter und den halben Suppenwürfel dazugeben.
Zum Schluß alles mit gehackten Kräutern bestreuen, mit Alufolie abdecken und ins Backrohr bei 200 Grad Celsius für 40 bis 50 Minuten geben.

Polenta – Muffins:
1/2 Liter Milch, 1/2 Liter Wasser, 3 Eckerlkäse und Salz zum Kochen bringen.
250 g Maisgrieß einrieseln lassen und ca. 10 Minuten auf kleiner Stufe quellen lassen, öfters umrühren. Danach gehackte Kräuter und 50 g Parmesan dazugeben und etwas stehen lassen.
Zwischenzeitlich ein Muffinsbackblech einfetten und mit Brösel ausstreuen, die Polentamasse dann einfüllen und bei ca. 200 Grad 20 bis 25 Minuten im Rohr backen.

Schwierigkeitsgrad: leicht
Personen: 4
Zubereitungszeit: 50 Minuten
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zutaten:
2 St Karpfenfilets in portionsgroße Stücke geschnitten, Salz, Pfeffer nach Geschmack
1/2 St Suppenwürfel, Knoblauch, 1 St Zwiebel (in Scheiben/Ringe geschnitten)
2-3 St kleinere Erdäpfel (in Scheiben geschnitten)
1 EL Butter, Saft einer Zitrone, gehackte Kräuter, Pfefferkörner
je 1 St roter Paprika, Karotte (geschnitten)


Du weißt ja vielleicht, dass ich ein gebürtiger Franke bin, ein Nürnberger, um genau zu sein. Ich weiß aber nicht, ob ich an einem Freitag geboren wurde, aber falls es ein Freitag gewesen sein sollte, dann gab es zu Mittag bestimmt eine typisch fränkische Spezialität: den fränkischen Pfefferkarpfen.

Als Baby hatte ich sicherlich auf den Pfefferkarpfen wenig Lust, wahrscheinlich war mir ein Gläschen mit Karottenmus oder Griesbrei lieber. Und am Wochenende, wenn es wieder fränkischen Pfefferkarpfen gibt, werde ich wohl auch nicht mitschlemmen, sondern einen vegetarischen Gemüseauflauf bevorzugen. Die fränkischen Pfefferkarpfen überlasse ich den 29 anderen Läufern und den 5 Helfern, sie werden sich das Essen durch fleißiges Laufen redlich verdient haben.

Wobei wir beim Laufen wären, beim Pfefferkarpfen-Lauf. Im Steppenhahn-Forum habe ich zuerst von diesem Lauf gelesen, als sich ein paar Läufer darüber gestritten haben, ob es nun der Pfefferkarpfen-Lauf oder der Pfefferkrapfen-Lauf sei. Als Franke war mir natürlich klar, dass es sich um den Fisch handeln musste, aber einen Krapfen (Berliner), gefüllt mit frischem scharfen Pfeffer, inspiriert auch sehr. Ich liebe ja bittere Schokolade, die mit Chili gefüllt ist, vielleicht wäre ich auch ein Fan dieser neuen Backspezialität?
Mitte der Woche erzählte mir dann mein lieber Laufkumpel Kurt Süsser, dass er am Wochenende beim Pfefferkarpfen-Lauf dabei wäre. Er war es auch, der mir die entsprechende Einladung besorgt und so mein Mitlaufen möglich gemacht hat.

So geht es am Samstag 54 Kilometer lang als Gruppenlauf von Nürnberg-Schnepfenreuth Richtung Pommersfelden. Dort gibt es im Pommersfeldener Hotel „Grüner Baum“ für die Läufer und die Helfer eben diesen fränkischen Pfefferkarpfen. Und nach einer wahrscheinlich kurzen Nacht geht es dann am Sonntag wieder die 54 Kilometer zurück nach Nürnberg. Aber am Sonntag heißt es dann, sich zu sputen, damit ich mein Tennisspiel um 20 Uhr in Bad Neuenahr nicht verpasse.

