Lycian Way (LYUM)

Dalaman mit dem Flughafen ganz links, der Start des Lykischen Wegs als roter Pfeil und das Ende des Trails bei Antalya ganz rechts.

Dalaman mit dem Flughafen ganz links, der Start des Lykischen Wegs als roter Pfeil und das Ende des Trails bei Antalya ganz rechts. (Klicken zum Vergrößern!)

Lykien ist der historische Name der Tekke-Halbinsel, die an der Südküste der Türkei in das Mittelmeer ragt.
Die Berge steigen steil von der felsigen Küste nach oben hoch, die wunderschöne Aussichtspunkte über das Land und das Meer ergeben. Abwechslungsreiches Wandern ist garantiert. Forstwirtschaft überwiegt in diesem Teil der Türkei. Kiefern sind mit Erdbeeren und Johannisbrotbäumen gemischt und in den höher gelegenen Teilen der Trails dominieren Wacholderbüsche und Zedern.
Neben dem Tourismus an der Küste wird mit auch die Landwirtschaft mit hoher Intensität betrieben, insbesondere in den Tälern und Flussmündungen.

Die Lykier selbst waren ein demokratisches, unabhängiges, aber auch ein kriegerisches Volk, mit einem eigenen, hochentwickelten Kunststil, gepaart mit einem hohen Lebensstandard. Ihre geostrategische Position gab ihnen einzigartige Möglichkeiten, die hauptsächlich für den Seehandel und manchmal auch für die einträgliche Piraterie genutzt wurden. Nach der persischen Herrschaft begrüßten die Lykier Alexander den Großen und sie absorbierten die griechische Kultur.
Später wurde Lykien dann eine Provinz des Römischen Reiches. Die Römer entwickelten viele Städte und Häfen, verbanden diese auf typisch römische Art mit gepflasterten Straßen und bereicherten diese Städte und Häfen mit Theatern, römischen Bädern, Foren, Tempeln und zeremoniellen Toren.
Dann nahm das Christentum in Lykien zu und wie das Römische Reich zerfiel, wurden in den lykischen Bergen viele byzantinische Klöster gegründet.
Lykische Gräber und Ruinen gibt es im Überfluss auf der Halbinsel und der Lykische Weg (Lycian Way) verläuft durch etwa 25 historische Punkte und Städte und an ihnen vorbei.

Der Lykische Weg selbst ist ein Fernwanderweg in der Türkei. Er verläuft über 509 km von Fethiye nach Antalya, größtenteils entlang der Küste des antiken Lykien. Dabei gibt es bezüglich der gesamten Streckenlänge auch andere Angaben. Bis 540 km werden diesem Trail als Längenangabe zugeschrieben, je nach Quelle, die man untersucht. Offiziell soll der Lykische Weg an 29 Tagen, in 29 Etappen, belaufen, bewandert, begangen werden.
Die Ursprünge des Lykischen Weges gehen dabei bis ins Altertum zurück, denn er wurde streckenweise als Handelsweg für Kamel-Karawanen genutzt. Seit 1999 gibt es entlang des Weges Markierungen, die es dem Wanderer ermöglichen, sich in dem teilweise sehr wilden Gelände zurechtzufinden. An größeren Wegkreuzungen wurden Hinweisschilder mit Entfernungsangaben aufgestellt.
Der Weg besteht hauptsächlich aus römischen Straßen, Fußwegen und alten Maultierpfaden, die oft harten und steinigen Untergründe sind anstrengend zu belaufen, für Mountainbikes aber sind sie nicht geeignet. Immer irgendwo zwischen der Küste und den teils hohen Bergen gelegen, hat der Lykische Weg oft lange und steile Anstiege.
Der Startpunkt des Lykischen Wegs bei Ölüdeniz ist etwa 2 Stunden vom Flughafen Dalaman entfernt und der Endpunkt des Trails befindet sich in der Nähe des internationalen Flughafen von Antalya. Für die „normalen Wanderer“ gibt es auch gute öffentliche Verkehrsverbindungen entlang des Wegs, außerdem auch die Möglichkeit, zu schwimmen, Kanu zu fahren oder sich beim Paragliding zu versuchen, am besten vom Berg Babadag aus, von welchem es die höchste Paragliding-Möglichkeit gibt, die ich kenne, angeblich sogar die höchste der Welt, mehr als 2.000 Höhenmeter geht es da hinunter. Vor vier Jahren durfte ich das ein Mal selbst erleben.

Paragliding bei Ölüdeniz - wahnsinnig und wunderbar!

Paragliding bei Ölüdeniz – wahnsinnig und wunderbar! (Klicken zum Vergrößern!)

Und seit 2010 gibt es auch den 250 Kilometer langen Ultralauf-Bewerb, organisiert von UZUNETAP, eben den „Likya Yolu Ultra Maratonu“ (LYUM).
Sechs Etappen an sieben Tagen, eine „Königsetappe“ mit gut 100 Kilometern dabei, alles unter dem Motto: „Meet your Limits!“
Und weil ich diese, meine, Limits ganz gerne treffe, erfahre und dort darauf hingewiesen werde, dass ich mehr „gern“ als „gut“ oder „schnell“ laufe, habe ich mir gesagt:
2015 ist das Jahr, in dem ich beim LYUM teilnehmen sollte.

Irgendwo dort im rot gekennzeichneten Feld wird unser erstes Camp stehen, nahe Ölüdeniz, nahe der Küste. (Klicken zum Vergrößern!)

Irgendwo dort im rot gekennzeichneten Feld wird unser erstes Camp stehen, nahe Ölüdeniz, nahe der Küste.
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