Die Würde des Menschen ist unantastbar …

65 Jahre deutsches Grundgesetz

Der ZEIT ONLINE ist es zu verdanken, dass ich unter dem Titel „Danke, Navid Kermani“ die mich tief bewegende Rede des deutsch-iranischen Schriftstellers Navid Kermani lesen konnte, im Archiv des Bundestages.
Ein direkter Link dorthin sparte mir Zeit bei der Suche.
Die Rede wurde zur „Feierstunde 65 Jahre Grundgesetz“ gehalten und ist, so der Journalist und Kommentator Lenz Jakobsen, im positivsten Sinne des Wortes „ungeheuer, voller Liebe und Wut.“
Für mich als Kind eines Einwanderers und einer Deutschen ist sie auch deshalb so bewegend, weil sie uns zeigt, dass beispielsweise der große Willi Brandt wohl keine Chance im Krieg gehabt hätte, wenn andere Staaten das Asylrecht damals ähnlich ausgehöhlt hätten, wie wir es 1993 taten. Edward Snowden hätte bis damals noch ein Recht auf Asyl in Deutschland gehabt.Bundestagi.Lenz Jakobsen schreibt weiter über diese Rede: „Ein Fraktionsvize erträgt das nicht, Deutschland aber sehr wohl …“
Ich glaube, dass es mehr als die zum Lesen aufzuwändende Zeit wert ist, diese Rede, die ich im Wortlaut unten eingefügt habe, komplett zu lesen. (Dabei danke ich an dieser Stelle herzlich dem Pressereferat des Bundestags für die Betreuung von Presse, Rundfunk und Fernsehen dafür, diese Rede in Gänze kopieren und verbreiten zu dürfen.)
Hinweis in eigener Sache: Marathonundlaenger.de soll im Wesentlichen ein Laufblog bleiben, solch ein Highlight deutscher Sprache, europäischer Kultur und bewundernswertem Weltbürgertums aber muss hier auch einmal Platz finden, vor allem dann, wenn auch der Inhalt uns als leuchtender Stern in der Zukunft leiten kann, soll und darf.

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Im unteren Kompetenzbereich differenzierter werden …

Am 21. September 2010, in der Hochphase der Diskussion über die Thesen des „Thilo Wunderlich“, in einer Zeit, als frankophile Bankenchefs Vererbung und Prägung durcheinander warfen, fiel mir ein wirklich guter Artikel von Harald Martenstein zum Thema Integration auf.

Er erschien in meiner liberalen Lieblingszeitung, der „ZEIT“ und auf „ZEIT ONLINE“.

Der Artikel war prägnant und lustig zugleich und heute, nach dem zeitlichen Abstand von zwei Monaten, will ich ihn hier auch einmal zeigen. Natürlich danke ich vor allem der „ZEIT ONLINE“ und verweise höflich darauf, dass Du Dir den Bericht hier auf „ZEIT ONLINE“ auch ansehen kannst.
Es geht um die Lieblingsthemen deutscher Schüler, um die Fähigkeit zum Lesen und die Fähigkeit von Verantwortlichen, Hürden so zu bauen, dass man sie auch tatsächlich überspringen kann.
Ob die Trainer in den Leichtathletikvereinen sich allerdings der Überlegung anschließen, dass dem Sportler, der beim Hochsprung immer frustriert scheitert, geholfen werden kann und muss, vermag ich nicht zu sagen.

Viel Spaß beim Lesen!

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