Die ganz besondere Freude aber hatte ich heute, als die Teilnehmer-Liste per Mail erhielt. Außer dem Veranstalter Olaf Schmalfuß und Kurt Süsser sind weitere 27 Läuferinnen und Läufer dabei. Nicht alle Namen sagen mir etwas, aber auf manche freue ich mich ganz besonders.
Vor allem freue ich mich auf den lieben Gottfried „Gotti“ Oel, den ich 2009 beim SwissJuraMarathon kennen- und schätzen gelernt habe, lies dazu mal meinen Bericht „Vom ersten bis zum letzten Tag“. Wir werden sicher viel zu tratschen haben …

Klaus Neumann, der König der Ultra-Marathons, ist auch dabei. Ihn habe ich zuletzt beim Sondershausener „Unter-Tage-Marathon“ gesehen. Bewundernswert und rekordverdächtig sind seine 109 Ultra-Marathons im Jahr 2009, einfach sensationell.
Als Teilnehmer des „TransEurop-FootRace“ kamen alleine dadurch letztes Jahr 72 Ultras auf sein Konto und so beschloss er, in 2009 die 100 Ultras voll zu machen und da muss er sich wohl irgendwann ein wenig verzählt haben …
Ich erinnere mich bei Klaus auch seine Antwort auf meine erste Frage an ihn. Es war beim Eisweinlauf vor einigen Jahren und ich hatte eben erst erfahren, dass Klaus drei Mal Spartathlon und zwei Mal Badwater erfolgreich hinter sicht gebracht hat. Ich nannte das „cool!“ Klaus aber antwortete: „Nein, nicht cool. Das war heiß, extrem heiß!“

Den letzten Mitläufer, den ich erwähnen will, ist Alexander von Uleniecki aus Berlin. Mit ihm habe ich mich in den letzten Wochen ein paar Mal per Mail ausgetauscht, weil er der Ausrichter der „Berliner Mauerläufe“ ist. Ich bin sehr froh, ihn bei dieser Gelegenheit auch persönlich kennen zu lernen. Interessant ist es übrigens, die Teilnehmerliste der Mauerläufe anzusehen. Viele der Läuferinnen und Läufer des kommenden Wochenendes finden sich dort wieder. Ich bin also umgeben mit hervorragenden Läuferinnen und Läufern, Menschen mit viel Erfahrung und interessanten eigenen Geschichten.

Vielleicht erzähle ich an dieser Stelle die eine oder andere davon in den nächsten Wochen, aber nur, wenn die Läufer nicht so still sind wie die fränkischen Pfefferkarpfen, die am Samstag Abend bei den meisten von uns auf dem Speiseplan stehen.

Meine Reise zum Mittelpunkt der Erde …

Dort, wo ein kilometerlanges unterirdischens Straßenlabyrinth tief unten im Berg eingerichtet ist, dort, wo es 700 bis 900 Meter unter der Erde heiß, staubig, salzig und extrem trocken ist, dort, wo über viele Jahre Kalisalze (Streusalze) abgebaut wurden, dort ist Sondershausen.

Dort in Sondershausen findest Du das „Erlebnisbergwerk Glückauf“, ein ehemaliges Gewinnungsbergwerk, das durch seinen über einhundert Jahre andauernden Abbau ein enorm ausgedehntes untertägiges Grubenfeld (NW-SE ca. 20 km, NE-SW ca. 5,5 km) besitzt. Vergleichbar ist das untertägige Streckennetz in seiner Größe mit dem Straßennetz einer mittleren Großstadt wie die nahe gelegene Stadt Erfurt, Halle oder die hessische Metropole Kassel.

Aber Du kannst in Sondershausen mehr machen als nur eine wirklich interessante Grubenfahrt oder riesige Stollen besichtigen. So kannst Du beispielsweise dort auch heiraten. Trauungen im Festsaal sind nicht nur möglich, sie bieten auch den immensen Vorteil, dass danach es in der Ehe eigentlich nur noch bergauf gehen kann. Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum Hochzeiten auf dem Mt. Everest eher selten stattfinden.

