Der MAMMUT Workshop in Grindelwald

„Dear all trail running enthusiasts“ schrieb MAMMUT, der Hauptsponsor des EUT (Eiger Ultra Trails) und hieß uns herzlich Willkommen in Grindelwald.
Weiter war zu lesen, dass das ganze MAMMUT Team uns ein sehr nettes Wochenende mit aufregenden Rennen, interessanten Geschichten und bestem Wetter wünscht.

Ein sehr nettes Wochenende mit aufregenden Rennen?
Das hatten sicherlich nahezu alle der rund 2.600 Läufer*innen in und um Grindelwald. Die enthusiastischen Kurzberichte auf Facebook, die begeistert geposteten Fotos der verschiedenen Rennen von E16 bis E101 und die einschlägigen Blogs zeugen davon.

Interessante Geschichten?
Da hätte ich eine.
Ich durfte nach der Startnummernausgabe noch an einem kurzen Workshop von MAMMUT zum Thema „Laufschuhe“ teilnehmen. Und was ich da in einer einzigen Stunde über Schuhe gelernt habe, das war schon bemerkenswert.2017-07-14 17.21.37

Schon im Vorjahr hatte ich an einer ähnlichen Veranstaltung teilgenommen und war damals von einem Produkttest beeindruckt, wo der Referent eine Stahlkugel aus etwa 50 Zentimetern Höhe auf vier verschiedene, aber eigentlich gleich aussehende, Plastikmaterialien fallen ließ.Und die Rückstoßkräfte der verschiedenen Plastikmaterialien war höchst unterschiedlich. Blieb es beim einen Extrem bei einem die Geschwindigkeit des Falls komplett absorbierenden Liegenbleiben der Stahlkugel, so war der Trampolineffekt beim anderen Extrem so, dass die Kugel nahezu ihre Starthöhe wieder erlangte.
Und aus diesen Materialien und der „richtigen“ Mischung werden also Laufschuhe hergestellt. Mal soll ein Stoß absorbiert, mal wiedergegeben werden. Wirklich sehr interessant.

Dieses Jahr widmete sich der Referent (Rouben Hogreve) neben der Firmengeschichte von MAMMUT, die bis ins Jahr 1862 zurück reicht, beim Thema „Footwear Development“ vor allem den Sohlen und der „Schnürung“, hier dem patentierten BOA Sysytem (https://www.theboasystem.com/).

(Klicken zum Vergrößern … )

Die Sohlen, die bei den besten MAMMUT Schuhen zum Einsatz kommen, nennen sich GRIPEX (Gripex Sonar Tech sole) und sie sollen ähnlich viel Grip haben wie die von mir so geliebten VIBRAM-Sohlen.
Welche einzelnen Elemente solch eine Sohle hat (Boost lamellas, sharp edges for grip on traverses, soft sticky rubber mixture, weight reduction thanks low lugs depth, flexible lamellas, concentric lugs Sonar Technology und brake lamellas), siehst Du auf diesem Foto:

Zweifellos mehr kleine Details, als ich das erwartet hätte.

Und zur „Schnürung“, in diesem Falle das BOA System, das ja auch bei vielen anderen Marken zum Einsatz kommt und das eigentlich gar nicht aus dem Trailrunning-Bereich stammt.
Auf den Drehknopf drücken, die Schnürung mittels des Drehknopfs festziehen und zum Öffnen einfach den Drehknopf nach oben ziehen und der Schuh ist offen.

Wenn Du den Schuh während eines Laufs fester schließen willst, dann genügt ein Ministop, ein Dreh und der Lauf kann weiter gehen. Ein geniales System, das eigentlich nur eine einzige Schwäche hat: Es kostet einen deutlichen Aufschlag auf den eigentlichen Preis der Schuhe, ein Grund, warum es das patentierte BOA System nur in High End Laufschuhen gibt, leider.

Der MAMMUT Schuh „MTR 201-II BOA Low“ hat natürlich dieses BOA System, ein Schuh, den ich unbedingt mal testen will, denn es gibt ihn auch in „Erwachsenengrößen“ von über US 12.5. Ob das schon am kommenden Wochenende auf den 100 Meilen auf dem türkischen Salzsee, dem Tuz Gölü, möglich ist?2017-07-14 17.33.42

Und bestes Wetter?
Auch das hatten wir beim Eiger Utra Trail, tagsüber wie auch in der Nacht.

Wir Trailrunning Enthusiasten danken …

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