Oder Du buchst eine geologische Führung, bei der Du erfährst, dass, so sagt es die Webseite, „die Kalilagerstätte, die hier im Südharz innerhalb der Staßfurt-Folge im Flöz Staßfurt abgebaut wurde, durch eine hell- bis dunkelrote Farbe gekennzeichnet ist. So können die Besucher recht deutlich erkennen, wann der Wechsel von den Hauptstrecken im Steinsalz in ein ehemaliges Abbaurevier im Kalisalz erfolgt. Kalisalze die im Bergwerk abgebaut wurden, sind anhydritisches Hartsalz und Carnallitit.
Über den Salzhorizonten lagern im Bergwerk mächtige Gesteinsschichten aus Grauem Salzton und unterem Buntsandstein, die auch das Bergwerk vor Wasserzuflüssen schützen. Die weiter südlich gelegenen Grubenbaue sind z.T. auch noch mit dem dort über Tage anzutreffenden Muschelkalk überdeckt. Den Buntsandstein trifft man regional auf dem Höhenzug Windleite, den Muschelkalk auf dem Höhenzug Hainleite wieder. Die Anhydrithorizonte stehen, bedingt durch die Heraushebung des im Norden gelegenen Harzes im Tertiär, am Südharzrand teilweise an der Tagesoberfläche und werden an einigen Standorten auch industriell abgebaut (Niedersachswerfen).“
Weiterhin angeboten werden auch Fahrradtouren für Amateure, Fahrradrennen, eine Salzrutsche, eine Kleinbahnstrecke unter Tage oder auch eine Kahnstrecke auf dem Laugensee.

Last, but not least, werden dort auch Laufveranstaltungen angeboten, die bekannteste davon ist der „Unter-Tage-Marathon“. Die nackten Zahlen haben mich schon 2008 fasziniert: 4 Runden à 10,5 Kilometer mit jeweils 300 (+) Höhenmetern, nur 460 zugelassene Läufer (gesamt für Halbmarathon und Marathon), Temperaturen von 25 bis 30 Grad, je nach der Tiefe der Laufstrecke,Laufen mit einem Schutzhelm, üblicherweise mit einem Fahrradhelm und das ganze in extrem trockener und staubiger Luft. Echte Hardcore-Bedingungen also, die diesen Lauf in die Liste der „Crazy Runs“ gebracht haben.

2008 habe ich diesen Lauf das erste Mal gewagt und das war so schön, dass ich diesen Marathon unbedingt 2009 wiederholen wollte. Schon das Einfahren in das Bergwerk mittels zwei- oder dreistöckiger Fahrkörbe ist ein echtes Erlebnis. Wo hast Du denn schon mal die Möglichkeit, einen Aufzug zu wählen, der Dich 700 Meter tief bringt?
Übernachtet habe ich wie im Vorjahr in der Jugendherberge Juventas in Sondershausen, ich bekam das gleiche Zimmer unter dem Dach mit eigenem Bad und kleinem TV-Gerät. Sauber und relativ frisch renoviert und mit 26 EUR plus 5 EUR für das Frühstück auch ein echtes „Schnäppchen“. Leider konnte ich am Freitag erst nach dem Bürotag und nach zwei Stunden Tennis kurz nach 19.00 Uhr losfahren und ich war sehr froh, gegen 23.00 Uhr in Sondershausen gewesen zu sein. Es blieb keine Zeit, um noch etwas zu essen oder zur Ruhe zu kommen, sofortige Bettruhe war angesagt, obwohl ich gerne bei der im Erdgeschoss laufenden Jugendparty mal reingeschnuppert hätte.

Um 5.30 Uhr war dann am Samstag Morgen die Nacht zu Ende. Die üblichen Vorbereitungen wie immer vor einem langen Lauf und gleich bemerkte ich zwei Dinge. So hatte ich meinen Fahrradhelm zu Hause vergessen und musste dann mit einem gelben Hartschalen-Helm der Betreibergesellschaft laufen, nicht wirklich perfekt, aber „unique“. Und ich bemerkte beim morgentlichen Zehennägel schneiden, dass ich mein rechter großer Zehennagel verabschieden wird. Um ihm zu stabilisieren habe ich vorläufig ein großes Compeed-Blasenpflaster um den „dicken Onkel“ geklebt, damit der Nagel nicht während des Laufs unkontrolliert „bye bye“ sagt.
Das Frühstück war ok und ich traf einen Bekannten, den Mega-Ultraläufer Klaus Neumann, der allein in 2009 100 Ultras (!) gelaufen hat, 72 Stück davon beim „Trans European Footrace“ von Bari / Italien bis zum Nordkap, eine sensationelle Leistung! Ferner unterhielt ich mich mit einem Läufer, der neben dem StrongManRun auch den ToughGuy in England 2009 gemacht hat. Endlich mal jemand, mit dem ich mich darüber unterhalten konnte.
Dann fuhr ich zum Bergwerk, um die Startunterlagen zu holen und fuhr mit dem ersten Aufzug um 7.30 Uhr ein. In den gut zwei Stunden, die noch Zeit waren bis zum Start, traf ich unten meine Lauffreunde Lars Schläger (TransAlpineRun 2008, Treppenmarathon 2009, UTMB 2009) und Martin Raulff (24-h DLV Challenge 2009, UTMB 2009, KiLL50 2009), der von seinem Vater begleitet wurde. Später verriet dieser mir, dass er die Stimmung und das Event großartig fand und auch mächtig stolz ist auf seinen Sohn. Darf er auch, finde ich.

Lars Schläger und ich ... gemeinsam einfach unwiderstehlich!

Für mich war es der erste Lauf nach dem Geraderücken des Beckens und nach den beiden ersten Physiotherapie-Stunden und ich hatte schon mächtig Angst vor dem Punkt „Kilometer 18“. In Hachenburg, beim „schrägen O. Weg“ und beim Halbmarathon in Bonn war das immer der Punkt, an dem die Schmerzen in der linken Po-Backe begonnen haben, aber es war ein kleines Wunder: nichts schmerzte, nur die Beine taten weh, bestimmt auch deshalb, weil mein Trainingspensum in den letzten Wochen dramatisch heruntergefahren wurde.
Hurra, ich kann wieder schmerzfrei laufen … ! Eine großartige Erkenntnis, hatte ich schon Zweifel, dass dies jemals wieder klappen könnte.

Die Runden 1 und 2 lief ich jeweils mit einer Zeit von 1 Stunde und 8 Minuten eine vernünftige Zeit, aber in der dritten Runde war meine Motivation einfach weg. In der zweiten Runde habe ich sogar einige Male darüber nachgedacht, das „süße Gift“ des vorzeitigen Ausstiegs nach dem Halbmarathon anzunehmen, aber ich habe ja schon beim KiLL50 verkürzt und ich war mir sicher, dass ich mich als Verlierer fühlen würde, wenn ich diesen Marathon nicht zu Ende laufen würde.
Diese dritte Runde war grottenschlecht und blieb mit 1 Stunde und 17 Minuten um Welten hinter den beiden ersten Runden zurück. Die vierte und letzte Runde lief aber wieder besser. Zwar brannten die Oberschenkel, einige Muskeln in den Beinen begannen immer wieder zu krampfen, sodass ich stets unterhalb der Krampfschwelle laufen musste, aber ich schaffte immerhin eine Zeit von 1 Stunde und 13 Minuten. Damit blieb ich mit insgesamt 4:46:31 Stunden nur rund drei Minuten hinter dem Ergebnis des Vorjahres, ich war recht zufrieden.

Als „Generalprobe“ für den am kommenden Samstag stattfindenden „Eisweinlauf“ war Sondershausen perfekt. Ein Hochzeitspaar, das sich getraut hat, war aber nicht auszumachen.